Tourenberichte

Gut gelaunt fuhren wir dem Winter im Werdenfelser Land entgegen und trafen uns am P-der Talstation-Wankbahn, 720m. Schon hier konnten wir erahnen, dass es in den vergangenen Tagen bis zu einem halben Meter heruntergeschneit hatte. Entlang der Forststraße stapften wir also unserem Ziel entgegen, der Esterbergalm, zuerst auf schneefreier Straße, dann durch aufgeweichtem Schnee und ab 900 Hm mit Grödel auf geschlossener Schneedecke. Es war ein herrlicher sonniger Wintertourentag: Der knirschende Schnee, das winterliche Bergpanorama und Sonne pur, was will man mehr. Unser Weg führte vorbei an der Daxkapelle und hinauf zur Esterbergalm, 1264m, wo wir uns erst einmal mit sehr leckerem Bio-Kaiserschmarrn stärkten. Angedacht war die Runde über die Gschwandneralm, aber der ungespurte Weg ab hier in 50cm Neuschnee schreckte uns ab und so drehten wir eine kurze Runde um die Esterbergalm, bevor wir entlang der Aufstiegsspur wieder bergab stapften. Die Abschlußeinkehr fand im Café EnergyLab in Farchant statt.

/ Tourenbericht
Welche ein Winter-Sonne-Tag wird uns wohl heute erwarten? Schon bei der Anfahrt zum P-Petersberg in Flintsbach, 480m, strahlte uns die Sonne an und ließ auch den ganzen Tag über in ihrer Kraft kaum nach. Zügig stiegen wir also an der Ruine Falkenstein, die grade saniert wird, vorbei und hinauf zum Bauer am Berg, 800m. Ab einer Höhe von 1000m wanderten wir auf einer geschlossenen Schneedecke, 10cm, und vorbei an der Winterstube zum Pausenplatz am Nebenhaus des Berggasthof Hohe Asten, 1120m. Hier genossen wir erst einmal die tolle Aussicht in der Sonne, bevor wir auf dem bereits gespurten Steig weiter zum Gipfel des Rehleitenkopf, 1338m, teils in 30cm hohem Schnee, stapften. Nach kurzem Genuss der Panoramaaussicht stiegen wir auf dem gleichen Weg wieder zum Gasthaus ab und genossen in der warmen Stube Speis und Trank. Der Abstieg zum Parkplatz verlief dann nur noch in wenig sulzigem Schnee. Ein wunderbarer Winterbergtag war uns heute vergönnt.

