DAV Sektion Garching: Tourenberichte 2009
Willi von Fabris: Bergwanderung
Estergebirge,
Bayerische Alpen
(20.-21. Juli 2009)
Halb acht
Uhr, Ausfahrt Autobahn,
der
Treffpunkt für den Rentner-Clan
mit Henning, Traudl,
Mariann`,
mit Elfi, Manfred und sodann
mit Willi noch zum guten Schluss,
der diese Zeilen schreiben muss.
In Eschenlohe und
Farchant
`nen Parkplatz je ein Wagen fand.
Ja, ein Malheur ist es gewiss,
wenn d` Sohle nicht im Bergschuh is`.
„Man muss sich dann halt welche kaufen!
Es lässt sich sicher besser laufen!“
So hatten wir uns das gedacht,
doch d` Rechnung ohne Wirt gemacht;
denn in Farchant, schon lang ist`s her,
da gibt es halt kein Schuhg`schäft mehr.
Von den vergess`nen Sohlen eben
konnte man halt nicht mehr leben.
So hat vor Jahren über Nacht
der Mann den Laden zugemacht.
Doch der Willi hat entdeckt,
wo `ne Reserve-Sohle steckt.
In seinen Schuh`n zum Autofahr`n
noch ein Paar lose Sohlen war`n.
So konnt` die Tour zum Hohen Fricken
mit diesen Sohlen dann doch glücken.
Über die Kuhflucht-Wasserfälle
gewinnt man Höhe auf die Schnelle
und in vielen steilen Stunden
sind zwölfhundert Meter überwunden.
Brotzeit-gestärkt lenken die Schritte
uns weiter zur
Weilheimer-Hütte
(1965m).
Hüttenleben, wie gewohnt,
mit Bier man sich noch selbst belohnt.
'Ne Unterhaltung kaum noch möglich war,
denn eine munt're Mädchenschar
von - glaub' ich - zweiunddreißig Frau,
die machte kräftigen Radau.
Weil sie im Sport sich nicht geschont,
hat eine Bergtour sie belohnt.
Freundlich war'n die jungen Frau'n
Und außerdem nett anzuschau'n.
Zur Hüttenruh', da war'n sie stumm
die Mädchen vom Gymnasium
Maria Ward in Nymph'burg d'rin.
Hut ab! vor soviel Disziplin!
Mit gutem Essen noch bedacht
begibt man sich zur guten Nacht.
Zum Krottenkopf
(2086m) in aller Früh`,
das klappt doch ohne Frühstück nie!
Ohne Frühstück war der Gruppe
der Sonnenaufgang ziemlich schnuppe.
Nur Hennig hat sich aufgerafft
und den Berg ganz nüchtern g`schafft.
Doch er konnt` - zu spät war`s eben –
den Aufgang auch nicht ganz erleben.
Das Frühstück wurde eingenommen,
die Hohe Kiste
(1922m) dann erklommen.
Ein Aufenthalt in diesen Höh`n,
ein Rundblick, - einfach wunderschön!
Abstieg durch das Pustertal,
Bremsen und Mücken überall.
Der Brotzeit-Rest wird ungestört
an einer Jagdhütte verzehrt.
An unserm Ziel in Eschenloh`
ging`s in ein Gasthaus – sowieso.
Man kann zum Abschluss sagen nur:
eine schöne Henning-Tour!
19.10.2009