Tourenberichte

 

Mit zwei Autos fahren wir zu neunt bei grauem Himmel und eisigen Temperaturen zum Parkplatz nach Scharling (760 m), der pro Pkw zwischenzeitlich für 24 Stunden stolze 8 € kostet und wie in dieser Preisklasse üblich aber kein WC hat.

Das trübt aber nicht unsere Stimmung und Vorfreude für die Wanderung auf den Hirschberg, 1.670 n. Vor Ort hat die Sonne die Oberhand am blauen Himmel und beleuchtet den schneebedeckten Kratzer, 1.545 m (Hirschberg-Vorgipfel).

Bei minus 5 Grad wandern wir auf der leicht schneebedeckten Forststraße inmitten des imposanten „weißen“ Winterwaldes nach oben. Der Anstieg ist moderat und bleibt es auch bis zu unserem Ziel. 120 HM unterhalb der Hirschlacke nehmen wir den Steig, auf dem etwas mehr weiße Pracht liegt, aber dennoch gut zu begehen ist.

Von der Materiallift-Basis des Hirschberghauses bringt uns ein von Vorgängern gespurter Steig im Zickzack zum geschlossenen Hirschberghaus. Den unberührten Wintersteig mit ca. 20 cm Schnee zum Kratzer lassen wir aus.

Auf der Terrasse des Hirschberghauses gönnen wir uns eine Sonnenpause und genießen dabei die umliegenden Berge mit ihren weißen Mützen und tiefhängenden Wolken.

Auf einem Schild der Berggaststätte lesen wir, dass es im Frühjahr 2026 nach längerem Umbau wieder geöffnet wird. 

Nach einer kleinen Stärkung machen wir uns zum Hirschberg auf, den wir stets vor Augen haben.

Um 12 h erreichen wir den Gipfel und vermissen bei gefühlten minus 9 Grad den Probealarm der Feuerwehren im Tal. Etwas später ertönt er doch noch, vielleicht musste sich die Sirene erst warm laufen. 

Nach Gipfelbrotzeit und -foto steigen wir auf dem Weg ab, auf dem wir gekommen sind.

Dabei begeistert uns permanent die Winterlandschaft, flankiert von den unterschiedlichen Blautönen des Himmels.

Vom Parkplatz aus steuern wir mit Kuchen-Augen unser Stamm-Lokal in Kreuth, den Göttfried, an. Leider hat es Betriebsurlaub. Schräg gegenüber erspähen wir das kleine aber feine Cafe Bergblick. Wir nehmen von Nachbarn-Tischen Stühle weg und stellen zwei Tische aneinander, damit wir zusammen sitzen können. Die freundliche Besitzerin kredenzt uns warme und kalte Getränke sowie leckere hausgemachte Kuchen und deftige Kartoffelsuppe zu vernünftigen Preisen.

Damit lassen wir unsere sonnig-frostige Winter-Wanderung ausklingen und fahren froh gelaunt heim. 

 

 

Bericht von Peter                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         

 

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Verfügbar bis 15.12.2025
 
 

 

20 Grad und Sonne pur war vorhergesagt für Lenggries und 14 Grad auf dem Brauneck und so verwunderte es nicht, das sich 18 Personen angemeldet hatten, 16 teilnahmen. Pünktlich fanden wir uns ein am Parkplatz der Brauneckbahn, 750m und zügig wanderten wir hinan auf der, leider eher tristen, Forststraße. Auf dem Maximiliansweg stiegen wir entlang des Talgraben und hinauf zur Garland Alm am künstlich angelegten Schneekanonenweiher, 1300m. Vorbei am heute geschlossenen Panoramarestaurant und am, auch geschlossenen Gipfelhaus erreichten wir das Gipfelkreuz des Brauneck, 1555m und machten es uns bequem auf der Rundbank, die sich als Pausenplatz sehr gut eignete. Da der zunehmend aufkommende Wind unangenehm war, suchten wir auf der Sonnenterrasse des Panoramarestaurants Zuflucht und erfreuten uns an der fantastischen Fernsicht, bis zum Großglockner, 3798m. Dank Peter wußten wir, dass die Reiseralm, 950m, geöffnet hat und so schwenkten wir im Abstieg von der Forststraße auf einen feinen, steilen, Waldsteig ab und genossen auf der Hüttenterrasse die letzten Sonnenstrahlen bei Kaffee und Kuchen und wurden dabei beobachtet von einem Rudel Rehe plus imposantem Hirsch, die im angrenzenden Gehege ihr Dasein fristeten. Der weitere Abstieg zurück zum Parkplatz verlief auf gewohnter Forststraße und die Heimfahrt fand sehr zufrieden statt, denn so ein sonniger Novembertag wurde als wahres Geschenk empfunden.
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Verfügbar bis 01.12.2025

