Tourenberichte

Nach 3,5 Stunden Anfahrt erreichten wir, 9 Personen, den Parkplatz im wunderschönen Dorfertal im Nationalpark Hohe Tauern. Auf gut markiertem Weg wanderten wir oberhalb der Daberklamm unserem Quartier entgegen, dem Kalser Tauernhaus, 1755m. Immer wieder wurden uns Blicke in die Klamm und deren tosende Fluten und bis ans Ende des Dorfertals auf eine Felspyramide in der Ferne gewährt, die den Aufstieg in eine abwechslungs- und eindrucksreiche Angelegenheit verwandelten. Drei kleine Bettenzimmer wurden uns zugewiesen und nachdem wir uns eingerichtet hatten, begaben wir uns noch auf einen Ausgeher zu dem nahegelegenen Laperwitzklamm-Wasserfall, den wir auf nicht markiertem Steig erreichten und dessen Wucht uns in Erstaunen versetzte. Überrascht stellten wir beim Abendessen fest, dass nur wenige Gäste das Haus „bevölkerten“, was sich auch in den nächsten Tagen nicht änderte, uns aber auch nicht traurig machte.
Der 2. Tag „bescherte“ uns den längsten Tourentag mit 16,5 km, 8 Stunden, 920 Hm und 26500 Schritten. Unser erstes Etappenziel war, nach ca. einer Stunde, der Dorfer See, 1950m, an dessen Ufer wir uns eine Pause gönnten. Weiter ging es bis auf 2200 Meter, Im Grund, dem Talkessel und ab hier auf steinigem Serpentinensteig hinauf zum Gipfel des Kalser Tauern, 2516m, auch der Übergang ins andere Tal mit Blick auf die Rudolfshütte und deren Skizirkus, im Winter. Einige von uns stiegen noch ein wenig höher zur Medelzlacke, 2585m, einem kleinen Teich. Nach einer ausgiebigen Panoramapause am Gipfelkreuz des Kalser Tauern und Austausch über die Touren, die einige bereits von hier oben unternommen hatten, stiegen wir entlang der Aufstiegsroute wieder bergab und am See genossen einige ein kühles Fußbad, eine Person ein erfrischendes Ganzkörperbad. Alle waren wir froh, wieder am Tauernhaus zu sein und genossen auf der Terrasse erst einmal ein zischendes Kaltgetränk, bevor sie in die Zimmer verschwanden.
7DC253B0-7098-47CD-B8DD-D583EDAE6CA1_1_105_c.jpegDA50A28C-43CB-4339-AC48-28BFC0874B89_1_105_c.jpegFC0E1853-365B-4667-B1DE-C50E459E5BE5_1_105_c.jpeg531E3C25-2B26-406C-9B6B-D94A6B98507F_1_105_c.jpeg9D66AB3F-EEFE-426F-B469-577C35758172_1_105_c.jpegF7233280-1F79-4347-AD6B-DE8CEA3B58FA_1_105_c.jpegE83F6722-7909-42A6-9459-DBF53CA6F188_1_105_c.jpeg84D47C74-F804-4298-8AE3-E97754EA9546_1_105_c.jpeg8D73B091-3A34-4683-AC24-A5169BEC3CC0_1_105_c.jpeg
/ Tourenbericht
Vollaufgelöste Bilder laden
Verfügbar bis 06.09.2026

