























In, teilweise, dichter „Nebelsuppe“ fuhren wir zum Waldparkplatz-Spatenau, 770m, auf dem Samerberg und innerhalb weniger Minuten verschwand der Nebel und die Sonne machte sich breit. Na klar, „wenn Engel reisen“.
Auf dem Maximiliansweg stiegen wir aufwärts, vorbei an der Wismar-Alm, 1120m, bevor wir auf steilem, ab 1300 Hm auf geschlossener Schneedecke und teils vereisten, Serpentinensteig die Seitenalm, 1320m, streiften und auf den Bergrücken gelangten, der uns zur Hochrieshütte und auf den Gipfel der Hochries, 1568m, führte. Immer wieder ging unser Blick hinab ins Tal und auf das Nebelmeer unter uns, und um uns herum bei strahlendem Sonnenschein ein Bergpanorama, so weit das Auge reicht.
Auf der Sonnenterrasse der Hütte genossen wir eine ausgiebige Pause und beschlossen, den Abstieg über Feichteck-Sattel und Alfred-Drexel-Haus durchzuführen.
Der Abstieg erfolgte, zur Sicherheit mit angelegten Grödeln, unterhalb des Karkopf, 1496m, vorbei bis zum Alfred-Drexel-Haus, 1200m. Hier benötigten wir ein paar Minuten, um den kleinen, schmalen, Franz-Fischerweg zu finden, denn hier wird grade eine neue breite Forststraße gebaut. Dieser Serpentinensteig führte uns durch den schneefreien Wald wieder auf die untere Aufstiegsroute zum nächsten Pausenplatz an einer Alm. Zurück an den Pkw’s bestand die nächste Herausforderung darin, ein Café für unsere Abschlusseinkehr zu finden , denn die meisten Lokalitäten in der Umgebung waren heute geschlossen. Aber Helga wurde fündig, in dem wunderschönen, historischen Ort Neubeuern, 1981 zum schönsten Dorf Deutschlands gewählt, machte sie das Café „klein und fein“ ausfindig, in dem wir dann in gemütlicher Atmosphäre sehr große und schmackhafte Kuchenstücke verputzten. Sehr zufrieden traten wir dann die Heimfahrt an.








Nach einigem Hin und Her bezüglich des Ziels und des Tourentages (die Wettervorhersagen machten es schwer), fanden sich dann doch am Samstag Morgen 9 Personen am P-Sachrang, 800m, im Chiemgau ein um den Spitzstein zu „bezwingen“. Das Wetter zeigte sich besser als die Vorhersage: Kein Niederschlag, sonnig-bewölkt. Schon am Parkplatz zogen wir die Grödel auf, denn der Steig entlang der Prien war teilweise eisig. Die Gehöfte von Mitterleiten, 850m, links liegen lassend führte unser Steig durch winterlichen Bergwald und über schneeige Wiesenhänge, bis 50cm Pulverschnee, unserem ersten Etappenziel entgegen, dem Spitzsteinhaus, 1252m. Zugute kam uns hierbei eine gute, festgetretene Aufstiegsspur und so entschieden wir am Haus, den Aufstieg zum Spitzsteingipfel zu versuchen. Der Versuch war erfolgreich und so genossen wir am Gipfel, 1597m, eine schöne winterliche Aussicht ins Inntal und hinüber in den Zahmen und Wilden Kaiser. Lange hielten wir es hier oben jedoch nicht aus, denn ein kalter Wind trieb uns schnell wieder talwärts. Immer wieder legten wir Aussichtspausen ein, denn die sich, durch Wolken und Licht, immer wieder verändernde Aussicht war einfach schön anzusehen. Im warmen und gemütlichen Spitzsteinhaus gönnten wir uns eine ausgedehnte Pause, bevor wir zügig wieder ins Tal abstiegen. Ein, eher unerwartet, schöner Bergtag lag hinter uns und so fuhren wir alle sehr zufrieden wieder gen Heimat.






