Zu elft fahren wir am Samstag, 03.10.26, mit drei Autos zum kleinen Parkplatz Schlattan, 928 m, am süd-östlichen Ende von Garmisch-Partenkirchen. Von den 12 Stellplätzen sind um 9 h noch sechs frei, welch ein Glück.
Alle umliegenden Berggipfel einschließlich der des Wank, 1.779 m, sind in Wolken eingehüllt. Die Sonne lässt sich nicht blicken.
Bei Temperaturen um die 12 Grad stapfen wir los auf einer ansteigenden Kiesstraße zum Gschwandtnerbauern, einem Bauernhof mit Gaststätte. Blitzsauberen Kühe grasen auf den Wiesen, lassen sich nicht aus der Ruhe bringen und nehmen von uns kaum Notiz.
Ab dem Gehöft nehmen wir den Steig 412 der uns vom Süden her durch den Bergwald in Richtung Wank bringt. Der schmale, trockene Weg hat gleichbleibend eine Steigung zwischen 15 und 20 %. Seine oberste Schicht sind überwiegend kleine bis mittelgroße Steine. Es lässt sich gut auf ihm gehen, zumal er nur wenig Stufen und kaum durch Wurzeln durchzogen ist.
Wir nehmen zwar das unmittelbare Grün der Bäume und der Gräser wahr sowie die Braunfärbung der Farne aber nach oben und unten nur das Wolkengrau.
Froh gelaunt erreichen wir relativ schnell (2 h) den Fuß des Rosswank, 1.688 m, der wolkenfrei ist. Auch die Bergstation und unser Ziel zeigen sich oben ohne, zudem scheint die Sonne. Nach 30 Minuten stehen wir am Gipfelkreuz und genießen grandiose Blicke zum Wettersteinmassiv, den Ammergauern, dem Karwendel, dem Estergebirge und vielen anderen Bergriesen.
Unterhalb des Wankhauses rasten wir und stärken uns mit Brotzeiten.
Wolken ziehen immer noch bergauf und reduzieren erheblich die Sicht für die Abflugroute der Gleitschirmflieger. Wagemutige Piloten starten dennoch zu einem Flug ins Graue(n).
Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen gehen wir auf dem Aufstiegsweg zurück. Eine Rundtour über den Steig nahe der Seilbahn-Trasse lassen wir sein, weil an diesem schönen Tag viele Leute unterwegs sind.
Unsere Schluss-Einkehr machen wir auf der Terrasse des Gschendtnerbauern. Er kredenzt uns schmackhafte Käse-, Apfel- und Zwetschgenkuchen sowie üppige Topfenstrudel mit Kaffee oder Schorle. Gratis gibt’s ein tolles Panorama in Richtung Mittenwald ins Karwendel.
Bericht von Peter











Bericht von Gerhard Zöllner
Wieder mal durch Absagen geschrumpft – von 6 Angemeldeten blieben Mercia und Martin übrig – wollte unsere Ü 60 MB-Gruppe als Alpenvereinsgruppe dennoch nicht nur Radeln von einer bewirtschafteten Alm zur nächsten, sondern hinauf in die Ruhe der hier meist einsamen Berge. Dabei war für mich als Tourenleiter die Tourenauswahl leicht, da meine beiden Teilnehmer, ein Dauerleistungssportler und eine Skitourenführerin, genug Bergkompetenz aufwiesen, so dass ich mir als Führer über das Bewältigen der angebotenen Touren keine Gedanken machen musste. So liefen unsere Touren auch alle sehr harmonisch ab. Nicht immer gab es Hütten zur Einkehr. Aber das störte uns nicht: Brotzeit am Gipfelkreuz macht auch Spaß, wie das Foto zeigt.….
Unser Hotelort Sarnthein, im Talfertal auf 978 m Höhe nördlich Bozen gelegen, bot eine hervorragende Auswahl von MB-Touren direkt vom Hotel aus. So konnten wir bei bestem Radlwetter (sonnig, um die 20 Grad Temperatur) 4 Touren machen, deren Charakter aufgrund der Topographie jeweils so aussah: zuerst auf asphaltierten Hoferschließungswegen 600hm hoch über das Tal, dann bis zu 400hm auf geschotterten Almwegen und zum Schluss ggf. noch kurze Trails in der Gipfelregion, wie am zweiten Tag über das Kreuzjoch (2086m). Kurz waren auch mal steinige Karrenwege zu meistern.
Die Blicke reichten von den Sarnthaler Bergen, dem Vinschgau bis zu den Dolomiten.