Im wahrsten Sinne „über Stock und Stein“ und manchmal auch über Schnee verlief diese wunderbare, sonnenreiche Herbstwanderung und führte uns auf einen schon lange nicht mehr von uns bestiegenen Gipfel. Vom P-Spitzingsattel, 1130m, stiegen wir über Lochgrabenschneid auf glitschig-steinigem Pfad zur Schönfeldhütte, 1400m, und weiter über die Obere Schönfeldalm zum südwestlichen Gipfelgrat. Hier gönnten wir uns eine Pause und genossen die Fernsicht auf die gegenüberliegende Bergwelt. Der Aufstieg zum Jägerkamp-Gipfel, 1746m,  war dann schnell vollzogen und wir wurde mit einem 360-Grad-Panoramablick belohnt. Für den Abstieg entschieden wir uns für die Route über Tanzeck, 1700m, und Schnittlauchmoosalm, um dann wieder oberhalb der Schönfeldhütte auf unsere Aufstiegsspur zu stoßen. Auf der Sonnenterrasse der Schönfeldhütte genossen wir eine ausgiebige Kuchen-, Suppen-Pause, bevor wir entlang der Seilbahntrasse zum Spitzingsee abstiegen. Am See „befreiten“ wir unser Schuhwerk vom batzigen Dreck des matschigen Abstiegs. Nach kurzer Wanderung  entlang des Sees und 60 Aufstiegsmetern gelangten wir wieder zum Parkplatz und traten die zähe Rückfahrt an, denn von Neuhaus bis zur Autobahneinfahrt konnten wir nur in einer Blechkarawane dahinschleichen, was diesem wunderbaren Bergtag jedoch nichts wegnahm.

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Verfügbar bis 17.11.2025

Am P-Hainbach, 660m, bei Hohenaschau im Chiemgau, begann diese für uns alle unbekannte Tour rund um die Scheibenwand. Zu zwölft stiegen wir parallel zum Klausgraben, teilweise recht steil, zum Dalsensattel, 1250m. Teilweise auf Forststraße, meist auf schmalem, guten Bergsteig führte uns der Weg vorbei an dem imposanten Felsmassiv der Mehlbeerwände und hinauf zu einer grünen Almfläche, auf der wir uns eine ausgiebige Pause gönnten. Von hier aus konnten wir eine uns unbekannte Perspektive der Kampenwand bewundern. Auf felsigem Steig führte unser Weiterweg  entlang der Schönfeld-, Scheiben- und Sonnenwand, unter der unser heutiger Höhepunkt, 1500m, stand. Der Abstieg führte uns auf die schöne Almfläche der Hofbauernalm, auf der wir die fast 300 Jahre alten Überrest der alten Alm bestaunten, bevor wir auf die 1998 neu erbaute neue Hofbauernalm, 1320m, stießen. Eigentlich wollten wir hier einkehren, denn lt. internet sollte sie noch geöffnet haben, aber: Schon zu! Also zogen wir wieder von dannen und abwärts zum Dalsensattel, wo wir wieder auf unserem Aufstiegsweg stießen um zu den Pkw’s zu gelangen. Der Nebel verhinderte heute zwar die Fernsicht, aber der abwechslungsreiche Steig und die herbstliche Farbenpracht der Natur versüßte uns diesen Tourentag. Die Abschlusseinkehr fand im Café König in Aschau bei leckerem Kuchen statt und so fuhren wir sehr zufrieden wieder nach hause.

