DAV Sektion Garching

Buchbesprechungen


Kurt Diemberger: Der Siebte Sinn. Leben und Überleben zwischen Grönland und K2

Kurt Diemberger ist einer der Grand Old Men des Bergsteigens. Er blickt auf eine lange alpine Karriere zurück, die in den Fünfzigerjahren mit schweren Fels- und Eistouren in den Alpen begann, von den Erstbesteigungen des Broad Peak und des Dhaulagiri gekrönt wurde und zur Besteigung von vier weiteren Achttausendern ( Makalu, Everest, Gasherbrum II und K2) führte. Doch sie konfrontierte ihn auch mit Grenzsituationen wie dem Absturz Hermann Buhls an der Chogolisa -- das Buch beinhaltet die hier erzählte Geschichte des Abstiegs nach Buhls Verschwinden am Wechtengrat - oder der größten Tragödie am K2, die 1986 fünf Menschenleben forderte, darunter das seiner Seilgefährtin Julie Tullis, mit der er das "höchste Filmteam der Welt" gegründet hatte. Er selbst überlebte den tagelangen Höhensturm auf 8000 m Höhe nur knapp.

Diembergers Alpinistenleben ist geprägt von großen Erfolgen an hohen Bergen, aber auch von schrecklichen Tragödien. Dass er alle seine Abenteuer überlebt hat, verdankt er der Fähigkeit, im richtigen Moment die richtige Entscheidung zu treffen, auf seine innere Stimme zu hören.

Kurt Diemberger, geboren 1932, gab früh seinen Lehrerberuf zugunsten des Bergsteigens auf. Er nahm an mehr als zwanzig Expeditionen teil, bestieg sechs Achttausender und betätigte sich als Fotograf und Kameramann. Der einzige noch lebende Alpinist, dem die Erstbesteigung von zwei Achttausendern gelang, erhielt für seine Bücher und Filme zahlreiche internationale Preise; durch Lesungen und Diavorträge ist er einem weltweiten Publikum bekannt. Er lebt in Bologna und Salzburg.

384 Seiten, 138 Abb. ein- und vierfarbig
EUR 29,80 ISBN 3-905111-03-3


19.10.2005