DAV-Sektion Garching: Tourenberichte 2005


G. Laschet: Auf dem Bernina-Panorama-Trek (Schweiz)
(14.-20. August 2005)

(siehe auch den Bericht von P. Heidl)

2 Tage Schnee, 2 Tage Regen, 3 Tage Sonne und, ...scheee waaas!!

1. Tag (14.08.2005) – Aufstieg: 890m; Abstieg: 0m; Tourenzeit: 2:42 Std.:

Anreise von 13 Personen mit den Pkw’s in 4 Std. nach Madulain (1697m) (Bild_1) und Aufstieg auf gut markiertem Steig, anfangs noch im Sonnenschein (Bild_2) und dann im Regen, zur Chamanna d’Es-cha (2594m) (Bild_3).

2. Tag (15.08.2005) – Aufstieg: 1195m; Abstieg: 1135m; Tourenzeit: 9:22 Std.:

Die Überraschung war am nächsten Morgen groß beim Blick aus der Hütte: Schnee (Bild_4, 4a). In einer Höhe zwischen 2400 und 2500 Metern führte der winterliche Steig (Bild_5) zur Fuorcla Gualdauna (2491m). Dann ging es abwärts zur Albula-Passstraße (2100m) und an dieser entlang bis zum Ospiz (2312m) (Bild_6), in dem wir erst einmal eine Aufwärmpause einlegten. Es folgte ein weiterer Abstieg von 100 Metern um dann zur Fuorcla Crap Alv (2466m) (Bild_7) wieder aufsteigen zu dürfen. Der nun folgende steile Abstieg führte uns am Crap Alv See vorbei, und bei sich verbesserndem Wetter stiegen wir ins Val Bever (2050m) ab und dann, stetig ansteigend, ging es auf zum Chamanna Jenatsch (2652m) (Bild_8).

3. Tag (16.08.2005) – Aufstieg: 880m; Abstieg: 1815m; Tourenzeit: 11:16 Std.:

Laut Beschreibung sollte diese Tagesetappe 7½ Stunden dauern! Sie dauerte länger! 500 Meter Aufstieg brachte uns, wieder im Schnee (Bild_9), zuerst zur Fuorcla Suvretta (2966m) (Bild_10). Der Abstieg ging dann vorbei am Suvretta-See (2580m) (Bild_11) und dann, auf wunderbarem Panoramaweg und bei schönem Wetter ab ins Tal nach Silvaplana (1792m) (Bild_12). Ein kurzer strammer Marsch durch den Ort brachte uns zur Talstation der Corvatsch-Bahn, von der wir uns dann bis zur Mittelstation Murtel (2699m) bringen ließen. Durch die Fuorcla Surlej (2755m) (Bild_13) hindurch und dann weiter auf einem eindrucksvollen Panoramaweg, immer auf einer Höhe von 2600 Metern, erreichten wir dann unsere nächste Unterkunft, die Chamanna Coaz (2610m) (Bild_14) mit seiner wunderbaren Aussicht (Bilder 14a, 14b).

4. Tag (17.08.2005) – Aufstieg: 550m/977m; Abstieg: 600/1000m; Tourenzeit: 5:12 / 7:22 Std.:

Runter bis auf 2160 Meter zum Vadret-Gletschersee (Bild_15) und erst einmal die Aussicht genießen. Kurz unterhalb des Sees überquerten wir dann recht abenteuerlich (Bild_16) den Gletscherbach, um dann, teilweise auf dem Rücken der Randmoräne (Bild_17) zur Chamanna Tschierva (2583m) (Bild_18) aufzusteigen. Eine Gruppe „junger“ Wilder trieb es am Nachmittag nochmals aus dem Haus und auf 3010 Meter hoch (Bild_19).

5. Tag (18.08.2005) – Aufstieg: 710m; Abstieg: 790m; Tourenzeit: 7:52 Std.:

Dieser Tag wurde unser Kulturtag: Beim Abstieg stiegen wir erst einmal ins Hotel Roseg (1998m) ab (Bild_20), und genossen den angebotenen Kaffee und Kuchen. Nach diesen Gaumenfreuden ging es weiter durch den Wald des Val Roseg (Bild_20a), wo wir einem Waldkonzert lauschten (Bild_21), bevor wir dann wieder in die Zivilisation eintauchten und mit der Bahn von Surovas (1850m) nach Morteratsch (1896m) fuhren. Da die oben genannten Gaumenfreuden nicht angehalten haben, ließen wir uns in einer Schaukäserei von den schweizerischen Käsegenüssen verwöhnen (Bild_22), bevor wir uns wieder unserer eigentlichen Passion, dem Bergsteigen, hingaben und uns auf den Weg zur Chamanna Boval (2495m) machten. Durch den Arvenwald und entlang des Morteratsch-Gletschers erreichten wir diese dann auch.

6. Tag (19.08.2005) – Aufstieg: 1500m; Abstieg: 1200m; Tourenzeit: 9:09 Std.:

Dieser Tag beinhaltete alle Aspekte eines Hochgebirgstages: Die Überschreitung des Morteratsch-Gletschers unterhalb der Hütte (Bild_23); Erklimmung der Randmoräne und Aufstieg auf Isla Persa (2720m); Überschreitung des Persgletschers und Aufstieg zur Diavolezza (2973m); Gipfelsturm des Munt Pers (3207m) (Bild_25). Mit der Seilbahn fuhren wir dann zur Bernina Passstraße ab, nahmen einen Shuttlebus bis Sfazu (1600m) und wanderten dann, wieder im Regen, entlang der Forststraße zum Rifugio Saoseo (1986m) (Bild_26), wo uns ein netter Hüttenwirt Bruno bereits entgegenwinkte. Nachdem wir fleißig alle Trek-Hüttenstempel gesammelt hatten, wurde uns von Bruno nach dem Abendessen die Berninatrek-Anstecknadel überreicht (Bild_27), und so konnten wir, zufrieden, glücklich und müde, die letzte Lagernacht durchträumen.

7. Tag (20.08.2005) – Aufstieg: 40m; Abstieg: 995m; Tourenzeit: 3:06 Std.:

Diese „Gewitter- und Regentour“ brachten wir zügig hinter uns, und so konnten wir vor der Zugfahrt noch in Poschiavo (1021m) einkehren (Bilder 28 und 29). Mit der Rhätischen Bahn fuhren wir dann auf der Rückfahrt nach Madulain nochmals unsere Wanderstrecke ab, und dann ging es reibungslos mit dem Auto wieder zurück nach München.


Jo Saffert 09.07.2008