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Das ursprüngliche Ziel, den Scheinbergspitz in den Ammergauer Alpen,  am Samstag.11.10.25, verschieben wir wegen regen-aufgeweichter Steige auf den Nachbarberg, den Brunnenkopf, 1.718 m.   

 

Zu siebt fahren wir morgens in zwei Autos in tristem Grau auf der Garmischer Autobahn in Richtung Süden. Ab dem Ettaler Sattel reißen die Wolken auf, die Sonne mit blauem Himmel kommt zum Vorschein und es wird warm (als hätten wir es so bestellt).

Vom Parkplatz am Schloss Linderhof gehen wir auf der moderat ansteigenden Forststraße hinauf zur Brunnenkopfhütte, 1.602 m. Anfangs begleitet uns der Dreisäuler-Bach, der ruhig dahinplätschert. Der Herbst hat das Blätterkleid der Laubbäume schon gelb-braun eingefärbt, ein schöner Kontrast zu den grünen Nadelbäumen. Gegenüber sehen wir die südlichen Ammergauer Berge wie Notkarspitze, Kreuzspitze, Geierköpfe u.a.                                                                                                 

Der trockene, breite Weg ohne Stolperfallen lädt zum Nebeneinander-Gehen und Ratschen ein, auch wenn wir öfters von jungen Bergfexen überholt werden. Trotzdem erreichen wir in knapp eindreiviertel Stunden die Brunnenkopf-Hütte.

Ein Wolken-Watte-Meer liegt sowohl über dem Graswang- als auch über dem Tal in Richtung Unterammergau.

Nach kurzer Rast steigen wir auf dem leicht rutschigen Steig in gut 15 Minuten zum Gipfel auf, der auf den letzten Metern seilversichert ist. Die Große und Kleine Klammspitz erstrahlt in hellem Licht. Auch die Bergstation der Zugspitze entdecken wir oberhalb der Ammergauer Bergspitzen, ein wahrlich schönes Panorama. Wir verweilen wegen des großen Andranges nur kurz dort und machen auf dem grasigen Teil des Gipfelrückens eine ausgiebige Mittags- und Sonnenpause mit erfrischendem Ingwergetränk.

Danach steigen wir zur Brunnenkopfhütte ab. Dort gönnen wir uns große Portionen mit sauguadem Kaiserschmarrn und leckerem Kuchen.

Eigentlich wollen wir über den Kohlbachsteig vorbei an der Martinswand absteigen, aber sowohl der Hüttenwirt als auch ein junger Wanderer, der den Steig hochgegangen ist, raten davon ab. Der Waldpfad ist recht schmierig und rutschig.

Also geht’s auf dem Forstweg zurück zu unseren Autos. Die Sonne hat zwischenzeitlich den Wolken wieder den Vortritt gelassen. Sie hausen den Bergwald ein und es wird kühler. Die Abschluss-Einkehr auf der Terrasse des Cafe Komm in Ettal fällt damit flach.

Aber wir haben eine sehr gute Alternative im Eis-Cafe „Energy Lab“ in Farchant. Mit feinen Kaffee- und Kuchenspezialitäten lassen wir den Wandertag ausklingen, der viel Augen- und Gaumenschmaus, nette Gespräche sowie knapp 800 HM im Auf- und Abstieg beinhaltete.

 

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In gut zwei Stunden erreichen wir von Garching aus über die Salzburger Autobahn am Freitag (Feiertag!), 03.10.25, den großen Parkplatz am Königssee. Vor Schönau sehen wir die Watzmann-Gruppe mit Sonne und blauem Himmel, welch ein Highlight.

Trotz Beginn der Herbstferien in Sachsen, Thüringen und Hessen sowie dem letzten Wiesn-Wochenende staute es sich nicht, danke dem Verkehrsgott.

Zu zwanzigst reisen wir in sechs Autos nahezu zeitgleich an und treffen uns marschbereit vor der Bäckerei Zechmeister an der Jenner-Seilbahn-Talstation (630 m). Noch schnell kaufen mehrere ein süßes Teilchen und gemeinsam fahren wir anschließend mit der Bahn zur Bergstation (1.800 m).

