Auffahrt (17 € / Stand 2023) mit dem Sessellift über zwei Sektionen zur Bergstation. Dann kurzer Aufstieg entlang der Piste (oder Schleppliftbenutzung), der Stromleitung folgend, zum Marienbergjoch (1789m). Zu Fuß würde man vom Tal über die Piste hierher ca. 2 Std. brauchen. Nun quert man leicht steigend entlang des Sommerweges durch eine Latschengasse in südöstlicher, später in östlicher Richtung ins Hölltörl (2125m). In der breiten Scharte wird abgefellt, dann fährt man die herrliche Mulde nach Osten in die Höll (ca. 1800m) ab. Hier steigt man nach links, in nordnordöstlicher Richtung durch die traumhafte Kar-Wanne, die sog. Höllreise, in die Grünstein Scharte (2272m). Nun gibt es zwei Varianten:
1. Abfahrt nach Norden ins Drachenkar und nach Westen eindrehend zum Drachensee (1874m). Weiter nach Norden zum Seebensee und an seinem östlichen Ufer zum seinem Ende. Hier links und auf der Langlaufloipe nach Osten. Mit einem kurzen und einem längeren Gegenanstieg kommt man ins Pistengebiet von Ehrwald. Am Gasthaus Alpenglühn vorbei zur Ehrwalder Alm und auf der Piste zur Talstation (ca. 1100m).
2. Nur kurze Abfahrt nach Norden (nur wenige Höhenmeter!), dann quert man Richtung Osten; über einen Rücken und durch die Mulde ins gut sichtbare Tajatörl (2259m). Aus der linken Hälfte der Scharte (sie ist durch einen Felskopf getrennt) kann in einer knappen halben Stunde der Hintere Tajakopf (2408m) über seinen unschwierigen Südgrat bestiegen werden. Wer ins Brendlkar will, zielt meist in die rechte Hälfte der Scharte und fährt zuerst Richtung Nordosten ab. Dann dreht die Route nach Norden. Ohne Gegenanstiege kann man auf der linken Seite des Kares (im Abfahrtssinn) abfahren. Hier am Ende über eine Art Rampe hinunter zur Loipe, auf die man bei einem Rasthäusl („Ganghofers Rast“) trifft. Schöne Abfahrtsmöglichkeiten gibt es aber auch rechts im Kar, doch hat man hier einen querlaufenden Moränenrücken im Gegenanstieg zu bewältigen. So oder so auf der Loipe zur Piste und weiter wie oben beschrieben.
Rückkehr zum Ausgangspunkt: Mit einem bereitgestellten PKW oder mit dem Shuttle-Bus.
Charakter/Schwierigkeit:
Mittelschwere Skitour durch fantastische Kare, die meist eine ideale Steilheit von 30 bis 35 Grad aufweisen. Nur die Einfahrt von der Grünstein Scharte ins Drachenkar ist auf den ersten Metern etwas steiler, aber bei guten Verhältnissen sicher auch nicht dramatisch. Auch wenn die reinen Aufstiegsmeter auf dem Papier eher wenig erscheinen, sollte die Runde konditionell nicht unterschätzt werden (denn zurück ist soweit wie nach vorne!). Neben grandioser, dolomitenartiger Landschaft bietet die Tour ständig wechselnde Ausblicke und wegen der unterschiedlichen Expositionen im Frühjahr häufig Firn als auch Pulver.