Der heutige, 3. Tag, wird uns auf den Gipfel des Spinewitrol bringen. Hierzu steigen wir den Silesia Höhenweg, der direkt hinter dem Haus beginnt, in kurzen Serpentinen 300 Hm hinauf, durch schütteren Bergwald und vorbei an dem imposanten Stotzbachfall mit seiner Aussichtsplattform und erreichen nach einer Stunde eine Hochebene, die zum ersten Mal den Blick freigibt auf den „gegenüberliegenden“ Großglockner, 3787m. Nach kurzer Pause geht es weiter hinauf auf den Gipfel, 2483m, der als besonderer Naturkraftplatz gilt und ein alte Kultstätte war mit seinem markanten Gipfelkreuz, das Erde und Himmel, Vergangenheit und Gegenwart verbindet. Hier genießen wir die fantastische Rundumsicht, bevor wir wieder ins Tal absteigen, aber nicht ohne einen Zwischenstopp an einem Bach mit kühlendem Nass, denn auch heute „plagt“ uns die hohe Temperatur.
Der Abstieg heute erfolgte im ersten Drittel über den Aufstiegsweg wieder durchs Dorfertal, bis zur östlichen Abzweigung Richtung Moaalm. Ein steiler Steig, genannt Stiege, brachte uns über hölzerne Treppenstufen und teils schmalem seilgesicherten Steig hinauf auf ca.1800 Meter zur Teerstraße und zur nicht mehr bewirtschafteten Moaalm, mit schönem Blick auf den Gipfel des Bretterboden, 2343m. Auf steilem Waldsteig ging es dann weiter begab zum Parkplatz. Von hier aus wollten wir zwei weitere alte Kultstätten besuchen und folgten dem Wegweiser des Kalser Höhenrundwegs hinauf zur Felsenkapelle, die auf einer Kultstätte erbaut wurde, die hier ca. 3000 v. Chr. stand,…und noch weiter hinauf führte uns der Steig zur ältesten sakralen Ruine Tirols, der Kapellenruine St. Peter, aus dem 16. Jahrhundert, erbaut auf einer ca. 6000 Jahre alten Kultstätte mit einem wunderbaren Blick über das Bergsteigerdorf Kals und das Dorfertal. Wieder im Tal angekommen strebten wir der Terrasse des Taurerwirts entgegen und genossen, Kaltgetränke, Kuchen und Eis, bevor wir die Heimfahrt entraten.
3ED0928A-439A-49A7-879F-4614AA027E71_1_105_c.jpegBCD768B5-9BB8-4D4E-AD63-F88AA2FB7310_1_105_c.jpeg
28AE59DD-B7D5-4EA2-A3B5-5FEB5C32CDBB_1_105_c.jpeg3B9DB11A-BF6F-465C-A881-E0547769779D_1_105_c.jpeg9880F708-601B-414D-8AFA-6A950FAE93BB_1_105_c.jpegC49C863B-2480-4062-B65F-C64D4501637F.jpeg4B53C907-2707-40DE-AEED-C160168160BF_1_201_a.jpegBE1ED976-5E8C-402D-A14C-F4521A76FBFF.jpeg8158AE5B-1F74-4F69-99FF-306903A0AB3C.jpeg
/ Tourenbericht

Parallel zu einer Gruppe des DAV Schwaben haben wir uns 4 Tage ins Sellrain begeben, um dort die wunderschöne Berglandschaft zu erkunden.

Mit dem Zug und Bus sind wir von München bis nach Oetz gefahren, um am späten Vormittag zu dritt in unseren ersten Tag Richtung Bielefelder Hütte zu starten. An der Hütte angekommen, haben uns einige Pferde und Esel begrüßt und auch die vierer Gruppe aus dem Stuttgarter Raum, die einen anderen Anstieg gewählt hatte, und nur knapp 5 Minuten vor uns am Ziel waren. Gemeinsam haben wir anschließen noch den Hütten Gipfel die knapp 2.400 Meter hohen Rossköpfe erklommen.

Da der nächste Tag eine durchziehende Kaltfront versprach, der Hüttenübergang von der Bielefelder und Schweinfurther Hütte technisch komplex, lang und an einigen Stellen steinschlaggefährdet ist, haben wir entschieden nach Oetz abzusteigen ein Stück mit dem Bus zu fahren und von Niederthai aus aufzusteigen. Eine gute Entscheidung da es von etwa 10 bis 14 Uhr durchgängig und kräftig regnete. Pünktlich an der Hütte angekommen hörte es auf zu regnen, sodass wir nach einer kurzen Stärkung uns noch ein Stück in das weite Kar Richtung Finstertaler Scharte aufgemacht haben, um uns bei Sonnenschein und mäßigen Wind „trocken zu laufen“.

Am dritten Tag folgt unsere Königsetappe von der Schweinfurther zu Pforzheimer Hütte. Durch einen steilen Grashang, der ab ca. 2.700 hm in ein großen Blockfeld übergegangen ist, sind wir zu einem Namenlosen Sattel auf knapp über 3.000 m aufgestiegen. Von dort aus sind wir zu unserem höchsten Punkt, dem Zwieselbacher Rosskogel mit 3.080 m, über einen einfachen Blockgrat gekraxelt und wurden bei schönstem Wetter mit einem traumhaften Rundumblick von der Zugspitze bis zum Hauptkamm belohnt. Im Abstieg haben wir an einem kleinen See dann eine wohlverdiente Pause gemacht, bei der eine Teilnehmerin sich, in den noch teilweise eisbedeckten See, zum Schwimmen gewagt hat.

