Für diese Runde entschieden wir uns, wieder einmal den ÖPNV zu nutzen und so fanden sich die meisten TN um 7:20 Uhr am Hbf-München ein, Sitzplatz für alle, und bis Kufstein vermehrte sich die Gruppe durch Aufnahmen am Ostbahnhof, in Grafing, Großkaro. Mit dem Bus fuhren wir dann vom Hbf-Kufstein zum Ausgangspunkt „Kaisertal“, jetzt waren wir 17 Personen.
Gleich gegenüber der Bushaltestelle begann der Aufstieg über die sog. Kaiserstiege. Es handelt sich beim Kaiseraufstieg um einen langen Stiegenaufgang, 315 natürliche Stufen reihen sich aneinander und überwinden dabei ca. 200 Höhenmeter. Die 315 Stufen führten aus dem Inntal hinauf ins Kaisertal und gaben immer wieder schöne Blicke frei auf das Wilde-Kasier-Gebirge und auf Kufstein mit seiner imposanten Festung. Nach der Stiege verlief der Weiterweg konstant und recht steil, vorbei an der Zottenkapelle und dem Veitenhof, unserem ersten Ziel entgegen, der Ritzaualm (1200m). Nachdem wir hier auch fast unseren heutigen „Höhepunkt“ erreicht hatten, gönnten wir uns eine ausgedehnte Imbisspause am Almkreuz. Abwärts führte der Weg über die Bödenalm, den Hinterkaiserhof und die schön gelegene Antoniuskapelle, in deren Schatten wir zur Pause verweilten. Auf der Terrasse der urigen Pfandl-Alm (780m) genossen wir eine ausgedehnte Kaffee-Kuchen-Eis-Pause, bevor wir den letzten Teil des Anstieges antraten, der sich als imposant und spektakulär herausstellte.
Von unserem sog. Nordalpenweg bogen wir erst einmal ab zur Tischoferhöhle (600m). Die ungefähr 40 m lange und am Eingang etwa 20 m breite und 8,5 m hohe Höhle wurde in der Steinzeit von Tieren genutzt, wie ausgegrabene Knochenreste belegen. 2025 wurde bekannt, dass man bei Ausgrabungen mehrere Feuerstein-Artefakte entdeckt habe, die möglicherweise 100.000 Jahre alt sind. Von hier aus stiegen wir weiter ab zum Kaiserbach und ein spektakulärer, mit einem Stahlgeländer gesicherter Steig, führte uns auf der anderen Seite wieder auf die Anhöhe, auf der der letzte Teil des Abstiegs begann, der uns wieder zur Bushaltestelle brachte.
Nun begann der eher unschöne Teil: Nachdem wir 20 Minuten auf unseren Bus gewartet hatten, fuhr ein für 7 Personen ausgelegter Kleinbus vor, denn, wie uns der Busfahrer erläuterte, fahren am Sonntag Nachmittag keine normalen Busse diese Strecke. Also nahm ein teil unserer Gruppe diesen Bus, und der andere Teil telefonierte sich ein Großraumtaxi herbei und dieses schaffte es sogar, 2 Minuten vor Abfahrt unseres Zuges, am Bahnhof zu sein und so war bei allen die Freude groß. Leider nicht bei allen, 2 Personen schafften es nicht in den pünktlich abfahrenden Zug und mußten in einem Café am Inn, bei einem Drink, auf den nächsten Zug warten, auch nicht schlecht. Bis Rosenheim verlief die Heimfahrt bequem sitzend. In Rosenheim mußten wir umsteigen in einen Zug, der bei Einfahrt bereits recht voll war und jetzt übervoll wurde und so mußten die meisten von uns bis München-Ostbahnhof im Gang stehen. „Eine Zugfahrt die ist lustig, eine Zugfahrt die ist schön…“, na ja!!
Einig waren wir uns darin, dass dies zwar ein langer, aber sehr schöner und abwechslungsreicher Tourentag war.








