Wir 5 MountainbikerInnen waren zusammen mit der Wandergruppe, wie bereits von Guido beschrieben, für 3 Tage im schönen Edelweißhaus (1530m) in Kaisers in einem Seitental des Lechtals gelegen, untergebracht.
Da es für Radler bei Regen noch schwieriger ist, nicht durchnässt zu werden als für Wanderer (nachdem der Regen beim Radeln eher waagrecht kommt ), war die Entscheidung am Anfahrtstag, was wir am Nachmittag unternehmen sollten, eine schwierige: Fahren wir los bei Regen, der nach Wetterprognose längst hätte aufgehört haben sollen? Wir entschieden uns, bei kaltem Nieselregen loszufahren und nach einer halben Stunde Regenfahrt erst mal in der wohlig warmen Alpe Kaisers (1689m) Unterschlupf zu suchen. Und siehe da, als wir wieder herauskamen, hatte der Regen nachgelassen, und wir radelten jetzt besseren Mutes hinein in das Almajurtal und auf matschiger Forststraße steil hinauf zur Mahdbergalpe (ca. 1800m). Dort waren wir als Touristen nicht willkommen, was sich im nicht erwiderten Gruß zeigte. Nachdem im kalten Wetter sowieso keine längere Pause angeraten schien, störte uns das nicht sonderlich. Bei der Abfahrt mussten wir uns schon konzentrieren, da alles nass, matschig und glitschig war. Aber wir erreichten alle wohlbehalten die Hütte und hatten doch noch eine ganz ordentliche Tour mit 900hm Höhenunterschied und 25 km Strecke trotz widriger Bedingungen machen können.
Am nächsten Morgen ließen wir uns bei Sonnenschein etwas Zeit und fuhren erst um 9.30h weg von der Hütte. Wir wollten im tief eingeschnittenen Almajurtal, das sich über 10km bis zum Talende zieht, Sonne haben und den Südhang, über den wir später hochsteigen wollten, etwas abtrocknen lassen. Gesagt getan erreichten wir nach Abfahrt von der Hütte in den Talgrund (1350m) auf angenehmer Forststraße die Bodenalpe (1554m). Jetzt wurde der Almweg etwas ruppiger. Wir querten zahlreiche Bäche, die über den Weg liefen, und erreichten das Talende mit der von freundlichen Leuten bewirtschafteten Erlachalpe (1922m). Hier ließen wir die Räder stehen und wanderten in 1 1/2 Stunden auf erstaunlich trockenem Weg die 500hm hoch zum Erlijoch (2430m). Trotz kalten Windes genossen wir die umfassende Rundumsicht und stiegen vorsichtig auf gleichem Weg wieder ab zur Erlachalpe. Die über 10km lange Abfahrt machte dann allen so richtig Spaß. Zufrieden aber müde von der doch fordernden Tour mit insgesamt 1410hm bike + hike trafen wir gleichzeitig mit der Wandergruppe bei der Hütte ein und berichteten uns gegenseitig von dem heute Erlebten.
Ein Highlight der bike+hike-Touren im Lechtal ist die Frederic-Simms-Hütte (2002m) von Stockach (1070m) im Lechtal aus. Nachdem das Wetter trotz Regengüssen in der Nacht für den Tag gut angesagt war, wollten wir diese Tour am Abreisetag noch unternehmen. Also fuhren wir mit den Autos und verladenen Bikes nach Stockach und starteten um 9.00h dort. Wie bereits erwartet, waren die ersten 300hm sehr steil und wir waren froh um unsere E-Bikes. Am Ende dieses Wegabschnittes kam dann ein besonderes Erlebnis: Um die Schlucht des ins Lechtal abfließenden Sulzelbaches zu überwinden, ist die Forststraße mit mehreren Tunneln in die fast senkrecht abfallenden Felswände gehauen. Mit Lampen fuhren wir durch Wasser von oben und unten, tief beeindruckt von den Bauwerken durch die Tunnels, wie sie sonst nur bei den ehemaligen Militärstraßen in den Südalpen anzutreffen sind. Danach weitete sich das Tal wieder bis zur Sulzlalpe (1462m), wo die gut fahrbare Forststraße endete. Da noch ein langer Weg zur Hütte bevorstand, mussten wir uns auf schlechtem Weg, durch knöcheltiefen Morast in Almgebieten oder schiebend über Geröllfelder, bis zum Beginn der Materialseilbahn zur Hütte (1700m) durchkämpfen. Hier war dann endgültig Schluss mit radeln. Zu Fuß stiegen wir noch in 40 Minuten die 300hm hoch zur Hütte, die wie ein Adlerhorst am Felshang hoch über dem Tal thront. Nach kurzer Pause gings auf gleichem Weg wieder zurück, wollten wir doch um 14.00h uns mit den Wanderern zur Abschlusseinkehr treffen, was wir auch schafften. Gerhard Zöllner