Oben erwartet uns ein wolkenloses Gipfelmeer einschließlich unserer Zielberge: Schneibstein, 2.225 m und Hohes Brett, 2.339 m.

Zunächst nehmen wir uns aber den Jenner-Gipfel (1.874 m) vor zusammen mit vielen Bahn-Touristen. Für die knapp 80 HM auf dem gut mit Stufen angelegten Weg brauchen wir nicht lange. Das Gipfelkreuz wird bereits belagert. Nach kurzer Zeit schaffen wir es uns für ein Foto zu positionieren und Fremde abzuhalten mit aufs Bild zu kommen.

 

Danach steigen wir zur Aussichtsplattform unterhalb des Gipfels mit tollem Blick auf den Königssee ab.

Nach kurzer Rast geht’s hinüber zu unserer Unterkunft am Torrener Joch dem Carl-von-Stahl-Haus auf 1.733 m. Nach einem Abstieg von 270 HM geht’s nochmal 180 HM m rauf.

Wir checken ein, lassen unsere Übernachtungs-Utensilien und Regenkleidung in den Zimmern und machen uns bei sonnigem aber kühlem Wetter auf zum Schneibstein.

Der furchige, stufige und nicht selten rutschige Steig ist teilweise mit schmierige Erde bedeckt und erfordert höchste Aufmerksamkeit. Die Gruppe zieht sich bereits im unteren Bereich zwischen den Latschen in die Länge. Ein paar von ihnen gehen auf Nummer sicher und entscheiden sich nach der halben Wegstrecke für die Umkehr gemeinsam mit einem Wanderleiter. Der Großteil der Gruppe erklimmt über den schneebedeckten Pfad den Gipfel, mit atemberaubender Fernsicht in die Alpen.

Am späten Nachmittag treffen wir uns nach und nach auf der Terrasse des Stahl-Hauses. Plötzlich landet ein gelber Hubschrauber und setzt eine Person in Warnkleidung (Bodenpersonal) ab. Eine halbe Stunde später kommt der Heli mit 12 Stahlfässern Bier am Seil wieder und setzt sie beim Einweiser ab. Das Ganze wiederholt sich noch mehrere Male, obgleich eine Material-Seilbahn sowie eine Fahrstraße vorhanden ist. Wahrscheinlich schmeckt Flieger-Bier vom Salzburger Stiegl-Bräu besser.

In unseren Zweibett- und Mehrbettzimmern ziehen wir uns um, waschen uns mit kaltem Wasser oder gönnen uns für 5 € eine fünfminütige warme Dusche.

Das proppenvolle Stahl-Haus hat in dieser Nacht über 110 Gäste. Wir kommen am Abend an drei Tischen in einem der zunächst kalten Gasträume unter. Mit Decken aus den Zimmern wärmen wir uns bis die Heizung bullert. Danach genießen wir das schmackhafte Essen (Backerbsensuppe; Hirschgulasch, Schweinebraten oder Linsen-Curry; Nachtisch Kaiserschmarrn).

Natürlich lassen wir uns zwischendurch den Sonnenuntergang nicht entgehen.

Nach dem Essen sitzen wir noch zusammen und schlafen dann in unseren warmen Betten in ungeheizten Zimmern. Putzmunter stehen wir anderntags auf und finden ein reichhaltiges Frühstücks-Buffet vor, das wir in Ruhe genießen.

 

Der freundliche Hüttenwirt rät uns von der anspruchsvollen Tour aufs Hohe Brett ab, weil auf dem Grat nach dem Jägerkreuz Schnee liegt und für heute Vormittag Regen erwartet wird, was wir auf unseren Wetter-Apps auch schon gesehen haben.

Ergo planen wir um. Wir machen den steilen Aufstieg in Richtung Hohes Brett, zweigen aber nach gut 120 HM links ab zum Pfaffenkegel, 1.837 m, dessen Gipfelkreuz auf einer Felsnase wir kletterbedingt nicht erklimmen. Zwischenzeitlich zieht es zu und es regnet leicht.

