Hoteltour Villnöss: 1. & 2. Tag

Mit gemischten Gefühlen traten wir die Reise gen Süden, ins Villnösstal, an, denn die Wettervorhersage sagte den Besuch der Eisheiligen in Südtirol voraus, die als Gastgeschenke Kälte, Schnee und Regen mitbringen wollten. Da die Vorhersage für das auf ca. 1500 Hm liegende Villnösstal für Donnerstag sehr regnerisch war, planten wir für den Anreisetag eine Rundwanderung durch eine der ältesten Städte Tirols, der ehemaligen fürstbischöflichen Residenzstadt Brixen. Treffpunkt war die fast 900 Jahre alte Kulturstätte Kloster Neustift in Vahrn, am Rande von Brixen. Da die Anreise wider Erwarten zügig verlief, trafen wir alle zeitgleich ein und genossen den ersten Cappuccino in bella Italia. Der Rundgang durch die Klosteranlage war beeindruckend und fand ohne Niederschlag statt. Auf dem Törggelesteig wanderten wir oberhalb der Eisack nach Brixen, wo wir uns in kleinere Gruppen aufteilten und die Altstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten erkundeten. Zum verabredeten Zeitpunkt trafen alle Gruppen wieder zusammen und wanderten, mittlerweile im Regen, zu den Pkw’s am Kloster Neustift zurück. Nach einer ca. 30minütigen Autofahrt erreichten wir dann unser Hotel Teiserhof im Dorf Teis im Villnösstal bei 2 Grad. Die Bergwelt lag im Nebel, ab 1500 m lag Schnee und wir zogen uns auf die Zimmer bzw. in den SPA-Bereich zurück und genossen Sauna, Dampfbad und Ruheraum. Zum Abendessen trafen sich alle wieder und besprachen den nächsten Tag.
Da die Wettervorhersage zumindest für den Vormittag keine Niederschläge erwarten ließ, wollten wir es in die Bergwelt wagen und der Geislergruppe unsere Aufwartung machen. Da die MTB-Gruppe heute ihr eigenes Ziel verfolgte, war die Wandergruppe auf 25 Personen „geschrumpft“. In 30 Minuten waren wir am P-Zanser Alm, 1680m, im „Winter“ angekommen. Auf der sog. Käserunde erreichten wir unser erstes Etappenziel, die Kaserill-Alm (1920m) über den Naturerlebnispfad entlang des Zamserbaches. Wir durchwanderten heute im Mai eine winterliche Berglandschaft mit bis zu 20cm Schnee. Immer wieder lugten die Geislerspitzen aus dem Nebel hervor und wir genossen die weiße Pracht. An der Weggabelung Gampen-Alm-Schlüter Hütte teilt sich die Gruppe: Eine kleinere Gruppe stapfte durch mittlerweile 30cm Neuschnee zur Gampen-Alm (2062m) und die andere Gruppe stieg weiter hinauf zur Schlüterhütte (2300m), mit Spurerwechsel, da wir hier oben bereits durch knietiefen Schnee liefen. Bei -2 Grad und leichtem Schneefall gönnten wir uns an der Hütte ein ausgiebige Mittagspause, bevor wir auf dem verschneiten Fahrweg, vorbei an der Gampen Alm, wieder am Ausgangspunkt ankamen und in der bereits geöffneten kleinen aber feinen Zanser Alm bei Kaffee, Kuchen oder Suppe, die gelungene Tour Revue passieren ließen.