Die Wettervorhersage für Innsbruck, Regen und Gewitter, zwang uns zu einer Tourenzielverschiebung, und zwar zu einem Ziel, das für einige eine Erstbegehung bedeutete und für die meisten ein Bergziel, das schon lange nicht mehr erreicht wurde: Der Leonhardstein (1452m), auch „Leonhardistein“ genannt. Den Gipfel konnten wir schon am P-Am Kirchberg in Kreuth durch seine markante Form erkennen, ein Felszacken im Bergwald. Der Zustieg von Kreuth zog durch den Bergwald auf meist schattigen, moderat steigenden Pfaden, vorbei an Farnfeldern und felsigen Naturdenkmälern. Nach ca. 1,5 Stunden erreichten wir den Einstieg in den felsigen Gipfelanstieg. In vielen Serpentinen schlängelte sich der von Felsen und Wurzeln durchsetzte Weg die Nordflanke empor. Immer wieder mußten wir auf dem, teils anspruchsvollen, Steig auch „Hand anlegen“ und Guidos mitgeführtes Halbseil tat auch manch guten Dienst, bevor wir an einer weiteren Steilstufe das Gipfelkreuz sahen. Nach einer letzten schrofigen Stufe stiegen wir durch eine Rinne in eine Einsattelung des Gipfelaufbaus und kraxelten über einen Absatz zum metallenen Kreuz des Leonhardisteins empor. Die fantastische Aussicht bei leicht bewölktem Himmel war ein schöner Lohn für den schweißtreibenden Anstieg, den viele „so lang“ gar nicht mehr in Erinnerung hatten. Nach einer ausgiebigen Gipfelrast begannen wir, vorsichtig und hochkonzentriert, den Abstieg entlang der Aufstiegsroute und absolvierten die Abschlusseinkehr im Götzfried in Kreuth. Kein Regen, kein Gewitter, moderate Temperaturen, eine schöne anspruchsvolle Tour mit einem aussichtsreichen Gipfel: Ein gelungener Tourentag.










