Fanes-Naturpark

Pünktlich um 7 Uhr begann die Anreise nach Südtirol und zu unserem Hotel „Ju Furcia“ auf der Furkelpasshöhe, 1750m. Nachdem uns die Senneshütte 10 Tage vor unserer Anreise wegen eines Buchungsfehlers ihrerseits abgesagt hatte, waren wir glücklich mit dem Hotel und sehr zufrieden, besonders da der Preis ähnlich war wie auf der Hütte im Mehrbettzimmer. Die Nachmittagstour war dem Kronplatz „gewidmet“ und direkt hinter dem Hotel begann der Aufstieg und die Runde auf dem Concordia-Weg um den höchsten Punkt, 2275m, herum, der Concordia-Friedensglocke. Mit der 360-Grad-Panorama-Sicht muss man mal hier oben gewesen sein, obwohl der Wintertourismus mit seinem Bau-Unwesen und die Besucherströme viele sichtbare „Wunden“ erkennen lässt. Mit dem Ersteigen des Gipfels des Spitzhorn, 2173m, begann dann der Abstieg ins Hotel, wo auf einige von uns bereits die Sauna oder das Dampfbad wartete. Ein schmackhaftes Abendessen und eine gemütliche Sitzrunde schlossen den schönen Tag ab.

Unser heutiges Ziel war das Herz des Fanes Naturparks und UNESCO-Weltnaturerbe und es begann mit der Abfahrt zum Wanderparkplatz in St. Vigil, 1200m. Von hier brachte uns der kostenlose (Dank Gästekarte) Wanderbus zu unserem Ausgangspunkt im Fanestal, dem Berggasthof Pederü, 1548m. Auf dem Wandersteig stapften wir, vorbei an imposanten, zerklüfteten Bergriesen und riesigen Karen hinauf zum Grünsee und der Faneshütte, 2060m. Es sollte aber auch heute noch ein Gipfel drin sein und so stiegen wir weiter hinauf über das Limojoch zum Limosee, an dem der Anstieg zu den Limospitzen begann. Wir kamen ihnen nahe bis auf 2340m und genossen dort oben auf einer herrlichen Edelweißwiese eine wohlverdiente Mittagspause. Der Abstieg verlief entlang der Aufstiegsspur und die Abschlußeinkehr gönnten wir uns auf der Terrasse des Pederü-Gasthofes. Mit Bus und Auto ging’s wieder hinauf zum Hotel auf den Furkelpass und es bleib noch ausreichend Zeit für Wellness, bevor wir uns wieder einfanden zum leckeren Abendessen. 

Heute stand eine große Dolomiten-Bergtour an, die uns auf den Gipfel des Piz de Peres, 2507m führen sollte.

Die Rundtour begann direkt gegenüber unseres Hotels, verlief ein gutes Stück durch schattigen Wald und führte uns dann in moderaten Serpentinen ein gerölliges Kar hinauf in die Dreifingerscharte, 2330m. Nach einer Trinkpause absolvierten wir auch den letzten Wiesenhang, der uns zum Gipfelkreuz, 2507m, führte, vorbei an einzelne Edelweiß. Eine wunderbare Rundumsicht erfreute uns, auf Kronplatz, Marmolata und viele weitere Bergzüge. Der Abstieg erfolgte auf steilem Steig über Schrofengelände, schottrige Felsstufen und um imposante Felstürme herum und verlangte große Konzentration, Trittsicherheit und immer wieder auch die Zuhilfenahme unserer Hände. Ein kurzes Stück verlief auch dieser Steig durch den Wald bis wir dann Einkehr fanden in der Ücia Picio Pré (Kleine-Wiese-Hütte), in der wir uns von der anspruchsvollen Tour „erholten“. 

Da ja heute noch die Rückfahrt anstand und uns nach der gestrigen Supertour der Sinn eher nicht nach einer kleinen Berg-Ausgehtour stand, fiel unsere Tourenwahl heute auf den Pyramidenweg und die Besichtigung der beeindruckenden Erdpyramiden. Hierzu fuhren wir zum P-Oberwielenbach, 1360m, oberhalb von Percha. Dieser schöne Waldpfad führte uns im Auf und Ab zu den Erdpyramiden, immer wieder auch mit Blick auf unseren gestrigen Berg und hinunter zum Gehöft nach Platten. Der Tourenabschluss fand im bekannten Pyramidencafe statt, welches mit über 20 verschiedenen Kuchen aufwartete und auch eine Auswahl von mehreren kleineren Stücken (Kuchen-Tris) zuließ, was die Schleckermäuler*innen unter uns zum Frohlocken brachte. Welch schöner Abschluss der abwechslungsreichen Tourentage.

Wie bereits die Hinfahrt, so verlief auch die Rückfahrt zügig und staulos.