Unsere Touren im Einzelnen.
Am Anfahrtstag: Runde über Planwies (1740m) nach Reinswald (1493m) und über Astfeld zurück (856hm, 27km)
Am zweiten Tag: Runde über Öttenbacher Alm zur Meraner Hütte (1980m) im Skigebiet Meran 2000 und weiter über Kreuzjoch (2086m) und Auener Alm (1798m) zurück (1201hm, 30km)
Am dritten Tag: Runde über Bundschen zur Hauserbergalm (1767m) und zurück über Putzer Kreuz (1700m) (989hm, 27km)
Am Abreisetag: Fahrt nach Astfeld und weiter zur Kesselbergalm (2065m) und zurück (1098hm, 28km)






Eigentlich war für den Anreisetag eine Tour am Penser Joch, 2250m, geplant und vorher die erste gemeinsame Zusammenkunft im dortigen Gasthaus „Alpenrosenhof“, aber Kälte, Nebel und das „Nur heute“ geschlossene Gasthaus „trieben“ uns ins wärmere und sonnige Tal hinunter. Also trafen sich 24 Teilnehmerinnen direkt am Hotel Olympia in Sarnthein (950m), dem Hauptort des Sarntal. Der Hotelier konnte uns zwar noch nicht in die Zimmer lassen, aber wartete auf mit einer großen Käse-Speck-Wurst-Platte nebst Brot auf und so genossen wir die Wartezeit auf der kleinen Sonnenterrasse des Hotels, bis alle Tourenteilnehmerinnen eingetroffen waren. Die beiden Wanderleiter luden zu einer Talrundtour um den Ort Sarnthein ein, während die MTB-Gruppe ihre eigenen „Kreise“ zog.
Direkt vom Hotel führte uns die Rundwanderung durch das schöne Ortszentrum mit, teils mehrere hundert Jahre alte, Häuser und hinein in die imposante Pfarrkirche Maria-Himmelfahrt. Weiter ging es dann entlang des Talfer-Baches bis zur südlichen Talferbrücke, über die wir dann den westlichen Talhang erstiegen. Auf einer Höhe von 1100 Metern wanderten wir vorbei an Schloss Reinegg, dass wir leider nicht besichtigen konnten, da es sich in Privatbesitz befindet. Durch den sog. Kalkwald wanderten wir nach Haselbach, wo wir dann wieder in die Talsohle und zur nördlichen Talferbrücke abstiegen. Bei Sonnenschein und guten Wandertemperaturen führte und der Weg wieder zurück zum Hotel und zu Sauna, Dampfbad, Pool und Ruheliegen. Um 19 Uhr fanden wir uns alle wieder im Speiseraum ein um die schmackhafte Südtiroler Küche zu genießen.
Hoch über dem Sarntal, oberhalb der Putzerhöfe auf etwa 1.622 Metern Höhe, steht das Putzer Kreuz mit seiner kleinen Kirche und dem benachbarten Gasthaus und beides war unser Ziel am 2. Tag. Wieder ging es durchs Dorfzentrum und der Beschilderung „Putzer Kreuz“ folgend zum Waldrand. Immer wieder, auch steil ansteigend, führte uns der Bergsteig durch den Wald hinauf zu den Putzerhöfen, 1450m, und dann zum Putzer Kreuz. Der Tag war noch jung, die Sonne schien, die Aussicht war schön und so entschlossen wir uns, noch ein Stück weiterzugehen und zusteigen und so erreichten wir nach ca. einer Stunde die bewirtschaftete kleine urige Hauserberg-Alm, 1770m, am Hauserberg. Bei einer Trinkpause bestaunten wir sowohl die urigen Almgebäude als auch die grandiose Aussicht auf den gegenüberliegenden Gebirgsstock des Schlern. Zurück am Gasthaus Putzer-Kreuz gönnten wir uns ein ausgiebige Kaffee-Kuchen-Pause, bevor wir den Abstieg ins Tal antraten.