Das Köglhörndl (1645m) ist ein sehr schöner Aussichtsberg oberhalb Kufsteins mit tollem Blick auf das Inntal, Kaiser & Co und diese Tour war für die meisten von uns eine Erstbegehung. Die Tour begann am Parkplatz hinter der Pfarrkirche St. Nikolaus in Hinterthiersee, 850m. Vom Parkplatz aus überquerten wir die Hinterthierseestraße und folgten den Hinweisschildern unserem ersten Etappenziel entgegen, der Köglalm, 1360m. Über den sog. Modaiboden stiegen wir durch Wald und über Hangwiesen zur schön gelegenen Köglalpe und pausierten am Köglalmkreuz. Hier trennte sich die große Gruppe, 15 Personen, in die Gipfelgruppe und die Forststraßengruppe, die direkt zum Höhlensteinhaus wanderte, mit kurzem Abstecher in eine der vielen Höhlen in dieser Gegend.
Die Gipfelgruppe stieg nun, steiler, durch einen Bergwald hinauf zum Gipfelkreuz des Köglhörndl, 1645m, und genoss die wunderbare Aussicht runter ins Inntal und rüber in den Kaiser und weiter bis…. Überrascht wurden wir dann noch durch den „Besuch“ von Carmen und Josef, die mit den MTB’s direkt von zuhause angefahren waren und vom Höhlensteinhaus auf den Gipfel per pedes kamen. Gemeinsam absolvierten wir den Abstieg, der zuerst aus einer latschenbewachsenen Gratwanderung bestand und dann auf einem steilen bewaldeten Hang abwärts zur Einkehr im Höhlensteinhaus, 1233m, führte.
Dieses wunderbar gelegene Haus lohnt wirklich einen Besuch, schmuckvolle Küche, reiche Kuchenauswahl, Sonnenterrasse, freundliche Bedienung. Also genossen wir hier eine ausgiebige Pause und erforschten die direkte Umgebung, bevor wir uns auf den Heimweg machten. Dieser führte über den Weg Höhlenstein und die Kohlstüblstraße zur Kapelle in Breitenau, 1000m, und weiter durch einen Wald hinunter zum Parkplatz in Hinterthiersee.
Nach kurzer Tankpause in Vorderthiersee fuhren wir zügig über die Autobahn gen Heimat, ein wunderbarere Tourentag lag hinter uns.






Obwohl wir bereits um 7 Uhr losgefahren sind, waren dennoch bereits mehrere Parkplätze am Kesselberg bzw. Urfeld belegt, aber es gibt ja zum Glück viele. Vom Sattel stiegen wir auf dem Normalweg dem Gipfel entgegen und was sehr angenehm war, dass der Aufstieg größtenteils durch den, noch, kühlen Wald verlief. Für die meisten von uns lag der letzte Jochberg-Besuch bereits mehrere Jahre zurück und so waren wir alle von dem Gipfelausblick, 1565m, fasziniert: Berge, Gipfel, Wälder, Seen – wunderbar. Da wir der Jochberg-Alm noch einen Besuch abstatten wollten, brachen wir die Gipfelpause schon bald ab um 20 Minuten später in der bewirtschaftete Alm einzukehren und Kaltgetränke und, nicht so leckeren, Kaiserschmarrn zu verköstigen. Nach Speis und Trank zog es uns ins kühle Nass, also stiegen wir den steilen Bergsteig hinab zum Walchensee, 802m, und genossen das Fußbad im kühlen See, eine Person nahm sogar ein Ganzkörperbad. So wieder energetisch aufgeladen erreichten wir in ca. 30 Minuten die Kesselbergstraße, wo uns kurze Zeit später Peter und ein Gastteilnehmer mit ihren Autos beglückten, sie waren bereits „vorgelaufen“, was für ein Service. Da es der frühe Nachmittag zuließ, kehrten wir noch einmal ein, im Klosterbräu in Schlehdorf, bevor wir dann endgültig die Heimfahrt antraten.






