Sellrainer Hüttenrunde Teil 1

Parallel zu einer Gruppe des DAV Schwaben haben wir uns 4 Tage ins Sellrain begeben, um dort die wunderschöne Berglandschaft zu erkunden.

Mit dem Zug und Bus sind wir von München bis nach Oetz gefahren, um am späten Vormittag zu dritt in unseren ersten Tag Richtung Bielefelder Hütte zu starten. An der Hütte angekommen, haben uns einige Pferde und Esel begrüßt und auch die vierer Gruppe aus dem Stuttgarter Raum, die einen anderen Anstieg gewählt hatte, und nur knapp 5 Minuten vor uns am Ziel waren. Gemeinsam haben wir anschließen noch den Hütten Gipfel die knapp 2.400 Meter hohen Rossköpfe erklommen.

Da der nächste Tag eine durchziehende Kaltfront versprach, der Hüttenübergang von der Bielefelder und Schweinfurther Hütte technisch komplex, lang und an einigen Stellen steinschlaggefährdet ist, haben wir entschieden nach Oetz abzusteigen ein Stück mit dem Bus zu fahren und von Niederthai aus aufzusteigen. Eine gute Entscheidung da es von etwa 10 bis 14 Uhr durchgängig und kräftig regnete. Pünktlich an der Hütte angekommen hörte es auf zu regnen, sodass wir nach einer kurzen Stärkung uns noch ein Stück in das weite Kar Richtung Finstertaler Scharte aufgemacht haben, um uns bei Sonnenschein und mäßigen Wind „trocken zu laufen“.

Am dritten Tag folgt unsere Königsetappe von der Schweinfurther zu Pforzheimer Hütte. Durch einen steilen Grashang, der ab ca. 2.700 hm in ein großen Blockfeld übergegangen ist, sind wir zu einem Namenlosen Sattel auf knapp über 3.000 m aufgestiegen. Von dort aus sind wir zu unserem höchsten Punkt, dem Zwieselbacher Rosskogel mit 3.080 m, über einen einfachen Blockgrat gekraxelt und wurden bei schönstem Wetter mit einem traumhaften Rundumblick von der Zugspitze bis zum Hauptkamm belohnt. Im Abstieg haben wir an einem kleinen See dann eine wohlverdiente Pause gemacht, bei der eine Teilnehmerin sich, in den noch teilweise eisbedeckten See, zum Schwimmen gewagt hat.

Am letzten Tag haben sich die Wege von uns und der schwäbischen Gruppe getrennt. Während die Stuttgarter direkt Richtung St. Sigmund im Sellrain abgestiegen sind, haben wir noch das schöne Wetter genutzt, um über Satteljoch und Lampsenspitze Richtung Praxmar wieder in die Zivilisation abzusteigen. Unterhalb des Jochs konnten wir noch einige spielende Murmeltier Junge beobachten, auf der anderen Seite, Richtung Praxmar, haben uns erste einige Schafherden begleitet und anschließend 4 Steinadler – vermutlich ein Elternpaar mit ihren schon etwas größeren Jungen umkreist.

In Praxmar angekommen, sind wir nach einer kurzen Stärkung in den Bus Richtung Innsbruck gestiegen und anschließend mit dem Zug zurück in die Heimat.