Wir gehen zum Abzweig zurück und steigen weiter zum Hohen Brett auf. Ein Felsrücken auf ca. 1.950 m mit Grenze zwischen Tirol und Bayern erklären wir zu unserem Tagesgipfel. Er bietet genügend Platz für ein Gipfel-Foto. Danach steigen wir vorbei am Pfaffenkegel ab zum Stahlhaus und von dort weiter über den Forstweg zur Seilbahn-Mittelstation, die auf ca. 1.200 m liegt.

Die Abschluss-Einkehr in der auf dem Rückweg liegenden Königsbachalm fällt buchstäblich ins Wasser, weil sie zwar geöffnet, aber voll belegt ist bzw. für Gäste reserviert hat.

Deshalb kehren wir in der Gaststätte der Mittelstation ein, die uns mit guten Speisen und Getränke zu ordentlichen Preisen bewirtet.

Entspannt fahren wir am Nachmittag mit der Bahn ins Tal. Ein Teil der Gruppe lässt die schönen Wandertage mit einem Spaziergang am Königssee ausklingen, während der andere Teil heimfährt.

 

Fazit: Die Zwei-Tages-Tour in den traumhaften Bergen des Berchtesgadener Nationalparkes war ein einmaliges Erlebnis. Leider ist die An- und Rückfahrt in dieses herrliche Wandergebiet mit Bergen, Almen und See für Tagesausflüge zu lang. Eine Mehrtagestour wäre allemal lohnenswert.

 

Falls die Tourenbilder am Ende dieses Berichts nicht angezeigt werden, können sie bis zum

19.10.25 mit diesem Link aufgerufen werden:

 

https://drive.google.com/drive/folders/1brhdy67SFHBCkPsOrGxONGuCN07NEzo_?usp=sharing

 

 

Bericht von Peter    

 

 

 

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Ich hatte dieses Jahr nicht viel Glück mit meinen geplanten Touren und musste die meisten absagen. Nun drohte auch die eigentlich für eine Woche später angesetzte Tagestour auf den Schellschlicht witterungsbedingt auszufallen. Da für den 20. September jedoch absolutes Kaiserwetter vorhergesagt war, griff ich am Tag zuvor zum Telefon und schrieb die angemeldeten Teilnehmer*innen sowie weitere interessierte Personen an. Und so ergab sich immerhin eine Vierergruppe an motivierten Bergsteiger*innen.

Wir fuhren mit dem Auto nach Griesen bei Garmisch-Patenkirchen und parkten dort auf einem kleinen und eher inoffizell wirkenden (dafür kostenlosen) Parkplatz. Nach ein paar hundert Meter am Bach ging’s sogleich steil bergauf, immerhin im schattigen Wald. Wir entschieden uns, anders als in den Tourenbeschreibungen angegeben, die Runde entgegen dem Uhrzeigersinn zu gehen. Ob es jetzt so herum einfacher oder schwieriger ist, ist schwer zu sagen, wahrscheinlich ist es „ghupft wie gsprunga“. Der Aufstieg war jedenfalls nicht nur konditionell, sondern auch technisch anspruchsvoll. Nach gut dreieinhalb Stunden erreichten wir den Gipfel mit einer grandiosen Aussicht, unter anderem auf die Ammergauer Alpen, das Zugspitz-Massiv und den Plansee.

Aber damit war die Tour noch nicht zu Ende und wir mussten noch den langen und ebenfalls technisch herausfordernden Abstieg bewältigen. Doch keiner von uns hatte größere Probleme mit dem steilen Schrofengelände oder den drahtseilversicherten Kletterpassagen und nach weiteren drei Stunden kamen wir erschöpft aber glücklich am Auto an. Auf der gesamten Runde trafen wir kaum andere Wanderer, die schiere Länge der Tour sowie die technischen Schwierigkeiten schrecken wohl doch die meisten ab. Ich persönlich gebe der Bergschönheit und der wunderbar abwechslungsreichen Tour jedoch 10/10 Punkte.