Vom idyllischen Wanderer-Parkplatz Kalkofen bei Bergen (gleich nach der Maxhütte) tauchen wir um 08.50 h ein in den Bergwald auf unseren schattigen Aufstiegsweg zum Hochfelln, 1.674 m. Zunächst auf einem Kiesweg und dann auf einem Steig gegenüber dem steil aufragenden Gschwendkopf kommen wir geschützt vor der Sonne und Temperaturen über 20 Grad gut voran. Die Steigung ist moderat und so erreichen wir nach eineinhalb Stunden die Bachschmiedkaser- und Bründlingalm mit ihren saftig grünen Wiesen samt Kühen.
Wir haben einen tollen Blick ins Alpenvorland, insbesondere zum Chiemsee mit zahlreichen Segelschiffen. Vor uns baut sich die felsige Tröpflwand auf und links davon ist in einer Scharte die Seilbahn-Bergstation. Wir können die Wanderer auf Serpentinen nach oben gut erkennen.
Die erste Hälfte unseres Aufstiegs ist geschafft. Nach einer Pause am Fuße des Bründlingsköpfls, 1.213 m, spendet uns ein kleiner Waldsteig mit linksseitigen Sicherungsseilen zunächst nochmal Schatten, bevor wir den Sonnenstrahlen nahezu ungeschützt ausgesetzt sind. Nach 800 erklommenen Höhenmetern ist der Steig mitunter steiler mit Stufen, größeren Steinen aber auch Geröll. Wir legen öfters eine Trinkpause ein und bestaunen die vollen Seilbahn-Kabinen über unseren Köpfen. Nach gut dreieinhalb Stunden erreichen wir die Tiborkapelle am Hochfelln. Von dort ist es nicht mehr weit zum Gipfelkreuz mit Goldglanz, vor dem wir natürlich für ein Foto posieren. Wir haben eine tolle Fernsicht in die Zentralalpen und ins Voralpenland.
Am Hochfellnhaus stärken wir uns mit Getränken und kleinen Speisen. Ein paar von uns fahren mit der Seilbahn zur Mittelstation und gehen danach für eine Abschluss-Einkehr zur Bachschmiedkaser-Alm. Die meisten steigen über den Aufstiegsweg ab. Nach etwa 180 Höhenmetern treffen wir auf dem Steig auf eine sitzende, zuvor gestürzte, voll ansprechbare Wanderin und ihre Begleiter mit Hunden. Ihr Fuß hat eine abnorme Stellung, was auf eine Fraktur hindeutet. Wir bieten unsere Hilfe an, die dankend zurückgewiesen wird, weil die Bergwacht schon verständigt ist. Wir setzen unseren Abstieg fort. Auf den Bründlingalmen kommt uns ein Bergwacht-Auto entgegen, dessen Besatzung anscheinend eine Trage zum Unfallort bringt.
Drei unserer Mitgeherinnen erklimmen noch das Bründlingsköpfl bevor wir uns mit den SeilbahnerInnen beim Bachschmiedkaser zur Schluss-Einkehr treffen.
Während wir unsere Bestellungen aufgeben fliegt ein gelber Rettungshubschrauber zur Unfallstelle und setzt mit der Winde zwei Bergretter ab, danach verschwindet er wieder. Nach zwanzig Minuten kommt er wieder und nimmt mit der Seilwinde die Verletzte in einer Alu-Trage und einen Bergretter auf, um sie ins nächste Krankenhaus zu fliegen.
Nach der Einkehr (Schorle und Kuchen je 3,50 €!!) begeben wir uns zu Fuß bzw. per Seilbahn hinab zu unseren Autos und kommen gottseidank unverletzt dort an. Beim Heimfahren haben wir kleinere Staus auf der Salzburger Autobahn, kommen aber dennoch zeitnah nach Hause.
Die Tour mit über 1.000 Höhenmetern war ein schönes Naturerlebnis sowie ein gutes Körpertraining und soziale Wellness für den Geist.
Bericht von Peter


































Parallel zu einer Gruppe des DAV Schwaben haben wir uns 4 Tage ins Sellrain begeben, um dort die wunderschöne Berglandschaft zu erkunden.
Mit dem Zug und Bus sind wir von München bis nach Oetz gefahren, um am späten Vormittag zu dritt in unseren ersten Tag Richtung Bielefelder Hütte zu starten. An der Hütte angekommen, haben uns einige Pferde und Esel begrüßt und auch die vierer Gruppe aus dem Stuttgarter Raum, die einen anderen Anstieg gewählt hatte, und nur knapp 5 Minuten vor uns am Ziel waren. Gemeinsam haben wir anschließen noch den Hütten Gipfel die knapp 2.400 Meter hohen Rossköpfe erklommen.

Da der nächste Tag eine durchziehende Kaltfront versprach, der Hüttenübergang von der Bielefelder und Schweinfurther Hütte technisch komplex, lang und an einigen Stellen steinschlaggefährdet ist, haben wir entschieden nach Oetz abzusteigen ein Stück mit dem Bus zu fahren und von Niederthai aus aufzusteigen. Eine gute Entscheidung da es von etwa 10 bis 14 Uhr durchgängig und kräftig regnete. Pünktlich an der Hütte angekommen hörte es auf zu regnen, sodass wir nach einer kurzen Stärkung uns noch ein Stück in das weite Kar Richtung Finstertaler Scharte aufgemacht haben, um uns bei Sonnenschein und mäßigen Wind „trocken zu laufen“.


Am dritten Tag folgt unsere Königsetappe von der Schweinfurther zu Pforzheimer Hütte. Durch einen steilen Grashang, der ab ca. 2.700 hm in ein großen Blockfeld übergegangen ist, sind wir zu einem Namenlosen Sattel auf knapp über 3.000 m aufgestiegen. Von dort aus sind wir zu unserem höchsten Punkt, dem Zwieselbacher Rosskogel mit 3.080 m, über einen einfachen Blockgrat gekraxelt und wurden bei schönstem Wetter mit einem traumhaften Rundumblick von der Zugspitze bis zum Hauptkamm belohnt. Im Abstieg haben wir an einem kleinen See dann eine wohlverdiente Pause gemacht, bei der eine Teilnehmerin sich, in den noch teilweise eisbedeckten See, zum Schwimmen gewagt hat.