/ Tourenbericht
Pünktlich trafen sich 22 Personen am P-Geigelstein (750m), kurz vor Sachrang im Chiemgau. Der Himmel war wolkenbehangen, die Sicht war wegen des Nebels gering, aber das wichtigste war gegeben: Nette Menschen mit Lust auf Berg! Wegen der großen Gruppe führten 2 Wanderleiter und, immer wieder schön, auch die heutige Tour war für viele TN neu. Im unteren Bereich stiegen wir über einen wurzeligen Pfad steil einen abschüssigen Hang hinauf. Nach der „Wurzelpassage“ ging es weiter auf steilen, aber unschwierigen Wald- und Wiesenpfaden, vorbei an der Wildbichlalm zur Karspitze, 1241m, unserem ersten Etappenziel. Nach kurzer Wenig-Aussicht-Pause begann der erste Teil der heutigen Abenteuertour: Guido wollte eine große Runde auf den Wandberg machen, jetzt auf dem Wandberg-Steig Richtung Rettenbachalm, aber da hier noch unerwartet viele Schnee lag und wir keinerlei Markierungen fanden, stapften wir eine zeitlang weglos durch den verschneiten Wald, bis wir wieder unseren Normalweg fanden. Über die Rettenbachalm erstiegen wir, wieder weglos, den Wandberghang zum Gipfel, 1454m, und genossen eine weitere Wenig-Aussicht-Pause, bevor wir in der warmen Stube der Wandberghütte einkehrten. Nach einer stärkenden und erholsamen Pause stiegen wir auf gutem, teils vereisten, Forstweg hinab zur Wildbichl-Alm und von hier, 2. Teil der Abenteuertour, weglos und abenteuerlich durch den Bergwald hinunter auf den Kohlstattweg, über dem wir wieder unsere Aufstiegsspur fanden und zu unseren Autos gelangten. Diese Abenteueretappe war notwendig, da wir nicht auf der glitschig-rutschigen Aufstiegsspur absteigen wollten. Bei der heutigen Tour wanderten wir, immer wieder wechselnd, durch zwei Jahreszeiten: Winter und Frühling, was sehr interessant war. Das Wetter war besser als die Vorhersage befürchten ließ und so fuhren wir sehr zufrieden wieder heimwärts.
/ Tourenbericht
Die Sonne hielt, was die Vorhersage versprochen hatte und so erwartete uns der Frühling bereits am P-Farchant, 750m. Es war eine reine Sonnentour durch den südseitigen Aufstieg. Überwiegend auf schmalen Pfaden und Wegen führte der Steig durch reizvollen Bergwald, teils mit Serpentinen und kurzer, steiler Querung auf den bewaldeten Schafkopf, 1380m. Am Gipfel angekommen genossen wir die schöne Aussicht ins Loisachtal und zum Wettersteingebirge und gönnten uns einen „Tropfen“ des schmackhaften Ingwerlikörs von Rosi. Der Abstieg erfolgte auf dem Gießenbacher Weg und auf dem Via Alpina hinunter zum Pflegersee, 800m. Da die Sonnenterrasse mittlerweile sonnenlos war, nahmen wir Kaffee, Kuchen, Eisschokolade und sogar einmal Schweinebraten, die Tour war wohl kräftezehrend, in der gemütlichen Stube des Gasthofes-Pflegersee zu uns. Den Tourenabschluss bildete der schöne Abstieg nach Burgrain und ein halbstündiger Fußmarsch zurück zu den Autos in Farchant. Dies war eine wahrlich schöne Frühlingswanderung.
/ Tourenbericht
Tag 1, Sonntag 1. März 2026: Treffpunkt Gasthof Schönau, Timmelsjochstrasse, Passeiertal gegen Mittag. Anfahrt von München, über Inntal, Brenner, Jaufenpass. Nach dem Jaufenpass fährt man die Passstraße runter nach St. Leonhard in Passeiertal und weiter über die Timmelsjochstraße bis Schönau auf 1716 m. Vier Std. ab München, 3 Std. Ab der RO-Gegend. 
Nach der langen Anfahrt und um die Umgebung zu erkundigen, sind wir Nachmittags mit Ski direkt vom Gasthof weg, auf die Timmels Alm hochgestiegen (die nur Sa./So. Offen hat). Insg. ~ 300 hm Aufstieg ab Schönau. Nach einer Einkehr sind wir anschließend zur Timmelsbrücke mit der Ski abgefahren und über die Straße 800 m zu Fuß zurück zum unseren Gasthof.
Tag: 2, Montag:
