Karlsbader Hütte: 3. & 4. Tag

Auch am 3. Tag war es noch kalt, 4 Grad, und der Wind blies immer noch stark, aber die Wettervorhersage „versprach“ sonnige Auflockerung und so machten wir uns frohen Mutes auf in Richtung bewirtschafteter Kerschbaumer Alm, 1902m. Hierzu stiegen wir von der Hütte 50 Meter ab um dann wieder zum Kerschbaumertörl, 2285m, aufzusteigen. Mittlerweile wärmte uns auch ein wenig die Sonne und so entschieden wir uns nach einer kurzen Pause, die Kleine Gamswiesenspitze, 2429m, zu erklimmen, wobei „erklimmen“ den Anstieg trefflich beschreibt, denn wir mußten mehrere kurze drahtseilgesicherte Felspassagen durchklettern, ca. 40 hölzerne „Himmels“-stufen ersteigen, bis wir vor einem Klettersteigkamin, C, unseren Aufstieg beendeten, ca. 5 Höhenmeter unterhalb des Gipfels. Hier gönnten wir uns eine Pause und genossen, wieder bei Sonnenschein, die Fernsicht. Der Abstieg erfolgte entlang der Aufstiegsspur zurück zum Törl. Da uns diese Exkursion mehr Zeit „gekostet“ hatte als geplant, änderten wir unsere Tagesplanung und querten direkt hinüber zum Zochenpass, 2260m. Hier fanden wir ein windstilles Plätzchen unter wärmender Sonne und so entschieden wir uns hier für eine ausgiebige Pause und nicht noch weiter abzusteigen zur Kerschbaumer Alm. Der Blick war frei hinab ins Lesachtal und hinüber in die Südtiroler Bergwelt. Der Rückweg zur Hütte erfolgte wieder über die Aufstiegsroute.

Die Vormittags-Tour am Abschlußtag führte uns hinauf auf die Teplitzer Scharte, 2625m. Hierzu stiegen wir, konstant steigend, auf einem Schotterfeld zur Ödkarscharte, 2596m, und dann auf gut erkennbarem Pfad weiter bis zur Teplitzer Scharte, auf der uns eine sehr schöne Aussicht erwartete. Auf dem Rückweg entlang der Aufstiegsspur machten wir noch einen kurzen Abstecher zu einem 6 Meter hohen Kreuz, das auf einer Felsspitze über der Hütte steht. Auf dem Normalweg stiegen wir dann zur Dolomitenhütte ab, auf deren Sonnenterrasse wir die Abschlusseinkehr absolvierten und resümierten: „Tolle Tourentage und wir haben das beste aus den Wetterverhältnissen gemacht“. Wie auf der Hinfahrt, benötigten wir auch zurück ca. 4,5 Stunden.