Skitourentage Passeiertal, Gasthof Schönau 1.-4. März 2026

Tag 1, Sonntag 1. März 2026: Treffpunkt Gasthof Schönau, Timmelsjochstrasse, Passeiertal gegen Mittag. Anfahrt von München, über Inntal, Brenner, Jaufenpass. Nach dem Jaufenpass fährt man die Passstraße runter nach St. Leonhard in Passeiertal und weiter über die Timmelsjochstraße bis Schönau auf 1716 m. Vier Std. ab München, 3 Std. Ab der RO-Gegend. 
Nach der langen Anfahrt und um die Umgebung zu erkundigen, sind wir Nachmittags mit Ski direkt vom Gasthof weg, auf die Timmels Alm hochgestiegen (die nur Sa./So. Offen hat). Insg. ~ 300 hm Aufstieg ab Schönau. Nach einer Einkehr sind wir anschließend zur Timmelsbrücke mit der Ski abgefahren und über die Straße 800 m zu Fuß zurück zum unseren Gasthof.
Tag: 2, Montag:
Das Wetter vor Ort befanden sich tief hängende Bewölkung, dicke Nebel und zu der Zeit beherrschte einer hohen Lawinenlage. Da kam deswegen als Tourenwahl entweder Hahnl 1999m, oder Erensee 2295m in Frage – beide Tourenziele liegen weiter im Süden. Nachdem der Ausgangspunkt für Hahnl (A: Christl 1132m) kein Schnee zu finden war, sind wir nach Pfelders auf ~1600 m mit dem Auto gefahren und konnten direkt vom Ort aus, auf einer brauchbare, geschlossene Schneedecke zum Erensee mit Ski hoch steigen. Die Tour hat knapp 700 hm und 3,6 km. Abgefahren sind wir über die Aufstiegsroute. Der Fahrt zurück zum Gasthof war etwa eine  ½ Std. 
Tag 3, Dienstag:
Das Wetter war zum Glück etwas zuversichtlicher, der Nebel war fast weg und Tagsüber war ein mix aus Sonne und Wölken zu erwarten. Deshalb haben wir uns für das Gebiet oberhalb von nahliegende Timmelsbrücke entschieden. Gestartet auf eine Hohe von 1760m und in Richtung Botzer lief unsere Strecke erstmal über Timmels Alm und später mit etwas auf und ab über Unterkrumpwasser und Oberkrumpfwasser (übrigens hier ist auch der Ursprung „Passer“) bis oberhalb der „in der Mude“. Der Weiterweg Richtung Botzer war bei der Lawinenlage nicht möglich. Um 12 Uhr befanden wir uns auf eine sicherer Hoch Ebene bei 2572m. Die Sonne war vorhanden und es war genau richtig für die Brotzeitpause. Der Abfahrt verlief mehr oder weniger wie der Aufstieg. Unsere Tagesstrecke hat zwar nur etwa 850 hm aber sehr viele EKMs! (Entfernungskilometern ;-)
Tag 4, Mittwoch:
Das Wetter hatten wir gleich in der Früh klare, blaue Himmel nach einer klare, kalte Nacht – genau wie Skibergsteiger es sich wünschen. Nichtdestotrotz hatten wir immer noch eine hohe Lawinenlage. Als Tourenziel habe ich die Karlscharte 2666m ausgesucht. Ausgang war wieder der Timmelsbrücke. Zuerst war die Route der gleiche Aufstieg wie am Vortag. Auf eine Hohe von etwa 2300 m dreht sich unsere Aufstiegsroute nach Südost bis in der N/NW-seitiger Anstieg zur Karlscharte. Um Punkt 12 Uhr erreichten wir die Scharte mit einem grandiosen Rundblick mit unzähligen, höhen Bergen. Bis auf (und Dank) zwei einheimische Frauen der AV-Sektion-Südtirol, die vor uns eine hervorragende Aufstiegsspur durch das hügeliges Gelände frisch angelegt haben, waren weit und breit kein Mensch zu sehen. Bei der Abfahrt konnten wir einer dünne, pulvrige Schneeauflage auf eine tragbaren Harschdecke richtig genießen und im unteren Bereich der Abfahrt war der Schnee von der Sonne schon herrlich aufgeweicht.  Um 13:40 Uhr waren wir wieder unten. Mit etwa 900 hm und deutlich wenige EKMs wie am Vortag, konnten wir die Tourentage mit einem Cappuccino auf die sonnige Terrasse in unserem Gasthof abschließen und haben uns um etwa 14:40 Uhr auf die Heimreise gemacht.
Fazit: Trotz wenig Schnee (südseitig unter 1800m total Aper) und trotz verbreitete hohe Lawinenlage, haben wir jeden Tag eine risikoarme Skitour gemacht. Das Gasthof Schönau ist wunderschön, sehr freundlich mit einer ausgezeichnete Verpflegung – wo man sich richtig Wohl fühlen kann.
Tourenbericht und Tourenleiterin: Mercia Barrett
Mit Carmen, Claus, Gerhard und Werner (zwei weitere TN waren leider verhindert und haben abgesagt)