Das Wetter vor Ort befanden sich tief hängende Bewölkung, dicke Nebel und zu der Zeit beherrschte einer hohen Lawinenlage. Da kam deswegen als Tourenwahl entweder Hahnl 1999m, oder Erensee 2295m in Frage – beide Tourenziele liegen weiter im Süden. Nachdem der Ausgangspunkt für Hahnl (A: Christl 1132m) kein Schnee zu finden war, sind wir nach Pfelders auf ~1600 m mit dem Auto gefahren und konnten direkt vom Ort aus, auf einer brauchbare, geschlossene Schneedecke zum Erensee mit Ski hoch steigen. Die Tour hat knapp 700 hm und 3,6 km. Abgefahren sind wir über die Aufstiegsroute. Der Fahrt zurück zum Gasthof war etwa eine  ½ Std. 
Tag 3, Dienstag:
Das Wetter war zum Glück etwas zuversichtlicher, der Nebel war fast weg und Tagsüber war ein mix aus Sonne und Wölken zu erwarten. Deshalb haben wir uns für das Gebiet oberhalb von nahliegende Timmelsbrücke entschieden. Gestartet auf eine Hohe von 1760m und in Richtung Botzer lief unsere Strecke erstmal über Timmels Alm und später mit etwas auf und ab über Unterkrumpwasser und Oberkrumpfwasser (übrigens hier ist auch der Ursprung „Passer“) bis oberhalb der „in der Mude“. Der Weiterweg Richtung Botzer war bei der Lawinenlage nicht möglich. Um 12 Uhr befanden wir uns auf eine sicherer Hoch Ebene bei 2572m. Die Sonne war vorhanden und es war genau richtig für die Brotzeitpause. Der Abfahrt verlief mehr oder weniger wie der Aufstieg. Unsere Tagesstrecke hat zwar nur etwa 850 hm aber sehr viele EKMs! (Entfernungskilometern ;-)
Tag 4, Mittwoch:
Das Wetter hatten wir gleich in der Früh klare, blaue Himmel nach einer klare, kalte Nacht – genau wie Skibergsteiger es sich wünschen. Nichtdestotrotz hatten wir immer noch eine hohe Lawinenlage. Als Tourenziel habe ich die Karlscharte 2666m ausgesucht. Ausgang war wieder der Timmelsbrücke. Zuerst war die Route der gleiche Aufstieg wie am Vortag. Auf eine Hohe von etwa 2300 m dreht sich unsere Aufstiegsroute nach Südost bis in der N/NW-seitiger Anstieg zur Karlscharte. Um Punkt 12 Uhr erreichten wir die Scharte mit einem grandiosen Rundblick mit unzähligen, höhen Bergen. Bis auf (und Dank) zwei einheimische Frauen der AV-Sektion-Südtirol, die vor uns eine hervorragende Aufstiegsspur durch das hügeliges Gelände frisch angelegt haben, waren weit und breit kein Mensch zu sehen. Bei der Abfahrt konnten wir einer dünne, pulvrige Schneeauflage auf eine tragbaren Harschdecke richtig genießen und im unteren Bereich der Abfahrt war der Schnee von der Sonne schon herrlich aufgeweicht.  Um 13:40 Uhr waren wir wieder unten. Mit etwa 900 hm und deutlich wenige EKMs wie am Vortag, konnten wir die Tourentage mit einem Cappuccino auf die sonnige Terrasse in unserem Gasthof abschließen und haben uns um etwa 14:40 Uhr auf die Heimreise gemacht.
Fazit: Trotz wenig Schnee (südseitig unter 1800m total Aper) und trotz verbreitete hohe Lawinenlage, haben wir jeden Tag eine risikoarme Skitour gemacht. Das Gasthof Schönau ist wunderschön, sehr freundlich mit einer ausgezeichnete Verpflegung – wo man sich richtig Wohl fühlen kann.
Tourenbericht und Tourenleiterin: Mercia Barrett
Mit Carmen, Claus, Gerhard und Werner (zwei weitere TN waren leider verhindert und haben abgesagt)
/ Tourenbericht
Nach den massiven Schneefällen am Donnerstag waren wir auf alles mögliche vorbereitet, aber die Straßen ins Tegernseer Tal waren frei und gut befahrbar, der Parkplatz bot ausreichend Platz und die winterliche Landschaft war bezaubernd schön. Vom P-Wallberg-Seilbahn, 850m, stiegen wir parallel der Skitourenspur durch 20cm Pulverschnee aufwärts. Die Freude war groß, mal wieder so eine tolle Winterlandschaft durchwandern zu können. Je höher wir kamen umso tiefer sanken wir in den Schnee ein, im Sattel vor dem Alten Wallberghaus war es dann schon ein halber Meter und das Spuren wurde zunehmend anstrengend, trotz regelmäßigem Spurer*innen-Wechsel und so waren wir froh, als wir nach 3,5 Std. endlich unser heutiges Ziel, das Wallbergkirchlein Heilig Kreuz, 1620m, erreichten. Unterhalb des Kirchleins fanden wir auch schnell einen windstillen Pausenplatz, sogar mit Bank, und genossen die Entspannung. Viel Sicht war uns heute nicht vergönnt und so machten wir uns bald schon an den Abstieg, der entlang der Aufstiegsspur erfolgte. 

