Eigentlich stand die Premiumtour-Gletscherblick im Programm, aber da durch Straßenbauarbeiten der Shuttlebus hoch zur Hindenburghütte nicht fuhr, wurde kurzfristig das Tourenziel geändert. In mehreren internet-Tourenbeschreibungen war zu lesen, dass die Wanderung zur Sonnenspitz noch ein Geheimtipp sei, die vielen Menschen, besonders am Gipfel, zeigten, dass diese Tour sich bereits großer Beliebtheit erfreut. Durch den Ort Kochel und gegenüber der Firma Dorst befindet sich der Wanderparkplatz, 600m, an dem sich 18 Personen einfanden. Der Einstieg in den Aufstieg begann auf der Alte Straße auf einem wunderbar angelegten Steig entlang des Laingrabenbaches. Unser erstes Ziel war der Laingrabenwasserfall, der einer der schönsten Wasserfälle Deutschlands sein soll. Ein sehr schön angelegter Steig führte an mehrere Wasserfällen vorbei, deren Wucht mangels Wasser heute nicht so erkennbar war. Von hier ging es ein kurzes Stück wieder bergab zur Abzweigung, die uns unserem Gipfelziel entgegenbrachte. Über, teils steilem, Serpentinensteig im Bergwald ging es hoch und höher, vorbei an der Kletterwand Kienstein, 968m, bis zum Gipfel der Sonnenspitz, 1269m mit seiner tollen Panoramaaussicht. Kein Wunder, dass so viele Menschen hier sind, denn oberhalb des dichten Waldgürtels liegt einem die Landschaft wie ein Gemälde zu Füßen. Das Himmelblau konkurriert mit dem Kobaldblau des Kochelsees um Schönheitspunkte. Gegenüber ragt der Herzogstand in den Horizont und dahinter grüßen die hohen Gipfel des Wettersteingebirges. Nachdem wir eine ausgiebige Pause zum Essen, Trinken und Gucken verbracht hatten, begann der Abstieg: Über das Graseck, 1281m verlief der Steig auch in steilen Serpentinen, immer mit wunderbarer Aussicht bis auf eine Höhe von ca. 900 Metern. Trotz angestrengter Suche fanden wir den geplanten weiteren Abstiegssteig nicht und so querten wir über einen schönen Forstweg, nicht mehr steil, rüber zur Kesselbergstraße. Die Autofahrer holten die Autos, während wir anderen die „sehr schöne“ Tour, die für alle eine Erstbesteigung war, noch einmal Revue passieren ließen, und gemeinsam genossen wir die Abschlusseinkehr im Biergarten des Klosterbräu in Schlehdorf.