Ein echter Höhepunkt bot sich uns mit der Wanderung zum höchsten Wallfahrtsort Europas, dem Latzfonser Kreuz, am 3. Tag. Mit dem kostenlosen Bus hoch zur Seilbahn in Reinswald. 1500m, und der 50% billigeren Seilbahnfahrt (Sarntal-Card) auf den Pichlberg, 2150m, erreichten wir den Ausgangspunkt unserer Wanderung. Bei strahlendem Sonnenschein und moderaten Temperaturen wanderten wir auf einer Höhe von 2150 Metern gen Osten und hatten immer die markanten Massive der Dolomiten im Blick: Sella-Gruppe, Seiser Alm, Rosengarten, Lang- und Plattkofel, Latemar, Geisler-Spitzen und Marmolata. Über den Pichlberg wanderten wir auf dem sog. Urlesteig vorbei an der Gedrumalm, 2100m, in Richtung Gedrumsee. Ab hier begann der felsige Aufstiegssteig bis auf eine Höhe von 2370 Meter, an der wir bereits unser Ziel unter uns sehen konnten. Zügig stiegen wir zum Wirtshaus mit seiner tollen Aussichts-Sonnenterrasse ab und gönnten uns eine ausgiebige Mittagspause bei Quetschenmusi, Dreigesang und einer Besichtigungsrunde zur Wallfahrtskirche. Der Rückweg erfolgte entlang der Aufstiegsrunde und wurde versüßt durch die Kaffee-Kuchen-Einkehr in der Gedrumalm. Sehr zufrieden mit dem heutigen Tourenprogramm erreichten wir am späten Nachmittag wieder unser Hotel.
Die Heimfahrt über das Penser Joch, 2200m, nutzten wir für die Abschlusstour auf den Gipfel des Gänsekragen, 2322m. Da hier ein starker und kalter Wind pfiff, flohen wir auf einen windgeschützten Wanderweg, auf dem wir bis zum Joch unterhalb des Sarner Weißhorn, 2705m, entlangwanderten und dabei die tolle Rundumsicht genossen. Die Abschlußeinkehr fand im „Alpenrosenhof“ statt, bevor wir die zügig verlaufende Heimfahrt antraten und dabei die hinter uns liegenden wunderbaren Tourentage Revue passieren ließen.













Für diese Runde entschieden wir uns, wieder einmal den ÖPNV zu nutzen und so fanden sich die meisten TN um 7:20 Uhr am Hbf-München ein, Sitzplatz für alle, und bis Kufstein vermehrte sich die Gruppe durch Aufnahmen am Ostbahnhof, in Grafing, Großkaro. Mit dem Bus fuhren wir dann vom Hbf-Kufstein zum Ausgangspunkt „Kaisertal“, jetzt waren wir 17 Personen.
Gleich gegenüber der Bushaltestelle begann der Aufstieg über die sog. Kaiserstiege. Es handelt sich beim Kaiseraufstieg um einen langen Stiegenaufgang, 315 natürliche Stufen reihen sich aneinander und überwinden dabei ca. 200 Höhenmeter. Die 315 Stufen führten aus dem Inntal hinauf ins Kaisertal und gaben immer wieder schöne Blicke frei auf das Wilde-Kasier-Gebirge und auf Kufstein mit seiner imposanten Festung. Nach der Stiege verlief der Weiterweg konstant und recht steil, vorbei an der Zottenkapelle und dem Veitenhof, unserem ersten Ziel entgegen, der Ritzaualm (1200m). Nachdem wir hier auch fast unseren heutigen „Höhepunkt“ erreicht hatten, gönnten wir uns eine ausgedehnte Imbisspause am Almkreuz. Abwärts führte der Weg über die Bödenalm, den Hinterkaiserhof und die schön gelegene Antoniuskapelle, in deren Schatten wir zur Pause verweilten. Auf der Terrasse der urigen Pfandl-Alm (780m) genossen wir eine ausgedehnte Kaffee-Kuchen-Eis-Pause, bevor wir den letzten Teil des Anstieges antraten, der sich als imposant und spektakulär herausstellte.
Von unserem sog. Nordalpenweg bogen wir erst einmal ab zur Tischoferhöhle (600m). Die ungefähr 40 m lange und am Eingang etwa 20 m breite und 8,5 m hohe Höhle wurde in der Steinzeit von Tieren genutzt, wie ausgegrabene Knochenreste belegen. 2025 wurde bekannt, dass man bei Ausgrabungen mehrere Feuerstein-Artefakte entdeckt habe, die möglicherweise 100.000 Jahre alt sind. Von hier aus stiegen wir weiter ab zum Kaiserbach und ein spektakulärer, mit einem Stahlgeländer gesicherter Steig, führte uns auf der anderen Seite wieder auf die Anhöhe, auf der der letzte Teil des Abstiegs begann, der uns wieder zur Bushaltestelle brachte.
