Daniel Anker, Hans Philipp: Piz Palü - Dreiklang in Fels und Eis
1956 wurde die Seilbahn auf die Diavolezza gebaut - und der Piz Palü
avancierte zu einem Massenziel. Tausende Menschen steigen mittlerweile jedes
Jahr auf seinen Gipfel; manchmal zweihundert an einem Tag. Schon der Regisseur
Arnold Fanck fühlte sich von der «schönen Bergform», von den «großartigen
Gletscherabbrüchen und Eiswänden» und vom Klang des Namens so angezogen, dass er
ihn als Schauplatz für seinen Bergfilm über ein Lawinenunglück in den Alpen
wählte. Eingebettet zwischen der Ikonografie romantischer Sehnsucht und
expressionistischer Dramatik begründete er mit «Die weisse Hölle vom Piz Palü»
1929 das Genre des deutschen Bergfilms und schuf zugleich dessen Höhepunkt.
Für das in der AS-Reihe «Bergmonografien» erscheinende Porträt des Piz Palü
greifen die Herausgeber die Struktur des Filmmanuskripts wieder auf. So entsteht
eine spannende und abwechslungsreiche Mischung aus Alpinismus, Kultur, Tourismus
und Landschaft, die mit historischen Plakaten und hervorragenden Fotografien
aufwändig illustriert ist.
Daniel Anker, geboren 1954, ist Historiker, freier Journalist und Autor von Bergbüchern und alpinen Führern.
Hans Philipp, geboren 1935, Bergführer und Skilehrer, ist vielen Bergsteigern als langjähriger Hüttenwirt der Bovalhütte im Berninagebiet bekannt. Er lebte drei Jahre in den kanadischen Rocky Mountains, bevor er zunächst die Fornohütte im Bergell und danach dreißig Jahre die Bovalhüte bewirtete.
176 Seiten, 163 Abb. vierfarbig
EUR 32,00, AS-Verlag Zürich, ISBN 3-905111-96-9
19.10.2005