Da es für Radler bei Regen noch schwieriger ist, nicht durchnässt zu werden als für Wanderer (nachdem der Regen beim Radeln eher waagrecht kommt ), war die Entscheidung am Anfahrtstag, was wir am Nachmittag unternehmen sollten, eine schwierige: Fahren wir los bei Regen, der nach Wetterprognose längst hätte aufgehört haben sollen? Wir entschieden uns, bei kaltem Nieselregen loszufahren und nach einer halben Stunde Regenfahrt erst mal in der wohlig warmen Alpe Kaisers (1689m) Unterschlupf zu suchen. Und siehe da, als wir wieder herauskamen, hatte der Regen nachgelassen, und wir radelten jetzt besseren Mutes hinein in das Almajurtal und auf matschiger Forststraße steil hinauf zur Mahdbergalpe (ca. 1800m). Dort waren wir als Touristen nicht willkommen, was sich im nicht erwiderten Gruß zeigte. Nachdem im kalten Wetter sowieso keine längere Pause angeraten schien, störte uns das nicht sonderlich. Bei der Abfahrt mussten wir uns schon konzentrieren, da alles nass, matschig und glitschig war. Aber wir erreichten alle wohlbehalten die Hütte und hatten doch noch eine ganz ordentliche Tour mit 900hm Höhenunterschied und 25 km Strecke trotz widriger Bedingungen machen können.
Am nächsten Morgen ließen wir uns bei Sonnenschein etwas Zeit und fuhren erst um 9.30h weg von der Hütte. Wir wollten im tief eingeschnittenen Almajurtal, das sich über 10km bis zum Talende zieht, Sonne haben und den Südhang, über den wir später hochsteigen wollten, etwas abtrocknen lassen. Gesagt getan erreichten wir nach Abfahrt von der Hütte in den Talgrund (1350m) auf angenehmer Forststraße die Bodenalpe (1554m). Jetzt wurde der Almweg etwas ruppiger. Wir querten zahlreiche Bäche, die über den Weg liefen, und erreichten das Talende mit der von freundlichen Leuten bewirtschafteten Erlachalpe (1922m). Hier ließen wir die Räder stehen und wanderten in 1 1/2 Stunden auf erstaunlich trockenem Weg die 500hm hoch zum Erlijoch (2430m). Trotz kalten Windes genossen wir die umfassende Rundumsicht und stiegen vorsichtig auf gleichem Weg wieder ab zur Erlachalpe. Die über 10km lange Abfahrt machte dann allen so richtig Spaß. Zufrieden aber müde von der doch fordernden Tour mit insgesamt 1410hm bike + hike trafen wir gleichzeitig mit der Wandergruppe bei der Hütte ein und berichteten uns gegenseitig von dem heute Erlebten.
Ein Highlight der bike+hike-Touren im Lechtal ist die Frederic-Simms-Hütte (2002m) von Stockach (1070m) im Lechtal aus. Nachdem das Wetter trotz Regengüssen in der Nacht für den Tag gut angesagt war, wollten wir diese Tour am Abreisetag noch unternehmen. Also fuhren wir mit den Autos und verladenen Bikes nach Stockach und starteten um 9.00h dort. Wie bereits erwartet, waren die ersten 300hm sehr steil und wir waren froh um unsere E-Bikes. Am Ende dieses Wegabschnittes kam dann ein besonderes Erlebnis: Um die Schlucht des ins Lechtal abfließenden Sulzelbaches zu überwinden, ist die Forststraße mit mehreren Tunneln in die fast senkrecht abfallenden Felswände gehauen. Mit Lampen fuhren wir durch Wasser von oben und unten, tief beeindruckt von den Bauwerken durch die Tunnels, wie sie sonst nur bei den ehemaligen Militärstraßen in den Südalpen anzutreffen sind. Danach weitete sich das Tal wieder bis zur Sulzlalpe (1462m), wo die gut fahrbare Forststraße endete. Da noch ein langer Weg zur Hütte bevorstand, mussten wir uns auf schlechtem Weg, durch knöcheltiefen Morast in Almgebieten oder schiebend über Geröllfelder, bis zum Beginn der Materialseilbahn zur Hütte (1700m) durchkämpfen. Hier war dann endgültig Schluss mit radeln. Zu Fuß stiegen wir noch in 40 Minuten die 300hm hoch zur Hütte, die wie ein Adlerhorst am Felshang hoch über dem Tal thront. Nach kurzer Pause gings auf gleichem Weg wieder zurück, wollten wir doch um 14.00h uns mit den Wanderern zur Abschlusseinkehr treffen, was wir auch schafften. Gerhard Zöllner