Mit zwei Autos fahren wir zu neunt bei grauem Himmel und eisigen Temperaturen zum Parkplatz nach Scharling (760 m), der pro Pkw zwischenzeitlich für 24 Stunden stolze 8 € kostet und wie in dieser Preisklasse üblich aber kein WC hat.
Das trübt aber nicht unsere Stimmung und Vorfreude für die Wanderung auf den Hirschberg, 1.670 n. Vor Ort hat die Sonne die Oberhand am blauen Himmel und beleuchtet den schneebedeckten Kratzer, 1.545 m (Hirschberg-Vorgipfel).
Bei minus 5 Grad wandern wir auf der leicht schneebedeckten Forststraße inmitten des imposanten „weißen“ Winterwaldes nach oben. Der Anstieg ist moderat und bleibt es auch bis zu unserem Ziel. 120 HM unterhalb der Hirschlacke nehmen wir den Steig, auf dem etwas mehr weiße Pracht liegt, aber dennoch gut zu begehen ist.
Von der Materiallift-Basis des Hirschberghauses bringt uns ein von Vorgängern gespurter Steig im Zickzack zum geschlossenen Hirschberghaus. Den unberührten Wintersteig mit ca. 20 cm Schnee zum Kratzer lassen wir aus.
Auf der Terrasse des Hirschberghauses gönnen wir uns eine Sonnenpause und genießen dabei die umliegenden Berge mit ihren weißen Mützen und tiefhängenden Wolken.
Auf einem Schild der Berggaststätte lesen wir, dass es im Frühjahr 2026 nach längerem Umbau wieder geöffnet wird.
Nach einer kleinen Stärkung machen wir uns zum Hirschberg auf, den wir stets vor Augen haben.
Um 12 h erreichen wir den Gipfel und vermissen bei gefühlten minus 9 Grad den Probealarm der Feuerwehren im Tal. Etwas später ertönt er doch noch, vielleicht musste sich die Sirene erst warm laufen.
Nach Gipfelbrotzeit und -foto steigen wir auf dem Weg ab, auf dem wir gekommen sind.
Dabei begeistert uns permanent die Winterlandschaft, flankiert von den unterschiedlichen Blautönen des Himmels.
Vom Parkplatz aus steuern wir mit Kuchen-Augen unser Stamm-Lokal in Kreuth, den Göttfried, an. Leider hat es Betriebsurlaub. Schräg gegenüber erspähen wir das kleine aber feine Cafe Bergblick. Wir nehmen von Nachbarn-Tischen Stühle weg und stellen zwei Tische aneinander, damit wir zusammen sitzen können. Die freundliche Besitzerin kredenzt uns warme und kalte Getränke sowie leckere hausgemachte Kuchen und deftige Kartoffelsuppe zu vernünftigen Preisen.
Damit lassen wir unsere sonnig-frostige Winter-Wanderung ausklingen und fahren froh gelaunt heim.
Bericht von Peter





















Das ursprüngliche Ziel, den Scheinbergspitz in den Ammergauer Alpen, am Samstag.11.10.25, verschieben wir wegen regen-aufgeweichter Steige auf den Nachbarberg, den Brunnenkopf, 1.718 m.
Zu siebt fahren wir morgens in zwei Autos in tristem Grau auf der Garmischer Autobahn in Richtung Süden. Ab dem Ettaler Sattel reißen die Wolken auf, die Sonne mit blauem Himmel kommt zum Vorschein und es wird warm (als hätten wir es so bestellt).
Vom Parkplatz am Schloss Linderhof gehen wir auf der moderat ansteigenden Forststraße hinauf zur Brunnenkopfhütte, 1.602 m. Anfangs begleitet uns der Dreisäuler-Bach, der ruhig dahinplätschert. Der Herbst hat das Blätterkleid der Laubbäume schon gelb-braun eingefärbt, ein schöner Kontrast zu den grünen Nadelbäumen. Gegenüber sehen wir die südlichen Ammergauer Berge wie Notkarspitze, Kreuzspitze, Geierköpfe u.a.
Der trockene, breite Weg ohne Stolperfallen lädt zum Nebeneinander-Gehen und Ratschen ein, auch wenn wir öfters von jungen Bergfexen überholt werden. Trotzdem erreichen wir in knapp eindreiviertel Stunden die Brunnenkopf-Hütte.
Ein Wolken-Watte-Meer liegt sowohl über dem Graswang- als auch über dem Tal in Richtung Unterammergau.
Nach kurzer Rast steigen wir auf dem leicht rutschigen Steig in gut 15 Minuten zum Gipfel auf, der auf den letzten Metern seilversichert ist. Die Große und Kleine Klammspitz erstrahlt in hellem Licht. Auch die Bergstation der Zugspitze entdecken wir oberhalb der Ammergauer Bergspitzen, ein wahrlich schönes Panorama. Wir verweilen wegen des großen Andranges nur kurz dort und machen auf dem grasigen Teil des Gipfelrückens eine ausgiebige Mittags- und Sonnenpause mit erfrischendem Ingwergetränk.
Danach steigen wir zur Brunnenkopfhütte ab. Dort gönnen wir uns große Portionen mit sauguadem Kaiserschmarrn und leckerem Kuchen.
Eigentlich wollen wir über den Kohlbachsteig vorbei an der Martinswand absteigen, aber sowohl der Hüttenwirt als auch ein junger Wanderer, der den Steig hochgegangen ist, raten davon ab. Der Waldpfad ist recht schmierig und rutschig.
Also geht’s auf dem Forstweg zurück zu unseren Autos. Die Sonne hat zwischenzeitlich den Wolken wieder den Vortritt gelassen. Sie hausen den Bergwald ein und es wird kühler. Die Abschluss-Einkehr auf der Terrasse des Cafe Komm in Ettal fällt damit flach.
Aber wir haben eine sehr gute Alternative im Eis-Cafe „Energy Lab“ in Farchant. Mit feinen Kaffee- und Kuchenspezialitäten lassen wir den Wandertag ausklingen, der viel Augen- und Gaumenschmaus, nette Gespräche sowie knapp 800 HM im Auf- und Abstieg beinhaltete.




















