DAV Sektion Garching: Tourenberichte 2008


Guido Laschet: Klettersteige in der Pala-Gruppe (Dolomiten)
(28. August - 01. September 2008)

1. Tag (28.08.2008):           Aufstieg: 100Hm / Tourenzeit: 1.00 Std.
Bei herrlichem Wetter fuhren wir über den Brenner, auf dem wir uns die obligatorische Cappuccinopause gönnten, nach San Martino di Castrozza (1480m). Die Seilbahn brachte uns dann auf eine Höhe von 2700 Meter und von hier unternahmen wir dann eine kleine Eingehtour auf die Cima di Rosetta (2800m). Auf der Rifugio Rosetta (2581m) nahmen wir unsere Zimmer in Besitz, bevor unser Tourenführer zu einem Auffrischungskurs „Klettersteig“ in Nähe der Hütte „einlud“. (Bild_1)

2. Tag (29.08.2008):           Aufstieg: 1160Hm / Tourenzeit: 10:44 Std.
Eigentlich war dieser Tag als Eingehtag geplant und angekündigt und er entwickelte sich, immer mit der Gruppe abgesprochen, schließlich zur Mammuttour. Von der Hütte führte unser Weg erst einmal nach unten, 300 Meter, dann klettersteig-ähnlich querend, zum Passo del Ball (2443m). Von hier stiegen wir auf dem Sentiero Nico Gusella zur Forcella La Stephen (2750m). Da dieser Teil unserer Tour so gut verlief, entschieden wir uns, die Klettersteigrunde über Ferrata del Velo und Ferrata del Porton zum Rifugio Pradidali (2278m) zu unternehmen, und wir fanden diese beiden Steige einfach toll: abwechslungsreich, anspruchsvoll und immer mit tollem Panoramablick. Nach einer stärkenden Pause wanderten wir dann über den Passo del Ball auf der Vormittagsroute wieder zurück. (Bilder 2, 3, 4, 5 und 6)

3. Tag (30.08.2008):           Aufstieg: 720Hm / Tourenzeit: 7:59 Std.
...und wieder begann der Aufstieg mit einem Abstieg, und zwar fast 400 Meter bis zum Einstieg in die Ferrata Bolver Lugli, einer der schwierigsten Klettersteige der Dolomiten. Immer in anspruchsvoller, gesicherter, 3er-Kletterei beanspruchte dieser Steig unseren Bizeps, und wir waren nach 4 Aufstiegsstunden froh, dass Bivacco Fiamme Gialle (3005m) zu erreichen. Der Abstieg führte durch das Valle die Cantoni über Geröll, Fels und Schnee, bis wir auf einer Höhe von 2304 Metern auf den Sentiero delle Farangole trafen, auf dem wir dann nach weiteren 3 Stunden unsere Hütte wieder erreichten und auf der Terrasse noch ein wenig die Nachmittagssonne genossen. Wir waren schon stolz, diesen Klettersteig geschafft zu haben und nach einigen alkoholischen Getränken nannten wir ihn dann liebevoll „Bolivien-Luiggi“. (Bilder 7, 8, 9, 10 und 11)

4. Tag (31.08.2008):           Aufstieg: 710Hm / Tourenzeit: 6:38 Std.
Heute war Feier-Tag angesagt. Eine Gruppenteilnehmerin hatte Geburtstag, und unter diesem Motto stand der gesamte Tag: Ausschlafen (bis 6:45 Uhr), Geburtstagsfrühstück mit Gesangeseinlage und auf die Sonne warten (bis ca 9:00 Uhr), eine Geburtstags-Rundwanderung (Passo del BallRifugio PradidaliPasso Pradidali AltoRifugio Giovanni Pedrotti) und dann der Geburtstagskaffee und –kuchen. (Bild_12)

5. Tag (01.09.2008):           Aufstieg: 640Hm / Tourenzeit: 4:50 Std.
Über Landstraßen und durch viele Dolomitenorte fuhren wir zum Parkplatz unterhalb des Grödner Joches (1950m), wo sich der Einstieg zum Pisciadu-Klettersteig befindet, denn ihn wollten wir (wieder einmal) ersteigen. Die Wolken sahen zwar bedrohlich aus, aber wir erreichten den Ausstieg dieses tollen und immer wieder ersteigenswerten Klettersteiges trockenen Fußes. Selbst die Pisciadu-Hütte (2583m) erreichten wir fast trocken bevor dann der starke Regen begann. Und auch an diesem Tage war uns das Wetter hold, so dass auch der Abstieg durch das schroffe und steile Val Setus zurück zu den Autos sehr gut gelang. In St. Ulrich in Gröden genossen wir zur Abendzeit leckere italienische Pizza und schon ging es wieder gen Heimat. (Bilder 13, 14 und 16)


12.09.2008