Am letzten Tag haben sich die Wege von uns und der schwäbischen Gruppe getrennt. Während die Stuttgarter direkt Richtung St. Sigmund im Sellrain abgestiegen sind, haben wir noch das schöne Wetter genutzt, um über Satteljoch und Lampsenspitze Richtung Praxmar wieder in die Zivilisation abzusteigen. Unterhalb des Jochs konnten wir noch einige spielende Murmeltier Junge beobachten, auf der anderen Seite, Richtung Praxmar, haben uns erste einige Schafherden begleitet und anschließend 4 Steinadler – vermutlich ein Elternpaar mit ihren schon etwas größeren Jungen umkreist.

In Praxmar angekommen, sind wir nach einer kurzen Stärkung in den Bus Richtung Innsbruck gestiegen und anschließend mit dem Zug zurück in die Heimat.

Freitag: Anreise und Aufstieg

Kaum eine Tour hatten wir in den letzten Jahren so oft verschoben wie diese – immer wieder machten uns widrige Wetterbedingungen oder ein früher Wintereinbruch einen Strich durch die Rechnung. Auch diesmal war bis wenige Tage vorher unklar, ob das Wochenende wie geplant stattfinden konnte. Wir entschieden uns jedoch dazu, zumindest bis zur Innsbrucker Hütte aufzusteigen – ganz nach dem Motto: „Schau’n ma mal“. Ein Teilnehmer musste krankheitsbedingt kurzfristig am Vorabend absagen und der Co-Tourenleiter fiel am Anreisetag aufgrund eines Verkehrsunfalls aus (bei dem er sich zum Glück nur leicht verletzte).

So traf sich die verbleibende Gruppe am Parkplatz in Gschnitz und begann bei schwüler, drückender Hitze den Aufstieg. Nach kurzer Zeit sorgten Wolken für angenehmen Schatten, bevor nach etwa einer Stunde der Regen einsetzte. Das stellte dank passender Ausrüstung kein Problem dar. Als der Regen jedoch in Hagel überging, suchten wir kurz unter Latschen Schutz. Die nächste Herausforderung warteten in Form der Rinnen und Gräben auf uns: Sonst trocken oder nur kleine Rinnsale, hatten sie sich nun in reißende Sturzbäche verwandelt. Auch diese Hindernisse bewältigten wir sicher und erreichten pünktlich vor dem nächsten Hagelschauer die Hütte.

Samstag: Kalkwand, See und Hüttentag

Der Samstag begann mit leichtem Niederschlag und die Aussichten für den weiteren Tagesverlauf blieben durchwachsen. Wir beschlossen daher, den Aufstieg zum Habicht nicht zu riskieren und stattdessen einen ruhigeren Tag einzulegen. Als nach dem Frühstück die Sonne hervorkam, unternahmen wir eine kurze Wanderung zur Kalkwand. Nach dieser lohnenden Tour besuchten wir noch den nahegelegenen See. Eine Erfrischung im kühlen Nass war allerdings nicht möglich, da es sich um den Trinkwasserspeicher der Hütte handelt und Baden verboten ist. Den restlichen Tag machten wir es uns drinnen gemütlich, bevor am Nachmittag der angekündigte Regen einsetzte. Im Nachhinein betrachtet hätte das Wetterfenster zwar für den Gipfel gereicht, aber Sicherheit ging vor.

Sonntag: Habicht, Abstieg und Heimreise

Auch für Sonntag waren Wärmegewitter gemeldet, doch die Wetterdienste sagten zumindest für die erste Tageshälfte stabile Verhältnisse voraus. Nach einem frühen Frühstück packten wir unsere Sachen und brachen auf. Im unteren Drittel bewegten wir uns durch grobes Blockgelände, bevor der spannendste Teil begann: Leichte Kletterei im I. bis II. Schwierigkeitsgrad mit griffigem Fels, streckenweise mit Stahlseilen versichert. Wir kamen zügig voran und erreichten bereits nach 2:45 Stunden das Gipfelkreuz auf 3.277 m Höhe. Nach einer kurzen Rast im kühlen Wind machten wir uns an den Abstieg. Punkt fünf Stunden nach dem Aufbruch standen wir wieder an der Hütte. Nach einer ausgiebigen Mittagspause und zugleich unserer Abschlusseinkehr traten wir den langen Weg zurück ins Tal an. Die Autos erreichten wir trocken – wenn auch knapp, denn die nächste Gewitterfront zog bereits auf.