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1. Tag: Loosbühel, 2049m

Bereits im Vorfeld mußten sich die Tourenleiter viele Gedanken machen um mögliche Tourenziele, denn auch im Großarltal war der Schnee in diesem Jahr rar. Die sonnenbeschienenen Südhänge leuchteten uns bereits bei der Anfahrt grün entgegen, bis hoch zu den Gipfeln. Auf eine Empfehlung des Obmann des lokalen Alpenvereins hin, war unser heutiges Ziel die geöffnete und bewirtschaftete Loosbühelalm, 1800m, im Ellmautal, einem Seitental des Großarltal. Eine gute Empfehlung, wie wir bereits am P-Grundlehen, 1340m, erkannten, denn wir konnten sofort mit den Schneeschuhen losgehen. Auf einem gut markierten und präparierten „Schneeschuhwanderweg“ kamen wir gut voran und erreichten nach 1,5 Stunden die aussichtsreiche Alm, auf deren Sonnenterrasse wir uns eine Aussichtspause gönnten. Die Tageszeit und die Kondition ließen es zu und die Sonne motivierte uns erst recht zum Aufstieg auf den Loosbühel und so stapften wir parallel der Skitourenspur in weiten Kehren und auf zerfahrenen Hängen hinauf zum Gipfel, 2049m, mit seiner wunderbaren Rundumsicht. Der Abstieg verlief entlang der Aufstiegsspur und so kamen wir wohlgelaunt in unsere Bleibe für die nächsten Tage an, dem Hotel Almrösl in Hüttschlag. Der Empfang durch den Hotelier war sehr freundlich, die Zimmer schnell in Empfang genommen und bis zum gemeinsamen Abendessen blieb noch Zeit zum Ausruhen oder Wellnessen im Saunabereich. Hungrig trafen wir im Speisesaal ein und genossen das ausgiebige Abendessen. Bei der Tourenbesprechung für den nächsten Tag war uns der Hotelier mit seiner eigenen Skitourenerfahrung behilflich und so fanden wir einen ruhigen Schlaf.

2. Tag: Filzmooshörndl, 2189m

Unser heutiges Ziel führte uns wieder ins Ellmautal und wieder war der Start in Grundlehen, 1340m. Der Aufstieg verlief heute jedoch rechtsseitig des Filzmoosbaches auf der Forststraße unserem 1. Etappenziel entgegen, der Filzmoosalm auf 1750m. Nach einer kurzen Pause hier, führte uns der Steig durch einen Zirbenwald und über Wiesenhänge zur Filzmooshöhe, 2103m und weiter hinauf zum Gipfel. Glücklich darüber, dass wir hier oben in der Sonne stehen und diese prächtige Fernsicht bestaunen dürfen, genossen wir eine ausgiebige Gipfelrast und freuten uns, als auch die Skitourengruppe sich zu uns gesellten. Der Abstieg erfolgte entlang der Aufstiegsroute und wurde nur durch eine Sonnenpause an der Filzmoosalm unterbrochen, wobei wir von der Alm aus die alternative Route über den Sommerweg nutzten, der sich durch den Wald schlängelte und sich als als schöne, anspruchsvolle, teils sehr vereiste, Alternative darstellte. Wohlbehalten und glücklich kamen wir wieder im Hotel an und genossen die Wellnessoase bis zum Abendessen. Beim Abendessen „jammerten“ einige Teilnehmer*innen so sehr über Fußblasen, dass wir Tourenleiter schon Überlegungen anstellten, ob wir in Zukunft die Teilnehmer*innen vor der Tour zur Vorsorgeuntersuchung schicken müssen wegen möglicher Blasenschwäche, hihihi.