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Freitag: Anreise, Aufstieg und Ausgeher

Was für ein schöner viertägiger Kurzurlaub über Maria Himmelfahrt am Fuße der Drei Türme! Zu siebt starteten wir am Freitag in Garching mit dem VW-Bus zum Wanderparkplatz Latschau. Gestärkt mit selbst gemachten Zwetschgendatschi (danke, Manuela) machten wir uns an den Aufstieg. Auch wenn es nur knapp 800 Höhenmeter waren, war es bei der Hitze und mit Gepäck durchaus anstrengend. So gönnten wir uns oben angekommen auf der schönen Terrasse mit Blick auf die Drei Türme erst mal eine Pause. Nachdem wir das Zimmer bezogen haben (ein 8er-Zimmer im modernen Neubau nur für uns), zogen wir uns nochmal die Wanderschuhe an. Wir erkundeten den Porzalengawald, kühlten unsere Füße im Bach und ernteten jede Menge Beeren.

Samstag: Geißspitze

Für Samstag war der Wetterbericht ziemlich durchwachsen. Es wurde für den ganzen Tag Regen und Gewitter vorhergesagt mit einer höheren Wahrscheinlichkeit am Nachmittag. Also brachen wir gleich nach dem Frühstück zur benachbarten Geißspitze auf, zuerst noch im T-Shirt und mit Sonnenschutz. Etwa auf Hälfte der Höhe zogen aus dem Tal dichte Wolken auf und etwas später holten wir schon mal unseren Regenschutz hervor. Nicht zu früh, denn kurze darauf brach ein Gewitter über uns herein. Wir konnten uns nur noch zusammen kauern, uns so gut wie möglich vor dem Hagel schützen und abwarten. Glücklicherweise dauerte es nur wenige Minuten, doch danach waren einige von uns etwas nass. Da wir mittlerweile fast am Gipfel waren, gingen wir noch zum Kreuz und auf einem anderen Weg wieder zurück. Das positive an dem Wetter war eine ganz eigentümliche Stimmung und hunderte Alpensalamander auf und neben dem Weg.

Zurück auf der Hütte trockneten wir unsere Sachen und machten es uns auf der Terrasse gemütlich, denn mittlerweile kam wieder die Sonne raus. Von einer zweiten Tour an diesem Tag sahen wir aber aufgrund der nassen Schuhe ab und so wurde es ein eher entspannter Nachmittag.

Sonntag: Tilisunahütte und Tobelsee

Da für Sonntag zwar nicht wolkenloses, aber stabiles und trockenes Wetter angesagt war, wagten wir uns an eine größere Tour. Wir überquerten die Schwarze Scharte und erreichten gegen Mittag die Tilisunahütte, wo wir die Gastfreundlichkeit und gutes Essen genossen. Vorbei am Tilisunasee führte uns der Weg hoch zum Schwarzhornsattel und wieder hinab zum Tobelsee, wo wir uns ereneut eine Pause gönnten. Zwei mutige Teilnehmer wagten sich sogar ins Wasser, die anderen begnügten sich mit dem idyllischen Ausblick. Erfrischt und gestärkt machten wir uns an die letzte Etappe, die nach einem kurzen Aufstieg vor allem aus einem beschwerlichen Abstieg bestand. Insgesamt war es eine schöne und sehr abwechselungsreiche Tour.

Montag: Abstieg über Latschätzer Höhenweg

Am Montag mussten wir unser Lager leider wieder räumen, doch aufgrund des sonnigen Sommerwetters gingen wir nicht auf dem direkten Weg zum Parkplatz. Wir nahmen statt dessen den Latzschätzer Höhenweg zum Berghof Golm, welcher allerdings derzeit eine riesige Baustelle ist. Die Mittagseinkehr gab’s also eine Etage tiefer in Matschwitz. Von dort aus blieb uns nur noch der Abstieg zum Bus, wobei ein paar von uns einige der sieben Rutschen im Waldrutschenpark Golm ausprobierten.