Insgesamt war es ein gelungenes Hüttenwochenende. Das Highlight bildete die Besteigung des Habichts – für die meisten Teilnehmer der erste Dreitausender. Eine eindrucksvolle, wenngleich durchaus herausfordernde Unternehmung. Aber auch abseits der Gipfel ist die Innsbrucker Hütte jederzeit einen Besuch wert.

/ Tourenbericht
Test
/ Tourenbericht

Die Wettervorhersage für Innsbruck, Regen und Gewitter, zwang uns zu einer Tourenzielverschiebung, und zwar zu einem Ziel, das für einige eine Erstbegehung bedeutete und für die meisten ein Bergziel, das schon lange nicht mehr erreicht wurde: Der Leonhardstein (1452m), auch „Leonhardistein“ genannt. Den Gipfel konnten wir schon am P-Am Kirchberg in Kreuth durch seine markante Form erkennen, ein Felszacken im Bergwald. Der Zustieg von Kreuth zog durch den Bergwald auf meist schattigen, moderat steigenden Pfaden, vorbei an Farnfeldern und felsigen Naturdenkmälern. Nach ca. 1,5 Stunden erreichten wir den Einstieg in den felsigen Gipfelanstieg. In vielen Serpentinen schlängelte sich der von Felsen und Wurzeln durchsetzte Weg die Nordflanke empor. Immer wieder mußten wir auf dem, teils anspruchsvollen, Steig auch „Hand anlegen“ und Guidos mitgeführtes Halbseil tat auch manch guten Dienst, bevor wir an einer weiteren Steilstufe das Gipfelkreuz sahen. Nach einer letzten schrofigen Stufe stiegen wir durch eine Rinne in eine Einsattelung des Gipfelaufbaus und kraxelten über einen Absatz zum metallenen Kreuz des Leonhardisteins empor. Die fantastische Aussicht bei leicht bewölktem Himmel war ein schöner Lohn für den schweißtreibenden Anstieg, den viele „so lang“ gar nicht mehr in Erinnerung hatten. Nach einer ausgiebigen Gipfelrast begannen wir, vorsichtig und hochkonzentriert, den Abstieg entlang der Aufstiegsroute und absolvierten die Abschlusseinkehr im Götzfried in Kreuth. Kein Regen, kein Gewitter, moderate Temperaturen, eine schöne anspruchsvolle Tour mit einem aussichtsreichen Gipfel: Ein gelungener Tourentag.

/ Tourenbericht

Wolfsschlucht & Schildenstein, 1.613 m, sind immer ein Wander-Highlight, auch wenn es der Wettergott am Samstag, 11.07.26, sehr warm mit uns meint.

Vom Parkplatz Siebenhütten bei Kreuth  starten wir um 08.30 h zu zehnt bei blauem Himmel und viel Sonnenschein.

Von der Forststraße neben der Hofbauerweißach mit ihren Gumpen sehen wir die Blauberge einschließlich der Halserspitz. Unser Zielberg versteckt sich noch.

Ab der der Alm Königshütte folgen wir dem Weg entlang der Felsweißach, der uns zur Wolfs-Schlucht bringt. Bei der leichten Steigung kommen wir schnell voran bis zum Wasserfall in der Schlucht.

Ab da geht’s steiler nach oben und drei Seilsicherungen helfen uns beim Steigen. Der südseitige Aufstieg mit viel Sonnenkraft auf felsigem Untergrund bringt uns ordentlich ins Schwitzen. Wir sind für jeden Schatten dankbar, den wir mitunter für kurze Rasten und zum Trinken nutzen. Auch erfreuen wir uns in den statischen Momenten mit eindrucksvollen Blicken ins Tal, die bis zum Tegernsee reichen.

Vom oberen Ende der Wolfsschlucht brauchen wir eine gute halbe Stunde bis auf den Schildenstein-Gipfel, den wir um 12 Uhr erreichen.