3. Tag: Roßkarkopfscharte, 2164m
Eigentlich wollten wir heute eine ausgewiesene Skitour im Pistengebiet „Großarl“ unternehmen, wurden jedoch vom Vater des Hoteliers informiert, dass diese Tour gesperrt sei, da es dort vor 2 Tagen zu einem tödlichen Unfall zwischen einem Abfahrer und einem Tourengeher kam. Er empfahl uns die Roßkarkopfscharte, dort sei noch ausreichend Schnee, und so fuhren wir 10 Minuten mit den Pkw’s zum P-Süßgut, 1260m, oberhalb von Hüttschlag. Wieder einmal fanden wir einen sehr vereisten Parkplatz vor, auf dem wir höllisch aufpassen mußten, wo wir hintreten. …und wir sahen keinen Schnee, nur vereiste Forststraße. Die ersten 30 Minuten des Aufstiegs „kratzten“ unsere Schneeschuhe auf Eis den Berg hinauf, bevor wir eine geschlossene Schneedecke vorfanden, auf der wir, mittlerweile bei Sonnenschein, entlang des Reitalmgraben, zur Reitalm, 1620m, stiegen. Nach einer kurzen Sonnenpause stapften wir, zunehmend steiler, auf dem Sommerweg durch Wald zur Reith Alpe, 1800m, und stiegen dann auf einer Bergschulter hinauf unserem Ziel entgegen. Da auch hier bereits eine gut präparierte Skitourenspur vorlag, kamen wir recht zügig vorwärts. Auf einer Höhe von 2100m, die Scharte bereits sichtbar, peilten wir die Lage in dem steileren Schartenhang. Nach kurzer Absprache entschieden wir uns für den Aufstieg, der in steilen Kehren verlief und die letzen 10 Aufstiegsmeter im Pulverschnee mühsam war, da die Schneeschuhe wenig Halt fanden. Die Rundum-Aussicht in der Scharte belohnte uns jedoch für die Aufstiegsmühen und so gönnten wir uns in der wohligen Sonne eine ausgiebige Pause mit der Skitourengruppe, die mittlerweile zu uns aufgestiegen war. Der Abstieg erfolgte entlang der Aufstiegsspur, unterbrochen von einer ausgiebigen Pause auf der Sonnenterrasse der Reitalm. Im Abstieg waren die begehrtesten Tourenteilnehmer*innen für die Skifahrer*innen die Personen, von denen sie sich Grödel ausleihen konnten, denn der vereiste Forstweg runter zum Parkplatz war auf Ski nicht machbar mangels Schnee und das gehen auf Eis mit den Skistiefeln gefährlich. Hier wurden nun neue „Grödelfreundschaften“ geschlossen, die uns alle sicher zu den Autos brachten. Im Hotel wartete das bereits bekannte Wellnessprogramm auf uns, bevor wir uns alle zum Abendessen wieder trafen.


4. Tag: Eiswanderung im Talschluss 
Nach drei anspruchsvollen Tourentagen hinter uns und der Rückfahrt vor uns, war uns heute, bei wolkenverhangenem Himmel, eher nach einem „schönen“ Ausflug. Wir fuhren zum P-Talschluss des Großarlbachtales und wanderten zum Ötzlsee, 1050m, und noch ein Stück darüber hinaus. Bereits am Parkplatz zogen wir die Grödel an, denn auch dieser Forstweg war komplett vereist. Immer den weiten Talkessel vor Augen wanderten wir entlang des Großarlbaches vorbei an vielen vereisten, teilweise bizarr geformten, Wasserfällen. Nach 1,5 Stunden Wanderung durch winterliche Landschaft kehrten wir um und im Aschauer Stüberl zur Abschlußeinkehr ein. Das Resümee war eindeutig: Das waren 4 tolle Tourentage. Wieder einmal hat alles gepasst: Touren, Wetter, Unterkunft, Gruppe.

/ Tourenbericht
Durch die Zusammenlegung der eigentlich geplanten, aber mangels Schnee abgesagten, Schneeschuhtour von Oli mit der Winterwanderung von Guido entwickelte sich schnell eine XXL-Gruppe mit 24 TN und am P-Königsalm in Kreuth war es dann „nur“ noch eine XL-Gruppe mit 18 Personen. In winterlicher Landschaft und auf teils vereistem Untergrund stapften wir, auf Schuh mit Grödel, unserem 1. Etappenziel, der Königsalm (1115m), entgegen. Die von vielen Schuhen und Skiern festgetretene Spur machte es uns einfach und bequem, Höhe zu gewinnen, so dass wir dieses Ziel zügig erreichten. Nach kurzer Pause überquerten wir den Klammbach und stiegen in steiler werdenden Serpentinen unserem nächsten Ziel, der Graseckwand, 1400m, entgegen. Immer wieder gönnten wir uns eine Panoramapause und genossen die uns gegenüberliegende Bergwelt. Der gut gespurte Steig lud uns ein, auch noch die letzte Etappe, den Gipfel des Schildenstein, 1613m, zu besteigen, so dass der unterhalb des Gipfels spendierte Gipfeltrunk, Ingwer-mit oder ohne Alkohol, besonders lecker schmeckte. Zurück an der Königsalm gönnten  wir uns eine ausgiebige Mittagspause und reservierten beim Götzfried in Kreuth schon mal ausreichend Plätze für die Abschlusseinkehr. Zügig wie der Aufstieg absolvierten wir auch den Abstieg, jetzt mit Sonnenschein, und so konnten wir bald schon leckeren Kaffee, Kuchen, Suppen in wohliger Wärme genießen und die Tour Revue passieren lassen, die für manchen die erste Schildenstein-Besteigung war.