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Verfügbar bis 23.10.2025
 
 

 

3. Tag: Vom Hotel fuhren wir mit den Pkw’s 7 Minuten hinauf zum P-Jaitlehen, 1350m, und von hier stiegen wir weiter durch Wald und über Wiesenhänge hinauf zur Bichlalm, 1730m. Hier reservierten wir Plätze für unsere geplante Einkehr nach dem Gipfelvergnügen. Der Weiterstieg brachte uns auf 2 Gipfel: Den felsigen Bichlkopf, 1851m, und den bewachsenen Remsteinkogel, 1945m. Wieder waren wir überwältigt von der Schönheit der uns umgebenden Natur und Bergwelt. Die Einkehr in der Bichlalm „versüßten“ wir uns mit hausgemachtem Kuchen, Eis oder Jausenplatte. Die Hütte aus dem 17. Jahrhundert soll eine der schönsten Hütten im Großarltal sein, was wir nur bestätigen konnten, besonders die „historische Kuchl“ war sehenswert. Abstieg und Abfahrt verliefen problemlos, so dass wir alle schnell unserem Nachtouren-Ritual, Sauna-Baden-Ruhen, nachkommen konnten.

Abreisetag: Leider gehen auch die schönsten Tage zu schnell rum und da die Wettervorhersage nur noch für den Vormittags sonnig-bewölktes Wetter voraussagte, unternahmen wir heute einen „Ausgeher“ in die Tiefen der Bergwelt, nämlich in die spektakuläre Liechtensteinklamm, am Anfang des Großarltales. Die Liechtensteinklamm ist eine der längsten und tiefsten Schluchten in den Alpen, bis zu 300 Meter tief. Ein Highlight ist die Wendeltreppe „Helix“, die 30 m in die Tiefe ragt und spektakuläre Einblicke in das Naturschauspiel Liechtensteinklamm bietet. Dieser Ausflug war eine gute Entscheidung und da es nach der Klammwanderung noch zu früh für die Abschlusseinkehr war, fand diese, zu aller Freude, im Cafe Dinzler am Irschenberg statt.
Die Hoteltouren für nächstes Jahr sind glücklicherweise bereits geplant!
 
 

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Verfügbar bis 23.10.2025
 
 

 

Anreisetag: Zügig und problemlos verlief die Anfahrt über die Salzburger Autobahn ins Großarltal, Österreich, und zeitnah trafen alle am P unterhalb der Au-Alm, 1400m, ein. Bei hochsommerlichen Temperaturen stapften wir über das Arltörl, 2000m, hinauf. Hier trennte sich die Gruppe: Eine Gruppe stieg von hier wieder ab zur Au-Alm und genoss schon die herrliche Aussicht, während die andere Gruppe sportlich und ambitioniert weiter stieg: Über Arlspitze, 2187m, und Schuhflicker, 2214m, bis zum kleinen Schuhflickersee. Nach gemeinsamer Einkehr in der Au-Alm fuhren wir nach Ellmau, ins Hotel Lammwirt, 1460m und es dauerte nicht lange, bis die ersten in der Sauna waren bzw. den erfrischenden Naturbadeteich „bevölkerten“. Das schmackhafte und üppige Abendessen schloss diesen ersten Tag wunderbar ab und bald waren alle in den Zimmern verschwunden, manche zum Schlafen, manche zum raatschen, manchen zum Sterne gucken.
2. Tag: Nach kurzer Anfahrt zum Talende, Grundlehen, 1300m, begannen wir die heutige Rundtour mit dem Aufstieg zur Loosbühelalm, 1780m. Bei strahlend-blauem Himmel und Sonnenschein folgten wir der Forststraße bzw. dem sehr schön angelegten Steig hinauf zu der schönen Aussichtsalm und genossen auf der Sonnenterrasse eine Kaffeepause. Steil führte uns ab hier der Pfad hinauf auf den Bergrücken und zu unserem ersten Ziel, dem Herrenköpfl, 2012m. Der aussichtsreiche Bergrücken verlief weiter über das Kreuz Loosbühel, 2058m, bis zur Abzweigung-Filzmoosalm, 1920m. Immer wieder blieben wir staunend stehen um diese herrliche Aussicht zu genießen oder zum Heidelbeerenessen, die am Wegesrand wuchsen. Die Einkehr in der Filzmoosalm fand sehr entschleunigt statt, man hatte mit soviel Publikum nicht gerechnet und war personell unterbesetzt, trotzdem genossen wir diese Pause. Abstieg und Rückfahrt verliefen zügig, sodass wir uns schnell zum Entspannen am Naturteich wieder trafen.
 
 

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