Dort genießen wir ausgiebig den tollen Rundumblick und unsere Brotzeit.                                                                                    

Danach setzen wir unsere Rund-Tour fort und steigen zur Königsalm ab. Bei einer Einkehr erfrischen wir uns mit kühlen Getränken.

Vorbei an der Geißalm steigen wir im schattigen Bergwald zu unseren Autos ab. Bevor wir einsteigen gönnen wir uns ein kühles Fußbad in der Weißach.

Eine Einkehr ohne Kuchen kommt nicht in Frage, sodass wir unsere Tour auf der Terrasse des Gasthauses Göttfried in Kreuth Revue passieren lassen und uns dabei auch Kaffee und Gebackenes schmecken lassen.

Fröhlich und vielleicht ein bißchen ausgelaugt fahren wir heim und freuen uns aufs nächste Bergabenteuer. 

/ Tourenbericht

Nachdem unsere geplante Hüttentour zur Senneshütte durch die Absage der Hütte zur Hoteltour am Furkelpass (1745m) wurde, mussten auch die Mountainbiker umplanen, was durchaus anspruchsvoll war zum einen wegen der wenigen Tourenmöglickeiten direkt vom Hotel aus und zum anderen wegen der eingeschränkten Radtransportmöglichkeiten bedingt durch Absagen von Teilnehmern. Dafür machte das Wetter keine Sorgen – ideales Radlwetter: sonnig und nicht zu heiß.

Und als weiteres Positivum: wir radelten abwechslungsreich an einem Tag am topographisch milderen Kronplatz und am anderen Tag in den schroffen Dolomiten der Fanesgruppe bei der „Großen Fanesrunde“, einem MB-Tourenhighlight, das jeder engagierte MBler einmal in seinem Leben gefahren sein sollte, wie kolportiert wird, übrigens vorbei an der ursprünglich zur Übernachtung vorgesehenen Senneshütte.

Aber im einzelnen:

Ankunftstag: Nachdem wir uns alle um 11.30h am Hotel getroffen hatten, radelten wir (Josef und ich) in 50 Minuten mit unseren E-Bikes auf guter Forststraße die 520hm entspannt hoch auf den Kronplatz, um uns mit den Wanderern zu treffen und zusammen einzukehren.

Erster Tag: Nachdem der Kronplatz normalerweise nur von einer Masse an Downhillern besucht wird, die sich mit den Bergbahnen hochziehen lassen und dann auf den künstlich angelegten Trails zu Tale rauschen, fuhren wir, jetzt zu dritt, nachdem Barbara ihr Leihbike in Empfang genommen hatte, auf meist moderaten Forststraßen die 1300hm in einem Zug von Reisach (953m) nochmal von der anderen Seite hoch zum Kronplatz (2273m) –  mit E-Bikes kein Problem. Bis wir in den Einzugsbereich der Trails kamen, waren wir vollständig allein in der Natur und konnten die mit jedem Höhenmeter bessere Sicht auf das Pustertal und den Alpenhauptkamm genießen. Nur zweimal hatten wir kurz Kontakt mit den in ihren „Ritterrüstungen“ für uns futuristisch aussehenden Downhillern, der aber glimpflich verlief. Oben kehrten wir in dem uns vom Vortag bekannten Lokal wieder ein und genossen die heute noch bessere Sicht. Nachdem wir vor der Auffahrt von Reisach aus noch den Kronplatz hatten umrunden können, kamen bis zum Ende der Tour 1476hm und 38km zusammen.

