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Bericht aus dem DAV-Bundesausschuss Natur- und Umweltschutz
Seit Anfang dieses Jahres überarbeitet der Bundesausschuss Natur- und
Umweltschutz das Grundsatzprogramm des DAV von 1994. Die Novellierung war
notwendig geworden, da einzelne neue Themen wie der Klimawandel in den Alpen
erst in den letzten Jahren aktuell und akut geworden sind. Außerdem hat die
Vielzahl an bergsportlichen Aktivitäten mit neuen Großveranstaltungen wie
Bergläufe oder Wettkämpfe zum Skibergsteigen stark zugenommen. Deshalb ist auch
der Titel "Grundsatzprogramm zur nachhaltigen Entwicklung des Alpenraum und zum
umweltgerechten Bergsport" an die an veränderten Bedingungen angepasst worden.
Grundlage der Revision ist ein Textentwurf von Berater Jürg Meyer, Bergführer
und langjähriger Leiter des Umweltbereichs beim Schweizer Alpen-Club SAC. Die
Präambel und der Teil 1 des Grundsatzprogramms werden mit dem Österreichischen
Alpenverein ÖAV, dem SAC und dem DAV gemeinsam abgestimmt und veröffentlicht.
Der Teil 2 zu Maßnahmen wird von jedem alpinen Verein eigens erstellt.
Im Vorwort wird ausdrücklich auf die Doppelrolle der Alpenvereine als
Naturnutzer und Naturschützer mit langer Tradition hingewiesen. Sie sind
Sportverbände mit Breiten-, Spitzen- und Wettkampfsportdisziplinen. Der DAV ist
aber auch anerkannter Naturschutzverband auf bayerischer Landes- und auf
Bundesebene sowie anerkannter Verband nach dem Umweltverträglichkeitsprüfungs- (UVP-)Gesetz
in Österreich. Diese Doppelrolle bedingt innere Widersprüche, intensive
Auseinandersetzungen und Kompromisse, die eine besondere Herausforderung
darstellen. Daher sollen die Grundsätze klar formulierte Vorgaben sein, an denen
sich Mitglieder, Sektionen und der Hauptverein orientieren können.
Die Begriffswahl "Bergsport" (statt Bergsteigen) wurde viel diskutiert. Im
Bergsport ist ein breites Spektrum von Aktivitäten vereint, vom Bersteigen bis
zum Sportklettern und vom Mountainbiken bis zum Bergwandern. Allen Spielformen
im Sinne des Grundsatzprogramms sind das Naturerlebnis bei gleichzeitiger
sportlicher Betätigung gemeinsam.
Die Alpenvereine setzen sich dafür ein, dass auch in Zukunft das Recht auf
Zugang zu Natur und Landschaft möglichst weitgehend erhalten bleibt und dass
Einschränkungen aus Gründen des Naturschutzes im Dialog und differenziert
erfolgen. Interessenskonflikte zwischen einheimischer und Umlandbevölkerung
müssen in partnerschaftlicher Auseinandersetzung und Begegnung für die weitere
Entwicklung des Alpenraums nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit erfolgen.
Nicht zuletzt wollen die Alpenvereine auf nationaler und europäischer Ebene eine
Lobby für einen naturnahen Bergsport und für den Alpenraum gemäß der
Alpenkonvention sein.
Anmerkung:
Das Grundsatzprogramm fordert auch uns als Sektion auf, klare Positionen zu
beziehen. Wie wollen wir unsere Ziele in der Sektionssatzung umsetzten und
unserer Verantwortung gerecht werden? Die Umweltgruppe hat hierzu mit
Unterstützung des Vorstands am 14./15.11.2009 einen Naturschutz-Workshop für die
gesamte Sektion Garching vorbereitet. Alle Mitglieder sind aufgefordert, sich an
der Diskussion zu beteiligen und sich für das Bergwochenende anzumelden!
Liebe Bergfreunde,
wie schon mehrfach angekündigt, soll die Naturschutzarbeit der Sektion neu
ausgerichtet werden, um zukünftig Bestand zu haben. Hierzu findet am 14. und 15.
November 2009 ein Naturschutz-Workshop auf der Priener Hütte am Geigelstein/Chiemgau
statt. Das Hüttenwochenende wird für die gesamte Sektion Garching von der
Umweltgruppe vorbereitet. Der Vorstand unterstützt diese Aktion, d.h. der Verein
übernimmt die Fahrtkosten für alle Teilnehmer!
In einer 3-stündigen Themeneinheit sollen Arbeitsgruppen gebildet werden, die zu
verschiedenen Schwerpunkten Ideen zusammentragen, Aktionen entwickeln und
Problemfelder ansprechen.
Die Diskussionsbereiche sind:
Am zweiten Tag ist eine Erlebnisbergtour mit Exkursion ins Naturschutzgebiet Geigelstein und naturpädagogischen Animationen geplant.
Da wir mit den zukünftigen Angeboten zur Naturschutzarbeit verstärkt alle Mitglieder in der Sektion ansprechen wollen, möchten wir möglichst aus allen Teilbereichen und Kleingruppen der Sektion Vertreter/innen beim Naturschutzworkshop dabei haben. Der Umweltgruppe ist es besonders wichtig, dass ebenfalls viele Tourenführer der verschienen Bergsportarten in unserer Sektion und ein Vertreter des Vorstands am Workshop teilnehmen. Wir hoffen, auch neue Sektionsmitglieder zur Teilnahme motivieren zu können.
Ich fordere alle Mitglieder der Sektion auf, sich im Naturschutz engagieren und am Workshop zu beteiligen. Nur so können sie ihre Interessen vertreten und neue Impulse setzen.
Weitere Informationen und Anmeldung bei den nächsten zwei Stammtischen am 04. und 11. November 2009 um 20:00 Uhr.
Falls jemand terminlich am Wochenende verhindert ist, möge sie/er mir bitte ihre/seine Ideen und Anregungen per E-Mail bis zum 12. November 2009 zusenden. Ich werde sie dann beim Workshop mit aufnehmen. Ich baue auf Eure Unterstützung!
Jo Saffert 10.11.2009