Mit zwei Autos fahren wir zu neunt bei grauem Himmel und eisigen Temperaturen zum Parkplatz nach Scharling (760 m), der pro Pkw zwischenzeitlich für 24 Stunden stolze 8 € kostet und wie in dieser Preisklasse üblich aber kein WC hat.
Das trübt aber nicht unsere Stimmung und Vorfreude für die Wanderung auf den Hirschberg, 1.670 n. Vor Ort hat die Sonne die Oberhand am blauen Himmel und beleuchtet den schneebedeckten Kratzer, 1.545 m (Hirschberg-Vorgipfel).
Bei minus 5 Grad wandern wir auf der leicht schneebedeckten Forststraße inmitten des imposanten „weißen“ Winterwaldes nach oben. Der Anstieg ist moderat und bleibt es auch bis zu unserem Ziel. 120 HM unterhalb der Hirschlacke nehmen wir den Steig, auf dem etwas mehr weiße Pracht liegt, aber dennoch gut zu begehen ist.
Von der Materiallift-Basis des Hirschberghauses bringt uns ein von Vorgängern gespurter Steig im Zickzack zum geschlossenen Hirschberghaus. Den unberührten Wintersteig mit ca. 20 cm Schnee zum Kratzer lassen wir aus.
Auf der Terrasse des Hirschberghauses gönnen wir uns eine Sonnenpause und genießen dabei die umliegenden Berge mit ihren weißen Mützen und tiefhängenden Wolken.
Auf einem Schild der Berggaststätte lesen wir, dass es im Frühjahr 2026 nach längerem Umbau wieder geöffnet wird.
Nach einer kleinen Stärkung machen wir uns zum Hirschberg auf, den wir stets vor Augen haben.
Um 12 h erreichen wir den Gipfel und vermissen bei gefühlten minus 9 Grad den Probealarm der Feuerwehren im Tal. Etwas später ertönt er doch noch, vielleicht musste sich die Sirene erst warm laufen.
Nach Gipfelbrotzeit und -foto steigen wir auf dem Weg ab, auf dem wir gekommen sind.
Dabei begeistert uns permanent die Winterlandschaft, flankiert von den unterschiedlichen Blautönen des Himmels.
Vom Parkplatz aus steuern wir mit Kuchen-Augen unser Stamm-Lokal in Kreuth, den Göttfried, an. Leider hat es Betriebsurlaub. Schräg gegenüber erspähen wir das kleine aber feine Cafe Bergblick. Wir nehmen von Nachbarn-Tischen Stühle weg und stellen zwei Tische aneinander, damit wir zusammen sitzen können. Die freundliche Besitzerin kredenzt uns warme und kalte Getränke sowie leckere hausgemachte Kuchen und deftige Kartoffelsuppe zu vernünftigen Preisen.
Damit lassen wir unsere sonnig-frostige Winter-Wanderung ausklingen und fahren froh gelaunt heim.
Bericht von Peter