Zweiter Tag: Heute war das Szenario ganz anders als am Vortag. Bizarre Dolomitenfelsen als Umgebung und ruppige, z.T. steilste Pisten für die Radler. Zuerst ging es von Pederü (1548m), wohin wir mit dem heute uns Radlern zur Verfügung stehenden Auto, das Räder transportierte, fuhren, neben einer Masse Wanderer und anderer Radler hinauf zur Faneshütte (2060m). Auf dem folgenden sehr steinigen Stück zum Limojoch (2174m) waren es schon etwas weniger Menschen. Hier begann nun eine über 10km lange Abfahrt auf durchgehend steiniger Piste durch das wunderschöne Fanestal bis nach S.Uberto(1449m), wo der zweite Anstieg durch das Salatatal begann, wieder in beeindruckender Dolomitenkulisse. Weiter gings erstmal auf einer Asphaltstraße bis zur Rif. Sta Stua(1668m), einem Ausflugsziel zahlreicher Wanderer, wo wir kurz noch eine Erholungspause einlegten vor der Schlüsselstelle der Tour: Eine Stufe von 200hm war zu bewältigen mit ca. 20 Prozent Steigung auf teilweise wieder steinigem Untergrund. Glücklich erreichten wir nach über 4 Stunden Fahrt die Senneshütte (2116m), wo wir uns auf der Hüttenterrasse stärkten. Die Erwartung, dass damit die Anstrengungen vorüber seien, da wir ja nur noch nach Pederü abfahren mussten, erwies sich als trügerisch. Die Abfahrtsstrecke auf einer ultrasteilen (mehr als 20 Prozent) alten Militärstrasse über enge Kehren erforderte nochmal höchste Konzentration. Glücklich über den tollen Tag und froh, dass alle heil wieder zurück waren, erreichten wir Pederü nach zurückgelegten 1450hm Anstieg und 34km Strecke.

Abfahrtstag: Nachdem mir die Logistik bislang schon einige Gedanken bereitet hatte, beschloss ich, dass wir am Abfahrtstag keine MB-Tour mehr machen und uns stattdessen der Wandergruppe anschließen sollten, was sich als richtig erwies, da für die Heimfahrt der Rücktransport eines Radls bei zwei zur Verfügung stehenden Autos und 8 Personen schon genug Schwierigkeiten auslöste, weil er bedeutete, dass in einem Auto 5 Personen fahren mussten…….

/ Tourenbericht

Pünktlich um 7 Uhr begann die Anreise nach Südtirol und zu unserem Hotel „Ju Furcia“ auf der Furkelpasshöhe, 1750m. Nachdem uns die Senneshütte 10 Tage vor unserer Anreise wegen eines Buchungsfehlers ihrerseits abgesagt hatte, waren wir glücklich mit dem Hotel und sehr zufrieden, besonders da der Preis ähnlich war wie auf der Hütte im Mehrbettzimmer. Die Nachmittagstour war dem Kronplatz „gewidmet“ und direkt hinter dem Hotel begann der Aufstieg und die Runde auf dem Concordia-Weg um den höchsten Punkt, 2275m, herum, der Concordia-Friedensglocke. Mit der 360-Grad-Panorama-Sicht muss man mal hier oben gewesen sein, obwohl der Wintertourismus mit seinem Bau-Unwesen und die Besucherströme viele sichtbare „Wunden“ erkennen lässt. Mit dem Ersteigen des Gipfels des Spitzhorn, 2173m, begann dann der Abstieg ins Hotel, wo auf einige von uns bereits die Sauna oder das Dampfbad wartete. Ein schmackhaftes Abendessen und eine gemütliche Sitzrunde schlossen den schönen Tag ab.

Unser heutiges Ziel war das Herz des Fanes Naturparks und UNESCO-Weltnaturerbe und es begann mit der Abfahrt zum Wanderparkplatz in St. Vigil, 1200m. Von hier brachte uns der kostenlose (Dank Gästekarte) Wanderbus zu unserem Ausgangspunkt im Fanestal, dem Berggasthof Pederü, 1548m. Auf dem Wandersteig stapften wir, vorbei an imposanten, zerklüfteten Bergriesen und riesigen Karen hinauf zum Grünsee und der Faneshütte, 2060m. Es sollte aber auch heute noch ein Gipfel drin sein und so stiegen wir weiter hinauf über das Limojoch zum Limosee, an dem der Anstieg zu den Limospitzen begann. Wir kamen ihnen nahe bis auf 2340m und genossen dort oben auf einer herrlichen Edelweißwiese eine wohlverdiente Mittagspause. Der Abstieg verlief entlang der Aufstiegsspur und die Abschlußeinkehr gönnten wir uns auf der Terrasse des Pederü-Gasthofes. Mit Bus und Auto ging’s wieder hinauf zum Hotel auf den Furkelpass und es bleib noch ausreichend Zeit für Wellness, bevor wir uns wieder einfanden zum leckeren Abendessen. 

Heute stand eine große Dolomiten-Bergtour an, die uns auf den Gipfel des Piz de Peres, 2507m führen sollte.

