DAV Sektion Garching: Tourenberichte 2009
Renate Saffert: 21. Tour ins Graue,
Rechelkopf
(1328m), Bayerische
Voralpen
(07. November 2009)
(alle Bilder von Jo Saffert)
(siehe auch den Bericht von H. Verbeek)
Bereits im Dunstkreis des Bahnhofes von Gaißach wurden Stimmen laut, dass es auch heuer nichts mit der Tour ins Graue wird, sondern leider eine Wanderung im schönsten Sonnenschein droht. Trotzdem waren 14 Leutchen dabei, die auch die Bahnfahrt mit der BOB nicht abgeschreckt hat. Der Talhatscher vom Bahnhof zum Waldrand hat erst auf dem Rückmarsch seinen wahren Charakter enthüllt, einen langen nämlich.
Auf der Forststraße und dann einem gut ausgebauten Steig ging es zügig bergan. Entgegen der Tourenbeschreibung im Internet war die Wiese nicht so matschig, und der Weg hatte ein zusätzliches Kiesbett bekommen. Ein warm besonnter Waldesrand oberhalb einer Hütte war uns gerade recht für die erste Brotzeit. Gemächlich durch den Wald und hinauf über eine im Winter reizvoll zu befahrene Wiese gehörte uns schon der Gipfel. So nach etwa zweieinhalb Stunden und 650 Höhenmetern. Aussicht rundum hervorragend, abgesichert durch Hennings verlässliche Gipfelrundschau.
Wir gehen woanders bergab, hieß es. Ein wenig Überraschung muss sein! Tatsächlich bietet die Gipfelwiese bergab reichlich Gelegenheit, im Schlamm zu versinken und Schuhe und Hosenbeine endlich Grau zu färben – allein schon wegen des Tourentitels! Denn die Schwaigeralm ist wieder ein respektabler Sonnenplatz zum rasten. Als wir aus dem Waldesdunkel auftauchen, sehen wir zwei Personen gemütlich vor einer kleinen Kapelle im Gegenlicht sitzen. Auch diesen schönen Platz wollen wir mit ihnen teilen! Alles rennt über die frisch geodelte Wiese dorthin.
Den steinigen Rest des Weges erleichtert eine dicke Laubdecke. Den leiblichen Kaffee- und Biergelüsten kommt das Wirtshaus zur Mühle in Gaißach sehr entgegen. Auch die BOB kommt pünktlich. Die Leute schauen verwundert auf uns in der S- und U-Bahn, jedoch die Münchner Glitzerwelt empfängt uns gnädig. Zumal wir irgendwie dazu gehören. Dieser Abschied vom Sommer ist dem Henning voll gelungen, danke!
09.11.2009