Guido Laschet: Teufelstätt-Kopf (1758m)
(03.03.2001)
Angemeldet hatten sich die Teilnehmer zu einer normalen Winterwanderung und durchgeführt wurde, für die meisten die erste, eine Schneeschuh-Wanderung. Wegen Krankheit bestand die Gruppe nur aus 3 Teilnehmern. Die Bundesbahn brachte uns zu unserem Ausgangsort Unterammergau (836m).
Vom Bahnhof aus stapften wir hinüber zur Talstation Steckenberglift (860m), schnallten unsere Schneeschuhe an und verließen dann den eigentlich geplanten Normalweg. Streckenweise entlang der Skipiste, teilweise parallel der Skitourenspur, teilweise quer durch den winterlichen Bergwald Richtung Sonnenberg, spurten wir unseren Aufstieg hinauf zum Pürschling-Haus (1556m), wo wir erst einmal eine Pause machten. Da das Wetter nass-kalt und die Sicht sehr begrenzt war, fanden sich im Haus nur wenige Gäste ein. Da noch viel Zeit war und das Schneeschuhgehen so viel Spaß machte, entschlossen sich Barbara und ich trotz des vielen Neuschnees, den Teufelstätt-Kopf zu besteigen, ein Unterfangen, das ohne Schneeschuhe nicht möglich gewesen wäre. Parallel der Skitourenspur kämpften wir uns bei mäßiger Sicht und zunehmendem Schneetreiben hinauf auf den Gipfel (1758m). Der Aufstieg insgesamt hatte doch länger gedauert als ursprünglich geplant und so stiegen wir zügig auf dem Normalweg ab zum Bahnhof in Unterammergau und kamen 5 Minuten vor Zugabfahrt hier auch an.
Es war ein schöner Tag, nicht wegen des Wetters, nicht wegen der Aussicht und auch nicht wegen des tollen Gipfelerlebnisses nein, wir alle waren uns einig darin, dass das Schneeschuhgehen eine hervorragende Ergänzung zum normalen Winterwandern ist.
12.01.2006