Die Rundtour begann direkt gegenüber unseres Hotels, verlief ein gutes Stück durch schattigen Wald und führte uns dann in moderaten Serpentinen ein gerölliges Kar hinauf in die Dreifingerscharte, 2330m. Nach einer Trinkpause absolvierten wir auch den letzten Wiesenhang, der uns zum Gipfelkreuz, 2507m, führte, vorbei an einzelne Edelweiß. Eine wunderbare Rundumsicht erfreute uns, auf Kronplatz, Marmolata und viele weitere Bergzüge. Der Abstieg erfolgte auf steilem Steig über Schrofengelände, schottrige Felsstufen und um imposante Felstürme herum und verlangte große Konzentration, Trittsicherheit und immer wieder auch die Zuhilfenahme unserer Hände. Ein kurzes Stück verlief auch dieser Steig durch den Wald bis wir dann Einkehr fanden in der Ücia Picio Pré (Kleine-Wiese-Hütte), in der wir uns von der anspruchsvollen Tour „erholten“. 

Da ja heute noch die Rückfahrt anstand und uns nach der gestrigen Supertour der Sinn eher nicht nach einer kleinen Berg-Ausgehtour stand, fiel unsere Tourenwahl heute auf den Pyramidenweg und die Besichtigung der beeindruckenden Erdpyramiden. Hierzu fuhren wir zum P-Oberwielenbach, 1360m, oberhalb von Percha. Dieser schöne Waldpfad führte uns im Auf und Ab zu den Erdpyramiden, immer wieder auch mit Blick auf unseren gestrigen Berg und hinunter zum Gehöft nach Platten. Der Tourenabschluss fand im bekannten Pyramidencafe statt, welches mit über 20 verschiedenen Kuchen aufwartete und auch eine Auswahl von mehreren kleineren Stücken (Kuchen-Tris) zuließ, was die Schleckermäuler*innen unter uns zum Frohlocken brachte. Welch schöner Abschluss der abwechslungsreichen Tourentage.

Wie bereits die Hinfahrt, so verlief auch die Rückfahrt zügig und staulos.

/ Tourenbericht

 

In der zweiten Juniwoche 2026 überzieht die Schafskälte die Alpen mit kalten Temperaturen und viel Regen. Die Wetterprognosen wechseln ständig und lassen uns bangen, ob wir am Samstag (13.06.26) auf den Hirschhörnlkopf, 1.514 m, gehen können. Fast an ein Wunder grenzend wird zwei Tage davor optimales Wanderwetter vorhergesagt (20 Grad, trocken, bewölkt-sonnig, windig).

Zu acht steuern wir vor neun Uhr den Parkplatz in der Jachenau unterhalb der Kirche St. Nikolaus an. Entlang dem Gebirgsbach Laine gehen wir bergauf bis zu den Brunnenwiesen und erfreuen uns an dem satten Grün der Almwiesen sowie den Werdenfelser Bergen im Hintergrund. Auch die grüne Kuppe unseres Zielberges erkennen wir in der Ferne.

Eine Forststraße bringt uns vom Süden her durch den Bergwald zum Gipfelsteig mit gut 500 Höhenmetern.

In Serpentinen im steilen, dichten Bergwald und damit geschützt von der Sonne geht’s auf einem steinigen, mit Baumwurzeln gespickten Pfad nach oben. Der natürliche Hitzeschutz lässt uns etwas weniger schwitzen.

Am Ende des Waldes auf rund 1.360 m erreichen wir die Almwiesen und danach die unbewirtete Pfundalm. Wir gönnen uns dort eine Pause und marschieren danach auf dem Weg im grünen Bergteppich zum Gipfel.

Dort belohnt uns die gute Fernsicht nach allen Seiten. Walchensee, Heimgarten, Herzogstand, Jochberg, Rabenkopf, Benediktenwand und viele andere Bergspitzen sind ein wahrer Augenschmaus.

Unsere Gipfelbrotzeit schließen wir mit einem Espresso- und Ingwerelexier ab.

Auf dem Aufstiegsweg gehen wir vorbei an grasenden Kühen bei der Pfundalm zurück zu unseren Autos.

Voll der schönen Eindrücke lassen wir bei der Einkehr im Eiscafe Venetia in Lenggries unsere Tour ausklingen und freuen uns schon aufs nächste gemeinsame Bergerlebnis.

 

Bericht von Peter

 

 

/ Tourenbericht