Nun begann der eher unschöne Teil: Nachdem wir 20 Minuten auf unseren Bus gewartet hatten, fuhr ein für 7 Personen ausgelegter Kleinbus vor, denn, wie uns der Busfahrer erläuterte, fahren am Sonntag Nachmittag keine normalen Busse diese Strecke. Also nahm ein teil unserer Gruppe diesen Bus, und der andere Teil telefonierte sich ein Großraumtaxi herbei und dieses schaffte es sogar, 2 Minuten vor Abfahrt unseres Zuges, am Bahnhof zu sein und so war bei allen die Freude groß. Leider nicht bei allen, 2 Personen schafften es nicht in den pünktlich abfahrenden Zug und mußten in einem Café am Inn, bei einem Drink, auf den nächsten Zug warten, auch nicht schlecht. Bis Rosenheim verlief die Heimfahrt bequem sitzend. In Rosenheim mußten wir umsteigen in einen Zug, der bei Einfahrt bereits recht voll war und jetzt übervoll wurde und so mußten die meisten von uns bis München-Ostbahnhof im Gang stehen. „Eine Zugfahrt die ist lustig, eine Zugfahrt die ist schön…“, na ja!!
Einig waren wir uns darin, dass dies zwar ein langer, aber sehr schöner und abwechslungsreicher Tourentag war.








Das Köglhörndl (1645m) ist ein sehr schöner Aussichtsberg oberhalb Kufsteins mit tollem Blick auf das Inntal, Kaiser & Co und diese Tour war für die meisten von uns eine Erstbegehung. Die Tour begann am Parkplatz hinter der Pfarrkirche St. Nikolaus in Hinterthiersee, 850m. Vom Parkplatz aus überquerten wir die Hinterthierseestraße und folgten den Hinweisschildern unserem ersten Etappenziel entgegen, der Köglalm, 1360m. Über den sog. Modaiboden stiegen wir durch Wald und über Hangwiesen zur schön gelegenen Köglalpe und pausierten am Köglalmkreuz. Hier trennte sich die große Gruppe, 15 Personen, in die Gipfelgruppe und die Forststraßengruppe, die direkt zum Höhlensteinhaus wanderte, mit kurzem Abstecher in eine der vielen Höhlen in dieser Gegend.
Die Gipfelgruppe stieg nun, steiler, durch einen Bergwald hinauf zum Gipfelkreuz des Köglhörndl, 1645m, und genoss die wunderbare Aussicht runter ins Inntal und rüber in den Kaiser und weiter bis…. Überrascht wurden wir dann noch durch den „Besuch“ von Carmen und Josef, die mit den MTB’s direkt von zuhause angefahren waren und vom Höhlensteinhaus auf den Gipfel per pedes kamen. Gemeinsam absolvierten wir den Abstieg, der zuerst aus einer latschenbewachsenen Gratwanderung bestand und dann auf einem steilen bewaldeten Hang abwärts zur Einkehr im Höhlensteinhaus, 1233m, führte.
Dieses wunderbar gelegene Haus lohnt wirklich einen Besuch, schmuckvolle Küche, reiche Kuchenauswahl, Sonnenterrasse, freundliche Bedienung. Also genossen wir hier eine ausgiebige Pause und erforschten die direkte Umgebung, bevor wir uns auf den Heimweg machten. Dieser führte über den Weg Höhlenstein und die Kohlstüblstraße zur Kapelle in Breitenau, 1000m, und weiter durch einen Wald hinunter zum Parkplatz in Hinterthiersee.
Nach kurzer Tankpause in Vorderthiersee fuhren wir zügig über die Autobahn gen Heimat, ein wunderbarere Tourentag lag hinter uns.






Obwohl wir bereits um 7 Uhr losgefahren sind, waren dennoch bereits mehrere Parkplätze am Kesselberg bzw. Urfeld belegt, aber es gibt ja zum Glück viele. Vom Sattel stiegen wir auf dem Normalweg dem Gipfel entgegen und was sehr angenehm war, dass der Aufstieg größtenteils durch den, noch, kühlen Wald verlief. Für die meisten von uns lag der letzte Jochberg-Besuch bereits mehrere Jahre zurück und so waren wir alle von dem Gipfelausblick, 1565m, fasziniert: Berge, Gipfel, Wälder, Seen – wunderbar. Da wir der Jochberg-Alm noch einen Besuch abstatten wollten, brachen wir die Gipfelpause schon bald ab um 20 Minuten später in der bewirtschaftete Alm einzukehren und Kaltgetränke und, nicht so leckeren, Kaiserschmarrn zu verköstigen. Nach Speis und Trank zog es uns ins kühle Nass, also stiegen wir den steilen Bergsteig hinab zum Walchensee, 802m, und genossen das Fußbad im kühlen See, eine Person nahm sogar ein Ganzkörperbad. So wieder energetisch aufgeladen erreichten wir in ca. 30 Minuten die Kesselbergstraße, wo uns kurze Zeit später Peter und ein Gastteilnehmer mit ihren Autos beglückten, sie waren bereits „vorgelaufen“, was für ein Service. Da es der frühe Nachmittag zuließ, kehrten wir noch einmal ein, im Klosterbräu in Schlehdorf, bevor wir dann endgültig die Heimfahrt antraten.