Am letzten Tag haben sich die Wege von uns und der schwäbischen Gruppe getrennt. Während die Stuttgarter direkt Richtung St. Sigmund im Sellrain abgestiegen sind, haben wir noch das schöne Wetter genutzt, um über Satteljoch und Lampsenspitze Richtung Praxmar wieder in die Zivilisation abzusteigen. Unterhalb des Jochs konnten wir noch einige spielende Murmeltier Junge beobachten, auf der anderen Seite, Richtung Praxmar, haben uns erste einige Schafherden begleitet und anschließend 4 Steinadler – vermutlich ein Elternpaar mit ihren schon etwas größeren Jungen umkreist.


In Praxmar angekommen, sind wir nach einer kurzen Stärkung in den Bus Richtung Innsbruck gestiegen und anschließend mit dem Zug zurück in die Heimat.
Freitag: Anreise und Aufstieg
Kaum eine Tour hatten wir in den letzten Jahren so oft verschoben wie diese – immer wieder machten uns widrige Wetterbedingungen oder ein früher Wintereinbruch einen Strich durch die Rechnung. Auch diesmal war bis wenige Tage vorher unklar, ob das Wochenende wie geplant stattfinden konnte. Wir entschieden uns jedoch dazu, zumindest bis zur Innsbrucker Hütte aufzusteigen – ganz nach dem Motto: „Schau’n ma mal“. Ein Teilnehmer musste krankheitsbedingt kurzfristig am Vorabend absagen und der Co-Tourenleiter fiel am Anreisetag aufgrund eines Verkehrsunfalls aus (bei dem er sich zum Glück nur leicht verletzte).
So traf sich die verbleibende Gruppe am Parkplatz in Gschnitz und begann bei schwüler, drückender Hitze den Aufstieg. Nach kurzer Zeit sorgten Wolken für angenehmen Schatten, bevor nach etwa einer Stunde der Regen einsetzte. Das stellte dank passender Ausrüstung kein Problem dar. Als der Regen jedoch in Hagel überging, suchten wir kurz unter Latschen Schutz. Die nächste Herausforderung warteten in Form der Rinnen und Gräben auf uns: Sonst trocken oder nur kleine Rinnsale, hatten sie sich nun in reißende Sturzbäche verwandelt. Auch diese Hindernisse bewältigten wir sicher und erreichten pünktlich vor dem nächsten Hagelschauer die Hütte.





Samstag: Kalkwand, See und Hüttentag
Der Samstag begann mit leichtem Niederschlag und die Aussichten für den weiteren Tagesverlauf blieben durchwachsen. Wir beschlossen daher, den Aufstieg zum Habicht nicht zu riskieren und stattdessen einen ruhigeren Tag einzulegen. Als nach dem Frühstück die Sonne hervorkam, unternahmen wir eine kurze Wanderung zur Kalkwand. Nach dieser lohnenden Tour besuchten wir noch den nahegelegenen See. Eine Erfrischung im kühlen Nass war allerdings nicht möglich, da es sich um den Trinkwasserspeicher der Hütte handelt und Baden verboten ist. Den restlichen Tag machten wir es uns drinnen gemütlich, bevor am Nachmittag der angekündigte Regen einsetzte. Im Nachhinein betrachtet hätte das Wetterfenster zwar für den Gipfel gereicht, aber Sicherheit ging vor.









Sonntag: Habicht, Abstieg und Heimreise
Auch für Sonntag waren Wärmegewitter gemeldet, doch die Wetterdienste sagten zumindest für die erste Tageshälfte stabile Verhältnisse voraus. Nach einem frühen Frühstück packten wir unsere Sachen und brachen auf. Im unteren Drittel bewegten wir uns durch grobes Blockgelände, bevor der spannendste Teil begann: Leichte Kletterei im I. bis II. Schwierigkeitsgrad mit griffigem Fels, streckenweise mit Stahlseilen versichert. Wir kamen zügig voran und erreichten bereits nach 2:45 Stunden das Gipfelkreuz auf 3.277 m Höhe. Nach einer kurzen Rast im kühlen Wind machten wir uns an den Abstieg. Punkt fünf Stunden nach dem Aufbruch standen wir wieder an der Hütte. Nach einer ausgiebigen Mittagspause und zugleich unserer Abschlusseinkehr traten wir den langen Weg zurück ins Tal an. Die Autos erreichten wir trocken – wenn auch knapp, denn die nächste Gewitterfront zog bereits auf.
Insgesamt war es ein gelungenes Hüttenwochenende. Das Highlight bildete die Besteigung des Habichts – für die meisten Teilnehmer der erste Dreitausender. Eine eindrucksvolle, wenngleich durchaus herausfordernde Unternehmung. Aber auch abseits der Gipfel ist die Innsbrucker Hütte jederzeit einen Besuch wert.













