Vom idyllischen Wanderer-Parkplatz Kalkofen bei Bergen (gleich nach der Maxhütte) tauchen wir um 08.50 h ein in den Bergwald auf unseren schattigen Aufstiegsweg zum Hochfelln, 1.674 m. Zunächst auf einem Kiesweg und dann auf einem Steig gegenüber dem steil aufragenden Gschwendkopf kommen wir geschützt vor der Sonne und Temperaturen über 20 Grad gut voran. Die Steigung ist moderat und so erreichen wir nach eineinhalb Stunden die Bachschmiedkaser- und Bründlingalm mit ihren saftig grünen Wiesen samt Kühen.
Wir haben einen tollen Blick ins Alpenvorland, insbesondere zum Chiemsee mit zahlreichen Segelschiffen. Vor uns baut sich die felsige Tröpflwand auf und links davon ist in einer Scharte die Seilbahn-Bergstation. Wir können die Wanderer auf Serpentinen nach oben gut erkennen.
Die erste Hälfte unseres Aufstiegs ist geschafft. Nach einer Pause am Fuße des Bründlingsköpfls, 1.213 m, spendet uns ein kleiner Waldsteig mit linksseitigen Sicherungsseilen zunächst nochmal Schatten, bevor wir den Sonnenstrahlen nahezu ungeschützt ausgesetzt sind. Nach 800 erklommenen Höhenmetern ist der Steig mitunter steiler mit Stufen, größeren Steinen aber auch Geröll. Wir legen öfters eine Trinkpause ein und bestaunen die vollen Seilbahn-Kabinen über unseren Köpfen. Nach gut dreieinhalb Stunden erreichen wir die Tiborkapelle am Hochfelln. Von dort ist es nicht mehr weit zum Gipfelkreuz mit Goldglanz, vor dem wir natürlich für ein Foto posieren. Wir haben eine tolle Fernsicht in die Zentralalpen und ins Voralpenland.
Am Hochfellnhaus stärken wir uns mit Getränken und kleinen Speisen. Ein paar von uns fahren mit der Seilbahn zur Mittelstation und gehen danach für eine Abschluss-Einkehr zur Bachschmiedkaser-Alm. Die meisten steigen über den Aufstiegsweg ab. Nach etwa 180 Höhenmetern treffen wir auf dem Steig auf eine sitzende, zuvor gestürzte, voll ansprechbare Wanderin und ihre Begleiter mit Hunden. Ihr Fuß hat eine abnorme Stellung, was auf eine Fraktur hindeutet. Wir bieten unsere Hilfe an, die dankend zurückgewiesen wird, weil die Bergwacht schon verständigt ist. Wir setzen unseren Abstieg fort. Auf den Bründlingalmen kommt uns ein Bergwacht-Auto entgegen, dessen Besatzung anscheinend eine Trage zum Unfallort bringt.
Drei unserer Mitgeherinnen erklimmen noch das Bründlingsköpfl bevor wir uns mit den SeilbahnerInnen beim Bachschmiedkaser zur Schluss-Einkehr treffen.
Während wir unsere Bestellungen aufgeben fliegt ein gelber Rettungshubschrauber zur Unfallstelle und setzt mit der Winde zwei Bergretter ab, danach verschwindet er wieder. Nach zwanzig Minuten kommt er wieder und nimmt mit der Seilwinde die Verletzte in einer Alu-Trage und einen Bergretter auf, um sie ins nächste Krankenhaus zu fliegen.
Nach der Einkehr (Schorle und Kuchen je 3,50 €!!) begeben wir uns zu Fuß bzw. per Seilbahn hinab zu unseren Autos und kommen gottseidank unverletzt dort an. Beim Heimfahren haben wir kleinere Staus auf der Salzburger Autobahn, kommen aber dennoch zeitnah nach Hause.
Die Tour mit über 1.000 Höhenmetern war ein schönes Naturerlebnis sowie ein gutes Körpertraining und soziale Wellness für den Geist.
Bericht von Peter
