Vom idyllischen Wanderer-Parkplatz Kalkofen bei Bergen (gleich nach der Maxhütte) tauchen wir um 08.50 h ein in den Bergwald auf unseren schattigen Aufstiegsweg zum Hochfelln, 1.674 m. Zunächst auf einem Kiesweg und dann auf einem Steig gegenüber dem steil aufragenden Gschwendkopf kommen wir geschützt vor der Sonne und Temperaturen über 20 Grad gut voran. Die Steigung ist moderat und so erreichen wir nach eineinhalb Stunden die Bachschmiedkaser- und Bründlingalm mit ihren saftig grünen Wiesen samt Kühen.
Wir haben einen tollen Blick ins Alpenvorland, insbesondere zum Chiemsee mit zahlreichen Segelschiffen. Vor uns baut sich die felsige Tröpflwand auf und links davon ist in einer Scharte die Seilbahn-Bergstation. Wir können die Wanderer auf Serpentinen nach oben gut erkennen.
Die erste Hälfte unseres Aufstiegs ist geschafft. Nach einer Pause am Fuße des Bründlingsköpfls, 1.213 m, spendet uns ein kleiner Waldsteig mit linksseitigen Sicherungsseilen zunächst nochmal Schatten, bevor wir den Sonnenstrahlen nahezu ungeschützt ausgesetzt sind. Nach 800 erklommenen Höhenmetern ist der Steig mitunter steiler mit Stufen, größeren Steinen aber auch Geröll. Wir legen öfters eine Trinkpause ein und bestaunen die vollen Seilbahn-Kabinen über unseren Köpfen. Nach gut dreieinhalb Stunden erreichen wir die Tiborkapelle am Hochfelln. Von dort ist es nicht mehr weit zum Gipfelkreuz mit Goldglanz, vor dem wir natürlich für ein Foto posieren. Wir haben eine tolle Fernsicht in die Zentralalpen und ins Voralpenland.
Am Hochfellnhaus stärken wir uns mit Getränken und kleinen Speisen. Ein paar von uns fahren mit der Seilbahn zur Mittelstation und gehen danach für eine Abschluss-Einkehr zur Bachschmiedkaser-Alm. Die meisten steigen über den Aufstiegsweg ab. Nach etwa 180 Höhenmetern treffen wir auf dem Steig auf eine sitzende, zuvor gestürzte, voll ansprechbare Wanderin und ihre Begleiter mit Hunden. Ihr Fuß hat eine abnorme Stellung, was auf eine Fraktur hindeutet. Wir bieten unsere Hilfe an, die dankend zurückgewiesen wird, weil die Bergwacht schon verständigt ist. Wir setzen unseren Abstieg fort. Auf den Bründlingalmen kommt uns ein Bergwacht-Auto entgegen, dessen Besatzung anscheinend eine Trage zum Unfallort bringt.
Drei unserer Mitgeherinnen erklimmen noch das Bründlingsköpfl bevor wir uns mit den SeilbahnerInnen beim Bachschmiedkaser zur Schluss-Einkehr treffen.
Während wir unsere Bestellungen aufgeben fliegt ein gelber Rettungshubschrauber zur Unfallstelle und setzt mit der Winde zwei Bergretter ab, danach verschwindet er wieder. Nach zwanzig Minuten kommt er wieder und nimmt mit der Seilwinde die Verletzte in einer Alu-Trage und einen Bergretter auf, um sie ins nächste Krankenhaus zu fliegen.
Nach der Einkehr (Schorle und Kuchen je 3,50 €!!) begeben wir uns zu Fuß bzw. per Seilbahn hinab zu unseren Autos und kommen gottseidank unverletzt dort an. Beim Heimfahren haben wir kleinere Staus auf der Salzburger Autobahn, kommen aber dennoch zeitnah nach Hause.
Die Tour mit über 1.000 Höhenmetern war ein schönes Naturerlebnis sowie ein gutes Körpertraining und soziale Wellness für den Geist.
Bericht von Peter







































