Hoteltour Villnöss MTB-Gruppe: 1.und 2.Tag
Bei der Rekordanzahl von 32 teilnehmenden Personen an der Tour war dieses Mal fast ein Fünftel dabei (Barbara, Martin, Rosemarie, Stephanie, Werner und ich), die statt zu Fuß mit dem MTB unterwegs sein wollten. Bis auf einen wackeren Bio-Biker hatten wir anderen alle E-Bikes.
Da die Wetterlage, wie bereits von Guido beschrieben, recht ungünstig war und für den ersten Tag nachmittags starker Regen vorhergesagt war, schlossen wir uns der Stadtbesichtigung von Brixen, die die Wandergruppe geplant hatte, an. Dies erwies sich als sehr vernünftig, da wir schon beim Laufen in der Stadt reichlich nass wurden, nicht auszudenken, wenn wir hier geradelt wären…..
Die Wettersituation mit weit mehr als 10cm Neuschnee auf über 1500m Seehöhe und Temperaturen von knapp über 0 Grad am Morgen, ließen uns für den zweiten Tag eine kleine Tour vom Hotel aus sinnvoll erscheinen, die ein regenfreies Wetterfenster am Vormittag ausnutzen konnte und auf nicht höher als 1500m Höhe ging. Also fuhren wir am Nordhang des Villnösstals entlang von Teis (963m) entlang verstreut liegender Bauernhöfe über St.Valentin mit seiner markanten Kirche (s.Bild) auf guten Forststraßen bis zu den Jochhöfen und dann auf z.T. etwas rauherem Weg (s.Bild) in einer Schleife über St.Peter wieder zurück zum Hotel. Die Berge waren zwar in Wolken, die Sicht um uns herum war aber gut und vor allem: wir wurden nicht nass! Obwohl wir nur 3 Stunden unterwegs waren, fuhren wir doch 26km mit 865m Höhenunterschied.
Hoteltour Villnöss MTB-Gruppe: 3.und 4.Tag
Die Wetterprognose für den dritten Tag war zwar, was den Regen betraf, besser, die Temperaturen sollten aber nicht ansteigen. Also entschlossen wir uns, eine Tour vom rund 500m tiefer gelegenen Eisacktal aus anzugehen. Um wieder keine Autoanfahrt zum Tourausgangspunkt zu haben, radelten wir von Teis auf einem Karrenweg hinab ins Eisacktal und dann am Fluss entlang in einer frühlingshaften Umgebung nach Brixen (561m), den Beginn der „Kastanienwegs-Runde“, die am Sonnenhang des Eisacktals entlang auf ca. 800h entlang über Feldthurns bis nach Klausen führen sollte. Nach einer Durchquerung der belebten historischen Altstadt von Brixen, die wir ja schon kannten, gings zuerst sehr steil auf guten Straßen mit kaum Autoverkehr nach Pinzagen. Die Weiterfahrt war nun recht abenteuerlich: ständig wechselten im ständigen auf und ab schmale Pfade, steile und steinige Karrenwege, schöne Schotterwege an den besagten Kastanien vorbei und auch kurze Schiebestrecken auf wurzligen Wanderwegen einander ab. Zum Glück war überall Mobilfunkempfang. Sonst hätten wir uns einmal fast verloren, als eine Abzweigung auf einen kaum erkennbaren Pfad in steilem Gelände nicht von allen erkannt wurde. Im Übrigen wäre die Tour wegen der vielen Abzweigungen ohne den GPS-Track des Voranfahrenden schwer durchführbar gewesen. Wir erreichten aber alle zusammen den schön auf einer Hangterrasse gelegenen Ort Felthurns (851m), wo inzwischen die Sonne schien und wir auf einer schönen Terrasse eines Cafes unsere Mittagspause einlegen konnten. Vorbei an einer Kapelle (s.Bild) ging es jetzt zumeist auf besseren Wegen immer am Hang entlang (s.Bild) nach Kloster Säben, über Klausen gelegen. Von hier aus mussten wir unsere Radl den Treppenweg hinunter nach Klausen schieben und im Getümmel zwischen Fluss, Autobahn und Bundesstraße zum Glück nur kurz bis zur Abzweigung ins Villnösstal fahren. Die letzten 400hm hinauf nach Teis auf der Asphaltstraße fuhren wir dann noch mit „Highspeed“, um möglichst schnell wieder in unserem ruhigen Ort Teis zu sein. Trotz geringer nomineller Höhenunterschiede kamen wir dennoch auf 1160m Höhendifferenz und 37km Strecke. Für die allermeisten war das genügend und sie konnten sich ab 15:30h den Erholungmöglichkeiten im Hotel (Drink auf der Hotelterrasse oder Sauna) widmen.
Der vierte Tag war nun endlich der erhoffte Sonnentag und wir fuhren mit den Autos zusammen mit den Wanderern zur Zanseralm (1685m). Von dort aus radelten wir auf der am Morgen noch weniger befahrenen Asphaltstraße wieder zurück nach St.Magdalena, schossen mal schnell das bekannte Foto der Geislerspitzen mit Kirche (s.Bild) und trafen uns dann bei der Ortskirche (1412m) pünktlich mit den beiden TeilnehmerInnen unserer Gruppe, die mit dem Rad direkt von Teis hierhergekommen waren. Hier begann nun die „Villnöss-Runde“ mit dem Russis-Kreuz (1729m) als „Gipfelziel“. Massiv steil ging es bis dorthin auf einem steinigen Karrenweg. Alle erreichten den Pass angestrengt, aber ohne zu schieben, bewundernswerterweise auch unser Bio-Biker. Auf der langen Abfahrt, auf der wir erstmals geringfügige Schneeberührung hatten, konnten wir erst tolle Tiefblicke ins Aferertal mit dem Berg Plose gegenüber und dann auf der anderen Kammseite auf die Geislergruppe (s.Bild) genießen. Eine der ganz wenigen Personen, die wir auf unseren Touren getroffen hatten, baten wir dann noch um ein Bild unserer 6 Personen-Gesamtgruppe (s.Bild). Nun gings weiter auf guten Wegen hinab nach St.Magdalena und abseits der Asphaltstraße wieder die 400hm hinauf zur Zanseralm, wo wir uns mit der Wandergruppe zur Abschlusseinkehr vereinbart hatten. Nachdem noch etwas Zeit war, reizte einen Teil der Gruppe noch der Versuch zu sehen, wie die Schneelage sich inzwischen entwickelt hatte, und wir radelten ausnahmsweise mit maximaler E-Unterstützung in 20 Minuten von der Zanseralm zur Gampenalm (2062m) fast ohne Schneeberührung (s.Bild). Schnell gings zurück zur gemeinsamen Abschlusseinkehr. Hatten wir doch diesen vom Wetter her schönsten Tag noch optimal ausgenutzt und waren bei 1615hm Höhenunterschied 40km gefahren.