/ Tourenbericht
Tag 1 Sonntag 18.01.2026:
Anfahrt über Kitzbühel, durch den Felbertauern Tunnel und über Lienz ins Villgratental bis Kalkstein. Wir sind am Nachmittag an unserer Pension Bad Kalkstein 148, Innervillgraten angekommen und haben eine kurze Winterwanderung gemacht anschließend mit einem Einkehr im Restaurant Badl, Kalkstein (die nur Sa./So. Offen hat).
Tag 2 Montag 19.01.2026: Gaishörndl 2615m
Dank der Rodelbahn konnten wir direkt von unserer Pension (auf 1639m) mit Ski los laufen. Die Aufstiegsroute verlief an die Alfenalmen (1700m) dann unterhalb Ruschletalm 1900m) vorbei bis zum ersten Steilhang. Der Steilhang war mit Busche durchsetzt. Der Schnee im Steilhang war Aufbauend umgewandelter Schnee und hat im Aufstieg entsprechend mehr Zeit in Anspruch genommen. Oberhalb vom Steilhang verlief der Aufstieg flacher und durch gekuppeltes und (unter normale Bedingungen) ideales Skigelände weiter. Auf eine Hohe von 2450m am Fuß des Gipfelhangs haben wir unseren Aufstieg beendet und nach einer Brotzeitpause in der Sonne, sind wir gemeinsam über die Aufstiegsroute abgefahren. 
Tag 3 Dienstag 20.01.2026: Pürglesgungge 2500m
Wir haben uns für die sonnige, aber apere Talseite entschieden und Alle waren bereit, die Skier unterwegs mit Grödeln auszuwechseln, falls uns der Schnee ganz ausgeht. Ziele waren das Zollhaus (2329m) und der Pürglesgungge Gipfel 2500m. Erstaunlicherweise konnten wir bis zum Gipfel alles, sowohl im Aufstieg als auch bei der Abfahrt, mit Ski bewältigen. Da zwei TN am Zollhaus bleiben wollten, dürften der Rest der Gruppe nicht viel Zeit am Gipfel verbringen, und sind relativ Zeitnah und mit sorgfältiger Routenwahl den Gipfelhang zum Zollhaus abgefahren. Wieder vereint konnten wir Alle gemeinsam der Abfahrt fortsetzen und zum Glück ohne Steinkontakt bis ins Talboden abfahren. Die letzte Teilstrecke verlief wieder an den Alfenalmen vorbei und über die Rodelbahn zur  Pension zurück.
Tag 4: Vormittags-Tour im unteren Bereich der Aufstiegsroute Kalkstein-Marchkinkele
Die Skitour auf Marchkinkele 2545m ist unter normale Bedingungen, als mittelschwer eingestuft. Die Aufstiegsroute war bei uns im unteren Bereich ganz Schattig und wir haben -11 Grad gemessen. Dafür war der Schnee im unteren Bereich schön locker und ausreichend.  Da wir ein langer Heimfahrt hatten, haben wir eine Zeit zum Umdrehen ausgemacht. Um 11 Uhr waren wir genau an die Stelle, wo es bei den Verhältnissen nicht richtig Sinn gemacht hätte, weiter aufzusteigen und so hat es zeitlich ganz gut gepasst. 
Wie zu erwarten, hat der Abfahrt im unteren Bereich den besten Schnee in der Gegend gehabt und so konnten wir die letzten Schwünge dort richtig genießen. Bei den Holzhäusern nähe Alfenalm haben wir zum Aufwärmen einen Platz in der Sonne ausgesucht und uns eine Brotzeitpause gegönnt. Danach sind wir abgefahren zur Pension und nach einer letzter Einkehr sind wir gegen 14 Uhr abgereist.
Fazit: Insgesamt z.Z. extrem eingeschränkte Skitouren Möglichkeiten und entsprechend außer unsere Gruppe waren kaum Skitourenleute unterwegs. Durch die, über Wochen lang anhaltende, Kälte und kaum Neuschnee (einmal 2 cm) waren viele großfleckigen Blankeisstellen, die wir mit sorgfältigen Routenwahl, relativ gut umgehen konnten. Unsere Pension Bad Kalkstein kann man sehr gut weiter empfehlen. 
Bericht und Tourenleiterin: Mercia Barrett
Gruppe:  Carmen, Gerhard, Josef, Karen, Werner und Willi

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